50 Shades of Grey: Eine Psychiaterin warnt Jugendliche eindrücklich davor.

Der Brief einer Psychiaterin an Jugendliche und junge Erwachsene

Es gibt keine „graue Zone“ in „Fifty Shades of Grey“. Es ist alles „schwarz“. Lassen Sie mich erklären.

Ich helfe Menschen, die in ihrem Inneren „gebrochen“ sind. Manche Ärzte verwenden Röntgenstrahlen oder Bluttests, um festzustellen, weshalb jemand Schmerzen hat. Ich hingegen befasse mich mit „unsichtbaren“ Wunden. Ich stelle Fragen und höre aufmerksam zu, um den Grund der „Blutung“ einer Person herauszufinden.

Jahrelanges aufmerksames Zuhören haben mir viel beigebracht. Darunter auch die Tatsache, dass junge Menschen völlig irritiert in Sachen „Liebe“ sind: wie sollen sie diese erkennen und praktizieren?. Sie machen viele Fehler und verursachen sich selbst viele Schmerzen dadurch.

Da ich Euch die Leiden der Menschen, die meine Praxis aufsuchen, gerne ersparen möchte, warne ich hiermit vor dem Film namens „Fifty Shades of Grey“. Selbst wenn Sie den Film nicht sehen werden, sickert seine toxische Botschaft in unsere Kultur hinein und könnte gefahrenbringende Fantasien erzeugen.

Da „Fifty Shades of Grey“ zum Valentinstag in den Kinos angelaufen ist, werden Manche denken, dass es sich um eine faszinierende Liebesgeschichte handelt. Fallt aber nicht darauf rein! In diesem Film geht es um eine „kranke“, gefahrenvolle Beziehung, voll von physischem und emotionalem Missbrauch. Die Schauspieler sehen umwerfend aus, sie verfügen über teure Autos und Flugzeuge. Beyonce singt. Man könnte schlussfolgern, dass Christian und Ana „cool“ sind, und dass ihre Beziehung völlig in Ordnung geht. Lasst Euch aber nicht manipulieren! Die Produzenten des Films sind nur hinter Ihrem Geld her. Sie scheren sich nicht um Dich und um Deine Träume.

Missbrauch kann niemals „glamourös“ oder „cool“ sein. Missbrauch ist unter gar keinen Umständen annehmbar!

Dies ist, was Du über „Fifty Shades of Grey“ wissen müssen: Christian Grey wurde als Kind extrem vernachlässigt. Da er nie wirklich geliebt wurde, ist seine Auffassung von „Liebe“ absolut konfus. In seiner Wahrnehmung ist Liebe ein Wirrwarr von unangenehmen Gefühlen, Schmerz und Verlegenheit.
Es macht Christian Spaß Frauen auf bizarren Weisen zu verletzen. Anastasia ist ein unreifes Mädchen, das von Christian’s Aussehen und Vermögen angetan ist und leichtsinning seinen Wünschen entspricht.

Im echten Leben würde diese Geschichte nicht gut ausgehen: Christian würde ins Gefängnis wandern und Ana in eine Anstalt eingewiesen werden – oder schlimmtenfalls in einer Leichenhalle landen. Vielleicht aber würde Christian Ana weiterhin verprügeln und sie würde bei ihm bleiben und die Schmerzen ertragen. Ihr Leben wäre so oder so kein Zuckerschlecken. Bitte glaube mir.

Als Ärztin bitte ich Dich eindringlich Dir „Fifty Shades of Grey“ nicht anzusehen. Informiere Dich, gehe den Hinweisen nach und versuche auch Deine Freunde zu überzeugen, diesen Film ebenfalls nicht anzuschauen.

Es gibt einige gefährliche Notionen, die durch „Fifty Shades of Grey“ gefördert werden:

1. Mädchen stehen auf Männern wie Christian, die sie herumkommandieren und handgreiflich werden.

FALSCH! Ein psychisch gesunde Frau vermeidet Schmerzen. Sie wünscht sich einen Mann, der ihr ein Gefühl von Sicherheit vermittelt, der sie respektiert, ihr beisteht und dem sie vertrauen kann. Sie träumt von Hochzeitskleidern – und schwärmt keineswegs von Handschellen.

