Das Kreuz -der Höhepunkt der Liebe Gottes – Der Tiefpunkt der menschlichen Sünde – Der Mittelpunkt der Anbetung.

„Der wahre ,Friday for Future‘ ist Karfreitag.“ 

Die Kreuzigung beginnt. Jesus wird mit Myrrhe gemischter Wein angeboten, eine sanfte schmerzstillende Mischung. Er weigert sich, zu trinken. Es wird angeordnet, dass Simon das Patibulum auf den Boden stellt, und Jesus wird schnell mit seinen Schultern gegen das Holz geworfen. Der Legionär fühlt nach der Vertiefung an der Vorderseite des Handgelenks. Er treibt einen schweren, viereckigen, gehämmerten Eisennagel durch das Handgelenk und tief in das Holz. Schnell bewegt er sich zu der anderen Seite und wiederholt dieses, darauf achtend, nicht die Arme zu fest anzuziehen, sondern einige Flexion und Bewegung zu erlauben. Das Patibulum wird dann an seine Stelle am oberen Ende des Stipes’ und des Titulus’ hochgehoben, und die Schrift “Jesus von Nazareth, König der Juden” an seinen Ort genagelt. Der linke Fuß wird gegen den rechten Fuß gepresst, und mit gestreckten Füßen und Zehen nach unten wird ein Nagel durch beide getrieben, die Knie etwas gebeugt. Das Opfer ist jetzt gekreuzigt.Da er langsam mit mehr Gewicht auf den Nägeln in den Handgelenken durchhängt, schießt qualvoller – feuriger Schmerz von den Fingern über die Arme, um im Gehirn zu explodieren, da die Nägel in den Handgelenken Druck auf die mittleren Nerven produzieren. Wenn er sich hochdrückt, um diese dehnende Qual zu vermeiden, stellt er sein volles Gewicht auf den Nagel, der durch die Nerven zwischen den Mittelfußknochen der Füße reißt.
An dieser Stelle tritt ein anderes Phänomen auf. Da die Arme ermüden, fegen große Wellen von Krämpfen über die Muskeln, um sie in tiefe, erbarmungslos klopfende Schmerzen zu verknoten. Mit diesen Krämpfen kommt die Unfähigkeit, sich selbst hochzudrücken. An seinen Armen hängend, sind die pektoralen Muskeln gelähmt, und die intercostalen Muskeln sind außerstande, sich zu bewegen. Luft kann in die Lungen gezogen werden, aber kann nicht ausgeatmet werden. Jesus kämpft, um sich anzuheben, um sogar einen kurzen Atem zu bekommen. Zuletzt baut sich Kohlenstoffdioxid in den Lungen und im Blutstrom auf, und die Krämpfe klingen teilweise ab. Krampfartig ist er in der Lage, sich zu drücken, um auszuatmen und den Leben bringenden Sauerstoff einzuatmen. Es war zweifellos während diese Zeit, dass er die sieben kurzen Sätze äußerte, die aufgezeichnet sind:
Der ERSTE, auf die römischen Soldaten hinuntersehend, die Würfel um sein nahtloses Kleidungsstück warfen, “Vater, verzeih ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun”. Lu 23:34
Der ZWEITE zum reuigen Dieb “Heute sollst du mit mir im Paradies sein”. Lu 23:43
Der DRITTE, hinuntersehend auf den voller Kummer erschreckten jugendlichen Johannes (den geliebten Apostel), er sagte “Siehe deine Mutter” und auf Maria, seine Mutter sehend “Frau, siehe deinen Sohn”. Joh 19:26,27
Der VIERTE Schrei ist vom Anfang des 22. Psalms, “Mein Gott, mein Gott warum hast Du mich verlassen?” Ps 22:1 Mt 27:46 Mk 15:34
Stunden dieses grenzenlosen Schmerzes, Zyklen sich zu verdrehen, Krämpfe durch ausreißende Gelenke, intermittierende Teilerstickung, glühender Schmerz, wenn das Gewebe von seinem verletzten Rücken abgeschunden wird, da er sich hinauf und hinab gegen das grobe Holz bewegt. Dann beginnt eine weitere Qual. Ein zutiefst auspressender Schmerz tief im Brustkorb, als das Pericardium sich mit Serum füllt und langsam beginnt, auf das Herz zu drücken.
Lasst uns nochmals an den 22. Psalm denken: “Ich bin wie Wasser ausgeschüttet, und alle meine Knochen sind ausgerenkt”; mein Herz ist wie Wachs; es ist in der Mitte von meinen Gedärmen geschmolzen”. Ps 22:14
