Geboren wird Sachs am 14. November 1932 im unterfränkischen Mainberg. Sein Großvater väterlicherseits ist der Mitbegründer der Motorenwerke Fichtel & Sachs, sein Großvater mütterlicherseits der Sohn von Adam Opel. Als er drei Jahre alt ist, lassen sich die Eltern scheiden, der Kontakt zum Vater erlischt. Trotzdem bildet dessen Erbe den Grundstock für Sachs’ späteres Vermögen.
Von Anfang an fühlt sich Sachs zum Jetset hingezogen. Zu Beginn der 60er Jahre macht der junge Mann, der ein abgeschlossenes Mathematik- und Wirtschaftsstudium sowie ein Dolmetscher-Diplom vorweisen kann, gemeinsam mit seinen Freunden aus dem verschlafenen Fischerdorf Saint-Tropez einen beliebten Treffpunkt der High Society und junger, vorzugsweise langbeiniger Frauen – Propagierung der freien Liebe inklusive. Hier festigt Sachs mit zahlreichen Affären sein Image als Casanova; 1962 wird selbst die persische Ex-Kaiserin Soraya einen Sommer lang seine Geliebte.
1966 heiratet Sachs in Las Vegas die Schauspielerin Brigitte Bardot, mit der er eine turbulente Ehe führt. “Ich hatte nicht einen Mann geheiratet, sondern eine Sippschaft herumscharwenzelnder Playboys, die durch Komplizenschaft enger zusammengeschmiedet waren als es eine Ehe vermocht hätte”, wird sich Bardot später erinnern. “Sie suchten sich junge, schöne und vorzugsweise dumme Gefährtinnen. Da ich die letztgenannte Qualifikation nicht besaß, fiel ich zunehmend lästig.” Immerhin halten es beide drei Jahre lang miteinander aus.
Kurz nach der Scheidung 1969 heiratet Sachs das schwedische Model Mirja Larsson, mit der er zwei Kinder bekommt. 1972 zieht er nach Hamburg, wo er eine Galerie eröffnet und versucht, deutsche Kunstsammler für die Pop-Art seines Freundes Andy Warhol zu begeistern. Nebenbei macht er sich als Fotograf, Dokumentarfilmer und Besitzer von Edelboutiquen einen Namen. 1976 trennt er sich von seinen Unternehmensaktien. Zu dieser Zeit wird sein Vermögen auf umgerechnet mehrere hundert Millionen Euro geschätzt.” www1.wdr.de/
„Denn was wird es einem Menschen nützen, wenn er die ganze Welt gewinnt, aber seine Seele einbüßt?“ (Mt 16,26).
Mit dieser herzerforschenden Frage spricht der Herr die Prioritäten in unserem Leben an. Zunächst einmal geht es in der unmittelbaren Bedeutung um Ungläubige, denn nur sie können buchstäblich ihre Seele einbüßen.
Doch wir möchten diese Frage gerne auf unser Herz legen: Leben wir unser Leben so, dass wir es sozusagen verschwenden? Jagen wir Wohlstand, Luxus und Geld – genau darauf bezieht der Herr sich hier – so sehr hinterher, dass wir irgendwann mit leeren Händen im Himmel stehen werden? Man könnte auf die rhetorische Frage des Herrn antworten: So ein Leben wird nichts nützen!
Natürlich hat das Streben nach Wohlstand etwas sehr Tückisches an sich. Oft sind wir uns gar nicht dessen bewusst, wie sehr wir davon betroffen sind. Eine falsche Beziehung zu Besitz lässt sich leicht verstecken unter Aussagen wie „Aber der Herr hat doch gar nichts gegen Geld an sich, nur gegen Liebe dazu“ oder „Der Herr schenkt doch alles zum Genuss“. Aber spätestens dann, wenn ich eine bessere berufliche Position annehme, die mich aber in meinem Dienst für den Herrn einschränken würde, gehen die Alarmglocken an. Spätestens dann, wenn ich in Zeiten von Inflation etc. unruhiger schlafe, wird es gefährlich. Spätestens dann, wenn meine Besuche der Gemeindestunden, meine Zeit mit der Familie oder meine Zeit mit den Geschwistern leidet, weil ich beruflich stark eingespannt bin, betrifft die Frage des Herrn mich persönlich.
Es ist erstaunlich, dass der Herr mehr über Geld gesprochen hat als über Liebe, Gnade oder den Himmel. Wir denken an Warnungen wie Matthäus 6,19–21: „Sammelt euch nicht Schätze auf der Erde, wo Motte und Rost zerstören und wo Diebe einbrechen und stehlen; sammelt euch aber Schätze im Himmel, wo weder Motte noch Rost zerstören und wo Diebe nicht einbrechen und nicht stehlen; denn wo dein Schatz ist, da wird auch dein Herz sein.“ Hier haben wir ein klares Verbot, uns Schätze auf der Erde zu sammeln. Und noch etwas haben wir hier: die Unmöglichkeit, Schätze zu besitzen und gleichzeitig unser Herz davon frei zu haben. Nein, der Herr sagt: Wenn du wertvollen Besitz hast, wird dein Herz daran hängen.
Wir möchten uns prüfen, ob wir unsere Lebensprioritäten richtig geordnet haben. Wenn der Herr heute wiederkäme, wären unsere Hände dann leer, weil sowieso alles hierbleiben würde? Wirklich eine herzerforschende Frage.
Alexander Schneider/Bibelstudium.de
