“Der Name Peanuts stammt von seiner Agentur. Charles Monroe Schulz wollte seine Cartoons lieber “Little Folks” (Kleine Leute) nennen. Genau das sind seine gezeichneten Helden auch: Der ewige Loser Charly Brown und sein Bruder Linus, der Klavierspieler Schröder, die coole Lucy, der philosophierende Hund Snoopy – lauter Kinder, die den amerikanischen Traum in ihrem Alltag auf Normalmaß bringen.Ihr Schöpfer Schulz, 1922 in Minneapolis als Sohn kleiner Leute geboren, will schon als Kind Cartoonist werden. Er nimmt an einem Fernkurs teil und verkauft mit 15 sein erstes Bild. Charles Monroe ist ein dünner schüchterner Junge, wird von seinen Mitschülern gehänselt, verliebt sich unglücklich in eine Rothaarige. Kein Wunder, dass er Charly Brown den eigenen Vornamen gibt. Das ist 1950, als er den ersten Peanuts-Comic veröffentlicht.Ab da beginnt eine einzigartige Erfolgsgeschichte: Die Peanuts erscheinen in 21 Sprachen und 75 Ländern. 2.600 Zeitungen übernehmen die Geschichten. Schulz veröffentlicht 1.400 Bücher und erreicht geschätzte 355 Millionen Leser. Außerdem gibt es die Peanuts im Film und im Fernsehen, in einem Broadway-Musical und auf Gebrauchsgütern von der Tasse über T-Shirts bis zur Bettwäsche.” WDR.de
“In einem Comicstrip aus dem Jahr 1952 seufzt ein deprimierter Charlie Brown die Worte aus dem Buch Prediger: „Alles ist eitel!“ An anderer Stelle findet Snoopy Trost in den Worten Jesu aus Johannes 16,33: „Sei guten Mutes!“ Als Charlie Brown einmal Snoopy erwischt, wie er Essen stiehlt, zeigt er dem Hund in der Bibel die Textstelle aus den Zehn Geboten: „Du sollst nicht stehlen!“ Snoopy nimmt sich das Buch, blättert darin und zeigt schließlich Charlie eine andere Stelle: „Du sollst dem Ochsen, der da drischt, nicht das Maul verbinden.“ (5.Mose 25,4).
In einem anderen Cartoon fragt Linus Snoopy: „Stört es dich nicht, dass die Bibel nicht sehr gut von Hunden spricht?“ Der Hund antwortet: „Doch, das stört mich, aber ich halte einfach die andere Schnauze hin.“ Schulz malte 40 verschiedene Szenen, in denen es um das Thema Gebet geht. Einmal gesteht Charlie Brown Lucy: „Ich frage mich, ob Gott jemals mit mir zufrieden ist.“ Lind ist überzeugt, Schulz habe hiermit den Kampf vieler Menschen ansprechen wollen, Gott auf irgendeine Weise gefallen zu wollen…In einem Cartoon aus dem Jahr 1985 fragt die kleine Schwester Sally Charlie Brown: „Wenn wir sterben, kommen wir dann in den Himmel?“ Charlie antwortet: „Das würde ich gerne annehmen.“ PRO
