Stell dir vor, du hast bei einem Wettbewerb folgenden
Preis gewonnen: jeden Morgen stellt dir die Bank 864,00 € auf deinem
Bankkonto zur Verfügung. Dieses Spiel hat jedoch gewisse Bedingungen, so wie
jedes Spiel bestimmte Regeln hat.
Die erste Regel ist:
Alles was du im Laufe des Tages nicht ausgegeben hast,
wird dir wieder weggenommen, du kannst das Geld nicht einfach auf ein
anderes Konto überweisen oder einen Kredit abzahlen, du kannst es nur
ausgeben. Aber jeden Morgen, wenn du erwachst, eröffnet dir die Bank ein
neues Konto mit neuen 864,00 € für den neuen Tag.
Zweite Regel:
Die Bank kann das Spiel ohne Vorwarnung beenden, zu jeder
Zeit kann sie sagen: Es ist vorbei. Das Spiel ist aus. Sie kann das Konto
schließen und du bekommst kein neues mehr.
Was würdest du mit deinem Preis tun?
Große Träume könntest du dir damit nicht erfüllen. Für ein
Haus, eine Weltreise oder ein tolles Auto reicht es nicht. Auch den Hunger
und die Armut in der Welt könntest du damit nicht beseitigen. Würdest du dir
alle möglichen Kleinigkeiten kaufen, die du möchtest? Nicht nur für dich
selbst, auch für andere Menschen – vielleicht sogar für Menschen, die du gar
nicht kennst, da du nach kurzer Zeit die Nase voll hättest, das Geld für
lauter Kleinigkeiten auszugeben? Oder – Würdest du versuchen, jeden Cent
auszugeben und ihn für dich selbst zu nutzen?
Eigentlich ist dieses Spiel die Realität!
Jeder von uns hat so eine „magische Bank“. Wir sehen das
nur nicht. Die magische Bank ist die Zeit. Jeden Morgen, wenn wir aufwachen,
bekommen wir 86.400 Sekunden Leben = 86.400 Cent für den Tag geschenkt und
wenn wir am Abend einschlafen, wird uns die übrige Zeit nicht
gutgeschrieben.
Was wir an diesem Tag nicht gelebt haben, ist verloren,
für immer verloren, das Gestern ist vergangen. Jeden Morgen beginnt sich das
Konto neu zu füllen, aber die Bank das Konto jederzeit auflösen. Ohne
Vorwarnung.
Was also machst du mit deinen täglichen 86.400 Sekunden?
Cathy Hainer – Journalistin der Zeitung USA – TODAY – die
mit 38 Jahren. an Krebs verstarb, gibt uns da einen Tip: „Für Genüsse, die
uns gegönnt waren, die wir aber versäumt haben, werden wir uns später
verantworten müssen. Lieber die Tage mit Leben füllen – als das Leben mit
Tagen.“
Ich würde sagen: Das Glück liegt nicht in deinem Tun,
sondern in dem, was Gott dir täglich schenkt – dein Essen, dein Trinken,
deine Zeit. Freu dich darüber und lass andere an dieser Freude teilhaben.
