Der Preis für dich

Ich staune über Jessu.

ali

3 Vögel

In einer kleinen englischen Stadt lebte ein Pastor namens George Thomas. Am Ostersonntag kam er zum Gottesdienst und brachte einen alten, verrosteten Vogelkäfig mit. Er stellte ihn auf der Kanzel ab. Einige der Gottesdienstbesucher rümpften schon die Nase, und wie um ihnen zu antworten, begann Pastor Thomas seine Rede:

"Liebe Gemeinde,

ich machte gestern einen Spaziergang durch die Stadt, als ich auf einen jungen Mann stieß, der diesen Vogelkäfig bei sich hatte. Auf dem Boden des Käfigs saßen drei wilde Vögel, die vor Kälte und Angst zitterten. Ich hielt den Jungen an fragte: "Was hast Du da in dem Käfig?"

"Nur ein paar alte Vögel," war die Antwort.

"Und was willst Du mit denen anstellen?" fragte ich.

"Ich nehme sie mit nach Hause und habe meinen Spaß mit ihnen," antwortete er. "Ich werde sie ein bißchen ärgern und ihnen die Federn auszupfen, um sie dazu zu bringen, gegeneinander zu kämpfen. Ich sage Ihnen, das wird ein Spaß!"

"Aber früher oder später verlierst Du die Lust an ihnen. Was dann?"

"Ach, dann sind da meine Katzen. Sie lieben Vögel so. Ich werde sie dann ihnen vorsetzen."

Der Pastor schwieg für einen Augenblick.

"Wieviel willst Du für diese Vögel haben, mein Junge?"

"Hey! Nennen Sie sie nicht Vögel. Es sind ein paar dreckige Spatzen, mein Herr. Sie können nicht singen. Und sie sind nicht einmal schön."

"Wieviel?" fragte der Pastor nochmals.

Der junge Mann schaute an dem Pastor hoch, als ob dieser verrückt wäre, und sagte frech heraus: "50 Euro."

George Thomas zog seinen Geldbeutel aus der Tasche und entnahm ihm einen Fünfzigeuroschein. Er legte ihn in die Hand des Jungen.

Wie der Blitz machte sich der Junge davon.

Der Pastor nahm den Käfig auf und trug ihn vorsichtig an den Rand des Ortes. Dort war eine Wiese mit einem großen Baum darauf.

Er setzte den Käfig ab und öffnete die kleine Tür. Vorsichtig brachte er die verängstigten Vögel dazu, einer nach dem anderen in die Freiheit zu fliegen."

Gut, diese Geschichte also war die Erklärung für den häßlichen Vogelkäfig auf der Kanzel. George Thomas war aber noch nicht am Ende. Er sprach weiter:

"Irgendeines Tages vor langer Zeit hatten der Teufel und Jesus Christus ein Gespräch. Satan kam gerade seines Wegs vom Garten Eden, und sein Gesicht glänzte vor Freude und Triumph.

"Mein Herr, gerade eben habe ich mir die ganze Welt mit all ihren Menschen eingefangen. Ich habe ihnen meine Falle gestellt. Und ich benutzte all meine Verschlagenheit. Sie hatten keine Chance gegen mich. Mir ist keiner entgangen."

"Was wirst Du mit ihnen anstellen?" fragte Jesus.

Satan antwortete grinsend: "Oho, ich werden meinen Spaß mit ihnen haben. Ich werde sie lehren, wie man das macht: saufen, rauchen, sich gegenseitig quälen. Und dann werde ich ihnen zeigen, wie man Gewhre erfindet und Bomben – und wie man sich damit so wunderschön umbringen kann. Ich sage Dir, das wird ein Spaß."

"Und was machst Du mit ihnen, wenn Du die Menschen und das alles leid bist?" fragte Jesus.

"Na, dann werde ich sie genüßlich abschlachten," meinte Satan stolz.

"Wieviel willst Du für sie haben?" fragte Jesus Christus.

"Aber Herr, Du willst doch nicht etwas diese vielen Menschen haben. Sie sind allesamt nichtsnutziges Pack. Du willst sie freikaufen, aber dafür werden sie dich nur hassen. Sie werden Dir ins Gesicht spucken, Dich quälen – und schließlich werden sie Dich töten. Komm, Du willst doch nicht etwa dieses Pack haben?"

"Wieviel?" fragte Gottes Sohn nochmals.

Satan schaute Jesus direkt ins Gesicht, und hämisch antwortete er: "Alle Deine Tränen, und all Dein Blut!"

Jesus sagte nur: "Es ist vollbracht!". Dann bezahlte er den Teufel aus."

Der Pastor nahm den Vogelkäfig auf, öffnete dessen kleine Tür und stieg von der Kanzel.

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