Der Krieg in der Ukraine dauert jetzt nicht ein Jahr, sondern schon acht Jahre.

Ich frage mich, warum Menschen, die für Friedensverhandlungen zwischen der Ukraine und Russland sind, automatisch als Putin Freunde und/oder Russlandversteher eingestuft werden. Was hat der Wunsch, sich dafür einzusetzen, nicht Tag für Tag Menschenleben zu verbraten, mit einem Verständnis für Russland oder gar einer Neigung zu Putin zu tun? Ich bin auch für Frieden im Jemen, bin ich deshalb ein MbS-Versteher? Ich bin auch für Frieden in Syrien, bin ich dann automatisch ein Assad- Versteher? Wie engstirnig ist eigentlich die Denkweise dieser Menschen, dass sie das alles in Menschen implizieren, die einfach niemandem einen gewaltsamen Tod wünschen? Brasilien, Indien, Südafrika, China, Indonesien, Pakistan, Bangladesch, Vietnam, Mongolei, Türkei, Saudi- Arabien …… sind für die schnelle Aufnahme von Verhandlungen zwischen den Kriegsparteien.Der Krieg dauert nun schon über acht Jahre. Vor kurzem wurden folgende Zahlen veröffentlicht: die Auseinandersetzung hat bisher rund 240.000 Opfer gefordert: ca. 100.000 ukrainische Soldaten, ca. 100.000 russische Soldaten und ca. 40.000 zivile Opfer. Weiterhin ist die Zerstörung der Ukraine gigantisch. Drohnenvideos zeigen völlig zerstörte Städte, deren Aufbau Generationen in Anspruch nehmen wird. Weiterhin wird die militärische Situation von Experten als Patt-Situation geschildert. Der personelle und materielle Verlust für ein paar Kilometer Landgewinn kennt keine Grenzen. Erinnerungen an die menschenverachtende Schlacht von Verdun im 1. Weltkrieg werden wieder wach. Auch weitere Waffenlieferungen werden daran nichts ändern. Wir brauchen dringend eine neue Strategie!! Appell: wir müssen uns  verstärkt für einen Waffenstillstand einsetzen. Dieser Irrsinn ist so nicht mehr verantwortbar und muss ein Ende finden. Außerdem mehren sich die Anzeichen für eine zunehmende, unkontrollierbare Eskalation. Kommt doch bitte mal runter von der Schwarz-Weiss-Malerei, lest alle mal wieder wie Jesus über Krieg gedacht und geredet hat.

Jesus selbst nimmt den Gedanken, den Frieden zu suchen und ihm nachzujagen, auf und verbindet ihn mit einer genialen Zusage. Bei ihm heißt es: „Glückselig sind die, die Frieden stiften. Denn sie werden Kinder Gottes heißen.“ (Matthäus 5,9)

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