Blind Wil­lie John­son war blind, arm und durch­lebte die Seu­chen­jah­re der spa­ni­schen Grip­pe.

Blind Wil­lie John­son wird 1897 in Texas gebo­ren. Im Alter von 5 Jah­ren soll er den Ent­schluss gefasst haben, ein Pre­di­ger des Wort Got­tes zu wer­den. Um die­se Zeit stirbt sei­ne Mut­ter. Noch besitzt er das Augen­licht und bastelt sich sei­ne erste Gitar­re aus einer Zigar­ren­schach­tel. Mit 7 Jah­ren wird er von sei­ner Stief­mut­ter wäh­rend eines Streits mit sei­nem Vater mit einer ätzen­den Flüs­sig­keit bewor­fen. Er erblin­det und fängt an, den Fami­li­en­un­ter­halt als Stras­sen­mu­si­ker mit­zu­tra­gen. Neben sei­nem ‹Brot­job› als Musi­ker bleibt das gros­se Anlie­gen, das Evan­ge­li­um zu ver­kün­den. Zwi­schen­zeit­lich soll John­son auch eine eige­ne Kir­che betreut haben.

Zeit­le­bens bleibt er arm, durch­lebt die Seu­chen­jah­re der spa­ni­schen Grip­pe und die Her­aus­for­de­run­gen von zwei Welt­krie­gen und der Welt­wirt­schafts­kri­se. 1945 wird sein Haus bei einem Brand zer­stört. Ohne einen Zufluchts­ort lebt John­son wei­ter in den Rui­nen sei­nes Hau­ses, wo er an Mala­ria-Fie­ber erkrankt und stirbt. Gemäss sei­ner zwei­ten Ehe­frau Ange­li­ne hat­ten sich die Kran­ken­häu­ser gewei­gert einen blin­den Mann zu pfle­gen — wohl auch weil er schwarz war.

Die Tra­gik von John­sons Geschich­te wird über­strahlt von sei­nen Songs, sei­nem bahn­bre­chen­den Sli­de-Gitar­ren­spiel und sei­ner rohen Stim­me. Die Liste der pro­mi­nen­ten Künst­ler wel­che in den kom­men­den Jahr­zen­ten sei­ne Songs inter­pre­tie­ren wür­den, ist lan­ge: Bob Dyl­an, Led Zep­pe­lin, Eric Clap­ton, Taj Mahal, Nick Cave, The White Stri­pes und vie­le wei­te­re Künst­ler von Welt­rang lies­sen sich von Blind Wil­lie John­son inspi­rie­ren und spie­len sei­ne Lie­der ein. Peter Bruderer

Well, we done told you, our God’s done war­ned you, Jesus comin soon
We done told you, our God’s done war­ned you, Jesus comin soon

In the year of 19 and 18, God sent a migh­ty disea­se
It kil­led many a‑thousand, on land and on the seas

Gre­at disea­se was migh­ty and the peop­le were sick ever­y­whe­re
It was an epi­de­mic, it floa­ted through the air

The doc­tors they got trou­bled and they did­n’t know what to do
They gathe­red them­sel­ves tog­e­ther, they cal­led it the Spa­nis­h’in› flu

Sol­di­ers died on the batt­le­field, died in the counts too
Cap­tain said to the lieu­ten­ant, «I don’t know what to do»

Well, God is warning the nati­on, He’s a‑warnin them every way
To turn away from evil and seek the Lord and pray

Well, the nobles said to the peop­le, «You bet­ter clo­se your public schools,
until the events of death has ending, you bet­ter clo­se your church­es too»

Read the book of Zacha­ri­as, bible plain­ly says
Said the peop­le in the cities dyin, account of they wicked ways

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