2. Männer stehen auf Mädchen wie Anastasia, die duldsam und unsicher sind.
FALSCH! Ein psychisch gesunder Mann wünscht sich eine Frau, die selbstständig agieren kann. Sollte er sich daneben benehmen, dann erwartet er ihre Korrektur.

3. Anastasia entscheidet aus freien Stücken, als sie zustimmt verletzt zu werden. Somit kann niemand ihren Entschluss be- oder gar verurteilen.

Fehlerhafte Logik! Natürlich hatte Anastasia die freie Wahl – doch sie hat sich falsch entschieden! Eine Entscheidung, die zur Selbstzerstörung führt ist eine falsche Entscheidung.

4. Anastasia’s Entscheidung in Bezug auf Christian ist absolut durchdacht und unvoreingenommen.

Fragwürdig. Christian schenkt Anastasia ständig Alkohol ein, ihr Urteilsvermögen wird dadurch beeinträchtigt. Anastasia steigt mit Christian ins Bett – zu ihrem allerersten Mal – und nur kurz nachdem sie ihn kennenlernt. Die Neurowissenschaft behauptet, dass ihre Intimität eine Art „Starthilfe“ für ihre emotionale Bindung und ihr Vertrauen sein könnten, noch bevor sie sich sicher ist, dass er diese „verdient“ hat. Sex ist eine machtvolle Erfahrung – vor allem „das erste Mal“.

Fernerhin manipuliert Christian Anastasia dahin, dass sie eine Vereinbarung unterschreibt, die ihr das Offenbaren seines langfristigen Missbrauchs untersagt.

Alkohol, Sex, Manipulation – das sind kaum die Zutaten, die zu durchdachten und unvoreingenommenen Entscheidungen führen.

5. Durch ihre Liebe „löst“ Anastasia Christian’s emotionale Probleme.

Das ist leider nur in einem Film möglich. Im realen Leben würde sich Christian’s Zustand kaum verändern. Wenn Anastasia emotional gestörten Menschen gerne zur Seite steht, dann hätte sie eine Psychiaterin oder Sozialarbeiterin werden sollen.

6. Es ist gut, mit der Sexualität zu „experimentieren“

Vielleicht für Erwachsene, die in einer gesunden, langfristigen, treu geführten Beziehung stehen – sprich in einer „Ehe“. Ansonsten riskierst Du sexuell übertragbare Krankheiten, (ungewollte) Schwangerschaften und sexuelle Übergriffe. Es ist klug, darauf zu achten, wem Du erlaubst dir nahe zu kommen – sowohl physich als auch emotional – denn nur eine einzige Begegnung könnte Dein Leben aus den Fugen geraten lassen und Dein Leben für immer verändern.

Als Fazit: die Konzepte in „Fifty Shades of Grey“ sind gefährlich, verwirren und können zu falschen Entscheidungen in Sachen „Liebe“ verhelfen. Es gibt sehr wohl riesige Unterschiede zwischen „gesunden“ und „ungesunden“ Beziehungen. Der Film macht diese Unterschiede aber unkenntlich, sodass Du dich fragen könntest: was ist gesund für eine Beziehung? Was ist ungesund? Es gibt so viele Graustufen… Ich bin mir nicht sicher.

Hör bitte genau zu! Es geht um Deine Sicherheit und um Deine Zukunft! Es gibt keinen Raum für Zweifel: eine intime Beziehung, in der die Partner – einvernehmlich oder nicht – Gewalt erfahren, ist völlig inakzeptabel.

Es gibt entweder SCHWARZ oder WEISS – keine GRAU-Schattierungen! Es gibt keine GRAUZONE!

Dr. Miriam Grossman

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„Und Jesus ging heraus und sah das große Volk; und es jammerte ihn derselben; denn sie waren wie die Schafe, die keinen Hirten haben …“ (Markus 6:34)

Wo sind die „echten“ Vorbilder, die aufgrund von gesunden Moralvorstellungen klar Stellung beziehen?

