Alle sind heute diskriminiert. Aber was ist mit den Christen?

Dank der kranken Sensibilisierung darf sich heute jede und jeder diskriminiert fühlen und von Staat und Gesellschaft Genugtuung einfordern. Doch ist in einer Gesellschaft, in der sich alle diskriminiert fühlen, überhaupt noch jemand diskriminiert? Frauen, Männer, Buben, Mädchen, Queere, Junge, Alte, Dicke, Dünne, Grosse, Kleine, Arme, Reiche, die mit Migrationshintergrund und die ohne, Raucher, Nichtraucher, Städter, Dörfler, Autofahrer, Biker – sie alle dürfen sich heute benachteiligt fühlen und von Staat und Gesellschaft aufgrund ihrer Gruppenzugehörigkeit Genugtuung einfordern. NZZ

Die Intoleranz gegenüber Christen und deren Diskriminierung ist in Europa auf dem Vormarsch. „Christianophobie“ sei auch in Europa zunehmend ein Thema. In einer Studie wird aufgezeigt, dass es europaweit 41 Gesetze gibt, die Christen in ihrer freien Religionsausübung behindern. So gebe es Bestimmungen mit Beschränkungen der Rede- und Meinungsfreiheit, aber auch Regelungen, die die Rechte christlicher Eltern massiv beschränkten. Aus Deutschland und den skandinavischen Ländern seien Fälle bekannt, wonach Eltern, die ihre Kinder christlich erziehen und beispielsweise aus religiösen Gründen von gewissen Schulinhalten freistellen wollten, massive Probleme bekommen haben. Dies gehe soweit, dass den Eltern in einzelnen Fällen die Kinder für unbestimmte Zeit entzogen würden. Von den eigenartigen Corona-Regeln für Christen ganz zu schweigen.

“Seit es Christen gibt, gibt es Christenverfolgung. Als der auferstandene Christus den Jüngern begegnet, haben diese die Türen fest verschlossen – „aus Furcht vor den Juden“ (Joh 20, 19), aus Angst vor Übergriffen aus der Mehrheitsgesellschaft Jerusalems. Sie haben Angst, dass sie das gleiche Schicksal ereilt wie den Herrn, der ihnen dies zuvor schon unmissverständlich prophezeit hatte: „Und ihr werdet um meines Namens willen von allen gehasst werden“ (Lk 21, 17). In der Tat: Elf der zwölf Männer, denen der Auferstandene den Geist Gottes spendet und denen Er in diesem Geist den Auftrag zur Mission erteilt, elf der zwölf Apostel Christi finden in der Erfüllung ihres Missionsauftrags den Tod; allein Johannes überlebte die erste Welle der Christenverfolgung. Auch der Völkerapostel Paulus – zu dieser Zeit noch als Saulus an der Spitze der Verfolger (vgl. Apg 6, 58) – fand ein gewaltsames Ende: Er wird in Rom enthauptet.” J. Bordat

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