Sein Name lautet Claudemir Jeronimo Barreto.
Doch bekannt ist er unter dem Namen »Cacau«, den
er bei seiner ersten Geburtstagsfeier erhielt,
als er seinen Vornamen falsch aussprach: »Ca-caudemir«.
Seit 2003 spielt Cacau beim VfB Stuttgart, mit dem
er 2007 deutscher Meister und im gleichen Jahr Vize-
Pokalsieger wurde. Seit Mai 2009 spielt der trickreiche
und flinke Stürmer in der deutschen Nationalmannschaft,
nachdem der Brasilianer drei Monate zuvor die
deutsche Staatsbürgerschaft bekommen hatte.
»Fußballer des Monats« wurde er im Februar 2010, als
er in einer Woche 8 Tore schoss, 4 davon in dem Bundesliga- Spiel gegen den 1. FC Köln.
Cacau bekennt sich auf dem Rasen, wie auch sonst in der
Öffentlichkeit, ohne Scheu als überzeugter Christ und
erzählt auf seiner Homepage, wie es dazu kam.
Wie die meisten Brasilianer wurde er im Glauben an die
Existenz eines Gottes erzogen und wuchs in dem Bewusstsein auf, dass Gott der Schöpfer aller Dinge und
gütig ist. Deswegen nahm er auch seine Gebote ernst.
Doch seine Religiosität war dadurch eingeschränkt, weil
er nicht wusste, wer Gott wirklich ist. Und so interessierte ihn damals sein eigenes geistliches Leben nicht besonders,denn er setzte seine ganze Hoffnung und sein Vertrauen auf den Fußball. Er träumte davon, dass er durch den Sport die Gelegenheit haben würde, die Geschichte seines Lebens und das seiner Familie zu verändern. Fußball schien ihm das einzige Mittel zu sein, um glücklichzu werden.
Mit 13 Jahren gelang es ihm, einen Platz in der Jugendmannschaft von Palmeiras zu bekommen, und es schien
so, als würde sein Traum, Profi-Fußballspieler zu werden,
in Erfüllung gehen. Drei Jahre spielte er mit großer Leidenschaft Fußball, bis zu dem Zeitpunkt, als ein neuer Trainer der Mannschaft vorgesetzt wurde, der andere Spieler mitbrachte. Die Folge war, dass viele bisherige junge Spieler entlassen wurden, zu denen auch Cacau gehörte. Er war völlig frustriert, denn alle seine Träume und Hoffnungen platzten an diesem Tag. Weitere Versuche, eine neue Gelegenheit zu finden, um sein Talent unter Beweis stellen,wurden immer wieder enttäuscht. Als er etwa ein Jahr danach bei einem Amateur-Fußballturnier mitspielen konnte, traf er einen Freund und überzeugten Christen, der über Jesus sprach. Das interessierte ihn sehr, und er stellte ihm viele Fragen. Einige Zeit später kam sein Bruder, der in einer anderen Stadt lebte, nach Mogi das Cruzes, um hier Urlaub
zu machen. Als er sich mit ihm traf, stellte er fest, dass in seinem Leben etwas Außergewöhnliches passiert war. Sein Bruder, der ihm bisher als Lebemann bekannt war, der das Nachtleben außerordentlich schätzte, schien
ihm wie verwandelt. Er war sehr zuvorkommend und
strahlte einen unbegreiflichen inneren Frieden aus.
Cacau stellte diese Wandlung erstaunt fest und fragte
ihn, was zu dieser Veränderung geführt hatte. Er bekam
von seinem Bruder die Antwort: »Du musst Jesus
Christus kennenlernen.«Anfangs konnte er mit dieser Aufforderung nicht viel anfangen,denn seiner Meinung nach kannte er Jesus seit seiner Kindheit. Doch mit viel Geduld stellte ihm sein Bruder Jesus als den vor, der immer gegenwärtig ist und einem immer zur Seite steht. Also einen ganz anderen Jesus, als den er bisher zu kennen glaubte. Bisher dachte Cacau, dass Jesus ein ferner Gott war, der im Himmel thront und sich nicht um seinen Alltag kümmert. In diesem Augenblick merkte er, dass seine Hoffnungen und Ziele in eine völlig falsche Richtung gegangen waren. Dachte er doch bisher, dass Fußball sein Leben ändern würde – nun wurde ihm bewusst, dass das nureine Lösung auf Zeit war. Nun wollte er mehr über Jesus erfahren, las die Bibel und stellte seinem Bruder viele Fragen. Und dann fasste er den festen Entschluss, Jesus Christus als seinen Herrn und Retter anzunehmen, der am Kreuz für seine Schuld gestorben ist.
Auch wenn das seine damalige Situation nicht sofort
veränderte, fühlte er nach diesem Gebet einen unglaublichen Frieden und eine unerklärliche Freude. Nach kurzer Zeit ließ er sich taufen, und bis heute möchte er seinen Weg mit Jesus Christus gehen. Ihm ist bewusst, dass alles auf dieser Welt vergänglich ist und dass es nur ein erfülltes sinnvolles Leben an der Seite und in der Nachfolge Jesu Christi gibt.
Er beendet sein Zeugnis mit den Worten: »Nimm Jesus
Christus als deinen Herrn und Heiland an!«
