Anektote aus der Zeit Martin Luthers. Zum Denken und zum Schmunzeln.

Einem Zeitgenossen Luthers namens Friedrich Myconius verdanken wir die folgende amüsante Anekdote über Tetzel:

Als Tetzel in Leipzig eine große Summe Geld zusammenbekommen hatte, fragte ein Adliger ihn, ob er auch für eine zukünftige, noch nicht begangene Sünde einen Ablass erhalten könne. Tetzel zierte sich anfangs, gewährte dem Adligen dann jedoch seine Bitte gegen sofortige Bezahlung. Der Adlige zahlte und bekam seine Ablassbrief Als Tetzel weiterreiste, überfiel ihn der Adlige, schlug in windelweich, nahm ihm das ganze Geld ab und sagte ihm, dass dies die Sünde gewesen sei, die zu begehen er vorgehabt habe und für die er den Ablass bekommen hatte.
Tetzel verklagte den Übeltäter beim Herzog Georg, doch als dieser die ganze Geschichte hörte, ließ er den Adligen ungestraft. ■
Diese Anekdote wird in der neuen Luther-Biografie von Eric Metaxas berichtet

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