Die größten Punks sind die größten Kapitalisten.

Punkbands sind von Beruf "Dagegen, egal gegen was, aber im Prinzip dagegen" ist, dann muss man auch schon mal gegen den bösen Onkel Bush, die Kirche, die Nazis oder gar die Polizei sein und auch gegen den alten Pontifex.Bedenke, ihre "Ich-bin-dagegen"-Einstellung bringt ihnen letztlich die benötigten Plattenverkäufe, die sie für ihr privates Spießerleben dringend benötigen.Villen, Eigentumswohnungen, Versicherungen gegen jeden Tod und Teufel und die Mitgliedschaft im örtlichen Golf-Club bezahlen sich halt nicht von selbst.
Schade um die Kids und treuen Fans, die sich solche Möchtegern-Revoluzzer als Vorbilder nehmen und ihren Lügenliedern auch noch Glauben schenken.
Aber auch beim Punk geht der Trend hin zur Eigentumswohnung und zum ungezügelten Kapitalismus.
Beispiel 1:
Farin Urlaub schwärmt vom Kapitalismus
Eine Zeitung meldet:"Ein Punk auf Abwegen: Farin Urlaub hat seine anarchistischen Fans überrascht. Der Frontmann der Punk-Band "Die Ärzte" hat sich ungewohnt positiv über das kapitalistische Wirtschaftssystem geäußert."Ärzte"-Sänger Farin Urlaub hat für einen gerechten Kapitalismus plädiert. Er sagte laut der Tageszeitung "Mannheimer Morgen", er empfinde keine Schadenfreude über das Straucheln des kapitalistischen Systems in der Finanzkrise. Auf seinen Reisen durch 107 Länder habe er gesehen, dass eine wirklich kapitalistische Gesellschaft "ohne die bei uns eingebauten Ungerechtigkeiten" fantastisch wäre.
"Wir haben ja genug Diktaturen erlebt, auch gut gemeinte. Keine hat funktioniert", sagte der Sänger. "Und der kapitalistische Grundgedanke ist eigentlich famos: Tue etwas ganz besonders gut, und du wirst dafür belohnt. Wenn man da den Umweltgedanken geschickt integriert, hat man ein fast perfektes System."
Beispiel 2:
Die Toten Hosen.Sie haben sich im gleichen Jahr gegründet, in dem Kohl Kanzler wurde. Campino sang damals gegen die Atomkraft in Wackersdorf, trat bei Demonstrationen gegen die Asylrechtsverschärfung auf der Bonner Hofgartenwiese auf und heimlich in Ost-Berlin. Und als 1988 in Duisburg-Rheinhausen das Krupp-Stahlwerk schließen sollte und es zu Massenprotesten kam, reiste Campino mit den Toten Hosen an, ein damals 25-jähriger Punk. Er hatte sich mit Kugelschreiber einen Text auf den Arm notiert, den er erstmals singen wollte, in dem sich "Korruption" auf "Union" reimte.Was macht er heute für Opel? Der ehemalige Anführer der "Opelgang" lässt sich lieber auf dem Rücksitz einer Audi-Limousine durch seine Millionärswelt fahren."In aller Stille" nennt er die neue Platte.Campino ist so berühmt wie Bohlen, Gottschalk und Harald Schmidt. Seine Band "Die Toten Hosen" dominieren in den Charts.Einige Stücke ihres 19. Albums in 26 Jahren Bandgeschichte heißen "Angst", "Auflösen" oder "Pessimist". Sie handeln von seiner Verunsicherung, seiner Sehnsucht nach Ehrlichkeit und dem Verlust von Träumen.Im zweiten Lied dieser Platte singt Campino: "Andauernd macht man mir / Denselben Vorwurf / Ich ließe mich in letzter Zeit so gehen / Ich wär angeblich ausgebrannt / Und total abgefuckt", um dann im Refrain zu antworten: "Auch wenn niemand mir das glaubt / Innen ist alles neu / Ich seh nur von außen scheiße aus / Aber innen ist alles neu." Es geht ihm um dieses "Innen", es geht ihm nicht mehr um Weltveränderung und Weltverbesserung, es geht um seinen millionenschweren,von Depressionen geplagten Punkerarsch. Sein Traumwelt ist geplatzt. Vielleicht kann ihm sein Bruder helfen,der ist heute einer der renommiertesten Insolvenzanwälte in Deutschland und wickelt gerade die Lehman-Bank ab.Danach kann er sich ja um Campino kümmern, dessen Punkerleben am Luxus und an seinen Millionen gescheitert ist.

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