Es ist jetzt fast vorbei – der Verlust an Zellstoffflüssigkeit hat eine kritische Ebene erreicht, das zusammengepresste Herz kämpft, um schweres, dickes, schleppendes Blut in die Gewebe zu pumpen, die gefolterten Lungen machen eine rasende Anstrengung, in kleinen Schlucken von Luft zu keuchen. Die merklich dehydrierten Gewebe senden ihre Flut von Reizen zum Gehirn.
Jesus keucht seinen FÜNFTEN Schrei, “Mich dürstet”. Lassen Sie uns an einen anderen Vers vom prophetischen 22. Psalm erinnern: “Meine Kraft ist wie eine Scherbe ausgetrocknet; und meine Zunge klebt an meinem Gaumen; und Du hast mich in den Staub des Todes gebracht”. Ps 22:15
Ein in Posca getauchter Schwamm, der billige, saure Wein, der das Hausgetränk des römischen Legionärs ist, wird zu seinen Lippen hochgehoben. Er nimmt anscheinend nichts von der Flüssigkeit. Der Körper von Jesus ist jetzt in Extremen, und er kann fühlen, wie die Frische des Todes durch seine Gewebe schleicht. Diese Erkenntnis bringt sein SECHSTES Wort heraus, möglicherweise nur wenig mehr als ein gefoltertes Geflüster: “Es ist vollbracht.” Joh 19:30
Sein Auftrag der Sühne ist beendet worden. Zuletzt kann er seinem Körper erlauben, durch freiwilliges Entlassen seines Geistes zu sterben. Mt 27:50
Mit einer letzter Woge der Stärke drückt er noch einmal seine zerrissenen Füße gegen den Nagel, richtet seine Beine auf, nimmt einen tieferen Atem und äußert seinen SIEBTEN und letzten Schrei: “Vater, in Deine Hände begebe ich meinen Geist”. Luk 23:46
Den Rest kennen Sie. Damit der Sabbat nicht entweiht wird, baten die Juden darum, dass die verurteilten Männer abgenommen und von den Kreuzen entfernt werden. Die übliche Methode dafür, eine Kreuzigung zu beenden, war ” crura fracta “, das Brechen der Beine. Dies hinderte das Opfer daran, sich hochzudrücken; die Spannung konnte nicht von den Muskeln des Brustkorbs befreit werden, und rasche Erstickung trat dann ein. Die Beine der zwei Diebe wurden gebrochen, als sie aber zu Jesus kamen, sahen sie, dass dies unnötig war.
Anscheinend um mit dem Tod doppelt sicher zu gehen, stieß der Legionär seine Lanze durch den fünften Zwischenraum zwischen den Rippen, durch das Pericardium in das Herz. “Und es kam sogleich Blut und Wasser heraus”. Joh 19:34 Auf diese Art gab es eine Flut wässeriger Flüssigkeit von dem Sack, der das Herz umgibt, und Blut vom Inneren des Herzens. Wir haben deshalb postmortem ziemlich überzeugende Beweise, dass unser Herr nicht den üblichen Kreuzigungstod durch Erstickung starb, sondern an Herzstillstand durch Schock und eine Einengung des Herzens durch Flüssigkeit im Pericardium.
Auf diese Art haben wir einen Blick vom Inbegriff des Bösen gesehen, welche der Mensch gegen den Menschen zeigen kann – und gegen Gott. Dies ist keine freundliche Sicht und neigt dazu, uns niedergeschlagen und deprimiert werden zu lassen. Wie dankbar können wir sein, dass wir als Folge einen Blick von unendlichem Erbarmen Gottes gegen den Menschen haben – das Wunder von der Sühne und der Erwartung des Ostermorgens!
“Denn Christus ist, als wir noch kraftlos waren, zur bestimmten Zeit für Gottlose gestorben. Denn kaum wird jemand für einen rechtschaffenen Mann sterben: doch für einen guten Mann möchte vielleicht jemand zu sterben wagen. Aber Gott erweist seine Liebe gegen uns darin, dass Christus, als wir noch Sünder waren, für uns gestorben ist.” Römerbr. 5:6-8
(© Deutsch von W.Giolda 1996
Textlich unveränderte Weiterverbreitung erlaubt.)

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