Bald ist wieder Weihnachten. Überall werden einem die Ohren mit “Last Christmas” zugedudelt.

Was ist los mit den Leuten, die Anfang November heimlich den Song „Last Christmas“ zum ersten Mal im Jahr einschalten? Es soll ja Menschen geben, die seit Februar wieder auf das nächste Weihnachten und die Zeit mit “Last Christmas” erwarten. Nach Weihnachten ist für sie vor Weihnachten und vor “Last Christmas”! Praktisch seit seiner Veröffentlichung 1984 gehört „Last Christmas“ zur Vorweihnachtszeit dazu. Dieser vorweihnachtliche Ohrwurm hat aber leider so gut wie nichts mit Weihnachten zu tun. Über 70 Künstler haben es bisher gecovert. In Deutschland befindet sich das Lied seit 1997 immer wieder zur Weihnachtszeit in den Charts, insgesamt bisher schon fast 200 Wochen lang. Damit ist „Last Christmas“ in Deutschland die kommerziell erfolgreichste Weihnachtssingle aller Zeiten. Dieses beliebte Weihnachtslied der jüngeren Musikgeschichte hat einige Besonderheiten. Der einfach Refrain wird ganze sechseinhalb Mal wiederholt, wobei er jeweils nochmal doppelt gesungen wird. Oberflächlichkeit im Text mit einer von Barry Manilow geklauten Melodie wird den “Wham” nicht zu Unrecht vorgeworfen. Außer dem Namen des Feiertags im Titel kommt kein einziger der gewöhnlichen Weihnachtsinhalte vor. Bei „Last Christmas“ handelt es sich um ein Lied über Liebeskummer. Mehr nicht. Die Musik kommt irgendwie aus einer Spieldose, die man immer wieder neu aufziehen kann. Und die Leute, die besungen werden spielen mit ihren Partnern und deren Gefühlen. Da werden Herzen verschenkt und gebrochen. Traurige Weihnachten. Kranke Weihnachten. Moderne Weihnachten.

Alternativer Vorschlag:

Macht hoch die Tür, die Tor macht weit;
es kommt der Herr der Herrlichkeit,
ein König aller Königreich,
ein Heiland aller Welt zugleich,
der Heil und Leben mit sich bringt;
der halben jauchzt, mit Freuden singt:
Gelobet sei mein Gott,
mein Schöpfer reich von Rat.

Er ist gerecht, ein Helfer wert;
Sanftmütigkeit ist sein Gefährt,
sein‘ Königskron‘ ist Heiligkeit,
sein Zepter ist Barmherzigkeit;
all unsre Not zum End er bringt,
der halben jauchzt, mit Freuden singt:
Gelobet sei mein Gott,
mein Heiland groß von Tat.

O wohl dem Land, o wohl der Stadt,
so diesen König bei sich hat.
Wohl allen Herzen insgemein,
da dieser König ziehet ein.
Er ist die rechte Freudensonn‘,
bringt mit sich lauter Freud und Wonn‘.
Gelobet sei mein Gott,
mein Tröster früh und spat.

Macht hoch die Tür, die Tor macht weit,
eu’r Herz zum Tempel zubereit’.
Die Zweiglein der Gottseligkeit
steckt auf mit Andacht, Lust und Freud;
so kommt der König auch zu euch,
ja, Heil und Leben mit zugleich.
Gelobet sei mein Gott,
voll Rat, voll Tat, voll Gnad.

Komm, o mein Heiland Jesu Christ,
meins Herzens Tür dir offen ist.
Ach zieh mit deiner Gnade ein;
dein Freundlichkeit auch uns erschein.
Dein Heil‘ger Geist uns führ und leit
den Weg zur ew‘gen Seligkeit.
Dem Namen dein, o Herr,
sei ewig Preis und Ehr.

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