Davon zeugt das Neue Testament unbestreitbar. Diese Hoffnung ging jedoch während des dunklen Zeitalters der römisch-katholischen Vorherrschaft weitgehend verloren, und nur ein Bruchteil der Kirche hat sie seit der Reformation wiederentdeckt und am Leben erhalten. Leider geht diese „glückselige Hoffnung“ (Tit 2,13) in der Flut von Ökumene und Irrlehren, die die Gemeinde heute überschwemmt, erneut verloren.
Wir kommen immer wieder auf dieses Thema zurück, denn erstens ist es ein zentrales Thema des Neuen Testaments, das wiederholt bekräftigt, dass Christen „dem lebendigen und wahren Gott dienen… und seinen Sohn aus den Himmeln zu erwarten (1 Thess 1,9–10) „Denn unser Bürgertum ist in den Himmeln, von woher wir auch den Herrn Jesus Christus als Heiland erwarten“ (Phil 3,20; Hebr 9,28). Zweitens wird die Vorstellung, dass sich die Entrückung überhaupt verzögert könnte (post-irgendwas), als etwas dargestellt, das eine böse Wirkung auf diejenigen hat, die diese Idee vertreten: „…wenn jener böse Knecht in seinem Herzen sagt: Mein Herr verzögert sein Kommen; und anfängt, seine Mitknechte zu schlagen und mit den Trunkenbolden zu essen und zu trinken…“ (Mt 24,48-49). Drittens weist die Bibel darauf hin, dass nichts eine so starke motivierende und reinigende Wirkung auf Christen hat wie die Hoffnung auf eine bevorstehende Entrückung: „Und jeder, der diese Hoffnung zu ihm hat, reinigt sich selbst, gleichwie er rein ist.“ (1 Joh 3,3).
Nehmen wir die bevorstehende Wiederkunft Christi ernst! Wie tragisch, dass gerade wir, die wir behaupten zu glauben, Christus könne jeden Augenblick wiederkommen, diese Hoffnung durch unser Leben so oft verleugnen. Das bedeutet nicht, dass wir kein Haus bauen oder keine Pläne für geschäftliche oder gemeindliche Aktionen schmieden – aber wir halten solche Dinge nicht für das Wichtigste. Unser wahres Interesse gilt dem Himmel, unsere Sehnsucht ist es, bei Christus zu sein, und unsere Leidenschaft ist es, für ihn zu leben und Zeugnis abzulegen, Seelen zu gewinnen, in dem Wissen, dass er jeden Moment kommen könnte. Möge diese gesegnete und herrliche Hoffnung unser Leben verwandeln! Maranatha!
Dave Hunt
