Bonhoeffer

Was wir vom Helden
Bonhoeffer lernen können



US-Präsident George W. Bush nannte ihn „einen der größten Deutschen des
20. Jahrhunderts.“ Theologe und Widerstandskämpfer Dietrich Bonhoeffer

„Dietrich Bonhoeffer ist ein evangelischer Heiliger.“

Bischof Wolfgang Huber, Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche.

Er starb, weil er
glaubte. Und er glaubte, obwohl er qualvoll am Galgen starb. Ein
Märtyrer im tiefsten Sinne. Dietrich Bonhoeffer, geboren heute vor 100
Jahren. Christen in aller Welt erinnern heute an sein Leben und Werk.

Wer ist der Mann, den die Nazis am 9. April 1945 im KZ Flossenbürg hängten?

Sohn eines Psychiaters,
das theologische Supertalent seiner Generation. Ein Weltenbummler des
Glaubens, der in Barcelona, London und den USA lernte, lehrte und
predigte. Er kämpfte mit Worten für die Kirche und gegen Hitler. Er
starb mit 38 ungebrochen im KZ, als in der Ferne schon amerikanische
Artillerie donnerte. Zwei Wochen später befreiten US-Truppen das Lager.

Was können wir heute von Bonhoeffer lernen?

Patriotismus. Er
schlug noch 1939 das Angebot aus, einen Lehrstuhl in den USA zu
übernehmen. Er sah seinen Platz im Widerstand – für ein besseres,
friedlicheres Deutschland.

Zivilcourage. Weihnachten
1942 sprach er sich offen gegen das NS-Regime aus: „Wir sind stumme
Zeugen böser Taten geworden, wir haben die Künste der Verstellung und
der mehrdeutigen Rede gelernt.“

Mut. Er
durchschaute die mörderischen Machenschaften der Nazis – und rief alle
Gläubigen in den Widerstand: „Nur wer für die Juden schreit, darf auch
gregorianisch singen.“

Gottvertrauen. Im
KZ, Weihnachten 1944, schrieb er bewegende Zeilen: „Von guten Mächten
wunderbar geborgen.“ Und weiter: „Und reichst Du uns den schweren
Kelch, den bittern, des Leids, gefüllt bis an den höchsten Rand, so
nehmen wir ihn dankbar ohne Zittern aus Deiner guten und geliebten
Hand.“

Bescheidenheit. Bonhoeffer
handelte aus Überzeugung – nicht für Ruhm. Sein Vater: „Er hätte an
sich gewiß nicht den Wunsch gehabt, daß Straßen nach ihm benannt
werden.“ Und Bischof Huber: „Er wollte nie ein Heiliger werden. Aber
Heiligkeit war ein Grundthema seiner Theologie.“

bild.de

Kommentare

  1. Chris

    Ich bin mir nicht sicher, was Bonhoeffer heute sagen würde.. Warscheinlich würde er vor Mißständen in der Kirche gar nicht wissen wo er anfangen soll? – ich weiß es nicht. Aber das ist auch nicht so wichtig, weil das nicht das ist was uns mit diesem Mann verbindet. Das Thema Taufe ist traditionell eines der am schärfsten diskutierten Themen im Protestantismus. Schon Luther hat Wiedertäufer nicht nur als Sekte bezeichnet, sondern auch ihrer Hinrichtung zugestimmt. Was er über Juden gesagt hat sollten wir besser gar nicht hervorholen.
    Aber eins weiß ich: Das Leben von beiden Männern war gekennzeichnet von tiefem Glauben und einer praktischen und konsequenten Liebe zu Christus und seinem Wort und ich bin stolz auf ihren Schultern stehen und von ihrem Glauben profitieren zu dürfen. Ihre Meinung über bestimmte Themen ändert daran nichts.
    Lg, Chris

  2. Rainer Braendlein

    Zu eurem Beitrag: “Was wir vom Helden Bonhoeffer lernen können”

    Angenommen Dietrich Bonhoeffer wäre am Leben, würde er euch in Liebe, aber doch ganz bestimmt und deutlich sagen, daß ihr eine Sekte seit, weil ihr wiedertauft. Bonhoeffer hat zu seiner Zeit ein wissenschaftliches Gutachten erstellt, in dem er die Wiedertaufe verwirft und wiedertaufende Sekten als außerhalb der einen wahren Kirche Jesu bezeichnet.

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