Bundesfinanzminister Christian Lindner will kirchlich heiraten, obwohl er und sie nicht in der Kirche sind.

Kirchliches ist nur Deko – da liegt der Herr Minister voll im Trend. Ein echter Finanzminister. Spart jeden Cent Steuer, sogar Kirchensteuer.  Offenkundig scheint “Kirche” insofern nur ein Lifestyle-Produkt unter vielen zu sein. Überzeugungsfestigkeit war gestern. Aber heute – anything goes – sind ja sogar die pazifistischen Grünen zur geradezu militaristischen Kriegspartei mutiert! The Show must go on! Der normale Kirchensteuerzahler sorgt dann dafür, dass die Kirchen und alles drum und dran überhaupt erhalten bleiben. Und Promis buchen sich dann einfach den kirchlichen Segen ohne Mitgliedschaft im Bedarfsfall wie ein Upgrade dazu.

Wahrhaft peinlich ist das rückgradlose und liebedienerische Verhalten der Kirche. Leider – so muss man sagen – typisch evangelisch. Das erinnert an den pompösen Gottesdienst, den Rudolf Augstein (getaufter Katholik, bekennender Atheist und zwischendurch auch mal FDP-Mitglied) im Hamburger Michel für seine Beerdigung bekam. Die Kirchen segnen ja heute beinahe fast alles, man darf ja nicht so sein, ganz beliebig. Ich stimme ihn zu. Eine Kirche, die nicht-Mitglieder traut, macht sich vollkommen überflüssig. 

Warmwasser und duschen wird bald für Millionen rationiert und Lindner feiert luxuriös mit kirchlichem Segen auf Sylt, mehr gibt es über den Zustand in diesem Land nicht mehr zu sagen.

„Was Gott nicht segnet, kann die Kirche nicht segnen!“ Theo Sorg

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