Chart-Stürmer aus dem Jenseits – Das Rockgeschäft boomt mit seiner postmortaler Leichenfeldderei.

„Doch auch die ganz Großen sind sterblich. Viele von ihnen gingen vor ihrer Zeit. Vergessen werden wir sie dank ihrer Musik aber nie. Posthum stürmen die Hits von Prince, David Bowie oder Amy Winehouse die deutschen Charts. Ihr Tod ein Verlust – für die Musikindustrie ein Riesen-Geschäft!“ (Bild.de)
– Popstar Prince (*7. Juni 1958 – †21. April 2016). Nach seinem überraschenden Tod verhalfen ihm seine Fans zu einem Comeback in den Charts. Insgesamt sieben Alben des US-Musikers stürmten die Charts.
– Michael Jackson (*29. August 1958 – †25. Juni 2009) hat Musikgeschichte geschrieben!
Zwei Wochen nach seinem Tod dominierte der „King of Pop“ die Charts mit neun Alben.
– Er war einer der bekanntesten, einflussreichsten und erfolgreichsten Künstler des 20. Jahrhunderts – Johnny Cash: (*12. Februar 1932 – † 12. September 2003).
Nach seinem Tod wurde 2005 das Album „Ring Of Fire“ veröffentlicht und startete 2006 in den deutschen Charts richtig durch.
– Er prägte Jazz und Swing in Deutschland, begeisterte mit frechen Texten in seiner Muttersprache: Roger Cicero (*6. Juli 1970 – ­† 24. März 2016).
Und auch Wochen nach seinem überraschenden Tod kletterten seine Alben die Charts.
– Drogen, schwul, bisexuell, zwei Ehen, zwei Kinder – und eine mehr als 40 Jahre währende Musikkarriere! Das Leben von David Bowie (*8. Januar 1947 – † 10. Januar 2016).
Am 10. Januar 2016 verstummte er für immer. Seine Musik lebt weiter.
– Am 23. Juli 2011 wird Amy Winehouse tot in ihrer Wohnung in London gefunden. Alkoholvergiftung! Doch ihre Musik lebt weiter. Es regnet Preise und Kritikerlob, das Album verkauft sich millionenfach.
– Whitney Houston (*9. August 1963 – † 11. Februar 2012).
Nach ihrem tragischen Ableben kletterten die Verkaufszahlen in den Charts.

Die Liste der Ausbeutung und Glorifizierung, der meist elend verstorbenen Künstler ist lang und länger. Fett aufgemachte Dramastorys und Veröffentlichung von altem oder vergessenem Musikmaterial lässt die Kassen der Leichefledderer im Musik- Geschäft klingeln. Pietät und Rücksicht gibt es in diesem Drecksgeschäft nicht. Es geht um Geld, um viel Geld. Da bleibt die Moral und der Anstand auf der Strecke. Und von der viel besungenen Liebe bleibt nichts, aber auch gar nichts übrig. Knallharte, sklavische Ausbeuteung, bis über das Grab hinaus. Wann wachen die verführten Massen auf?

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