Kommentare

  1. T.

    Ich bezeichne mich als Jesus-gläubig und kann in diesem Thema durchaus mitreden. Denn ich war früher praktizierender Swinger und Freier. Ich habe all diese Dinge exzessiv ausgelebt und so ein Film wie dieser entlockt mir nur ein müdes Lächeln. Die Dinge, die ich gesehen und getan habe, waren noch viel extremer. Und was soll ich dazu sagen? Das Ganze hat mich nicht ein Stück weitergebracht. Nach wie vor bin ich auf Suche nach Liebe – denn diese findet man in sexueller Perversion nicht. Stattdessen wird die Seele immer ausgehöhlter und leerer, wenn man nur noch seinen Trieben folgt. Es ist, wie wenn man Salzwasser trinkt. Je mehr man trinkt, umso durstiger wird man. Wahre Liebe stattdessen – und hier kann ich nur spekulieren, da ich keine Partnerin habe – ist zutiefst befriedigend und macht ruhig. Das habe ich auch einmal erleben dürfen, als ich verliebt war. Aber das ist lange her. Lust tötet, Liebe befreit.

  2. ali

    Bitte bedenke Glaube ist wie Liebe und Liebe kann nie erzwungen werden. Denen, die Gott suchen wird versprochen, dass sie ihn auch finden werden (siehe Matthäus 7,7). Durch Jeremia spricht Gott zu uns: „Und sucht ihr mich, so werdet ihr mich finden, ja, fragt ihr mit eurem ganzen Herzen nach mir, so werde ich mich von euch finden lassen“ (Jeremia 29,13-14). Gott zwingt sich uns also nicht auf.

    Blaise Pascal, das große Mathematikgenie aus Frankreich, fand Gott durch Jesus Christus, als er einunddreißig Jahre alt war. Er betonte, dass Gott uns genügend Beweise für seine Existenz gegeben hat, um Menschen zu überzeugen, dessen Herz und Verstand offen sind. Doch die Beweislage ist nicht eindeutig genug, um Menschen zu überzeugen, die sich der Vorstellung verschlossen haben, dass es Gott tatsächlich gibt.
    Pascal schrieb:
    „[…] und indem Er also unverhüllt denen erscheinen will, die Ihn aus ihrem ganzen Herzen suchen, und verborgen denen, die ihn aus ihrem ganzen Herzen fliehen, begrenzt Er Seine Erkennbarkeit in der Weise, dass Er Zeichen Seiner selbst gegeben hat: sichtbar denen, die Ihn suchen und nicht denen, die Ihn nicht suchen.
    Er gibt Licht genug für die, welche nichts anderes wollen als sehen, und Dunkelheit genug für die, welche eine entgegengesetzte Veranlagung haben.“

    Die Antwort auf die Frage: „Wie gut sind die Beweise?“ lautet also, dass die Beweise nicht derart bestechen, dass sie den Glauben aufzwingen, wohl aber ausreichen, um den Glauben vernünftig zu machen. Der Verfasser des Hebräerbriefes definiert Glaube als „Beweis der unsichtbaren Dinge“ (Hebräer 11,1) Also mach dich auf die Suche, Playboy.

  3. Playboy51

    “Sünde und Perversion sind Sünden, also keine Banalität.”

    Willst du mir wirklich erzählen das dieses Superwesen namens Gott existiert, das Universum und alles Leben erschaffen hat, die Erde als dieses winzige Sandkörnchen in einem riesigen Gebilde voller Naturwunder… und DER soll sich ausgerechnet darüber aufregen das wir hier unten auf dem Sandkörnchen uns gerne Latexanzüge anziehen??? 😀 Ja klar ali… Irgendwas an deiner Geschichte kann so nicht stimmen, merkste selber ne?

  4. Playboy51

    Es ist ein Film ali, okay? Ich guck ja jetzt auch nicht Star Wars und will dann den Todesstern bauen. Das ihr euch überhaupt ins Internet traut, so viel Schiss wie ihr vor den belanglosesten Dingen habt oO

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