Die Reichen brauchen kein Kleingeld. Deshalb wollen sie es abschaffen. Die Armen leben vom Kleingeld. Was jetzt?

Martin Luther (1483-1546): “Wer den Pfennig nicht achtet, der wird keines Guldens Herr.”

Was hätte die arme Frau in dieser Bibelgeschichte gemacht? Wahrscheinlich würde sie heute zu den alten und armen Flaschensammlern gehören, die unsere Abfälle durchsuchen, damit sie ein paar Pfennige zu ihrer kargen Rente dazu bekommen. Diese meist älteren Mitbürger sind ganz kleinem Geld, Pfennigen, aufgewachsen. Sich haben lernen müssen, den Pfennig zu achten. Für die EU-Kommission, die jetzt die Cent-Münzen abschaffen will – als wären sie unnütz wie ein Kropf, spielen diese Menschen keine Rolle. Für Jesus schon. Jesus hatte sich im Tempel hingesetzt, um zu beobachten wie viele Menschen kamen, um etwas von ihrem Besitz für den Erhalt des Tempels zu geben. Dazu waren im Vorhof der Frauen 13 verschiedene Opferkästen aufgestellt worden, um die Spenden und Opfergaben zielgerichtet einlegen zu können. Die Zahl 13 gehört im Judentum zu den Zahlen von Bedeutung. Buchstaben haben nämlich einen Zahlenwert und die 13 steht für „Liebe“ (Ahava) und „Der Eine“ (echad). Und man beruft sich auf 13 göttliche Eigenschaften. Einer dieser 13 Behälter ist für freiwillige Gaben vorgesehen

Bei der Menge der Leute kamen Reiche und Arme, solche die wohlhabend waren und es verschmerzen konnten, von ihrem Reichtum etwas abzugeben.

Der Herr Jesus sah nicht nur, wer etwas in den Opferkasten einlegte, sondern auch wie die Gaben eingelegt wurden. Er sieht unser Herz. Er erkannte die Motive und den Antrieb der Menschen. Er sah das Herz dieser Frau. Die EU-Kommission sieht das nicht. Sie plant eh das Bargeld ganz abzuschaffen. Jetzt fängt sie damit an. Es geht um die totale Überwachung der dummbackenen Brot-Spiele-Konsum-Bürger. Wie wunderbar, dass es Jesus gibt, der diese Frau und ihre kleine Gabe würdigt.

„Er blickte aber auf und sah die Reichen ihre Gaben in den Schatzkasten legen. Er sah aber auch eine gewisse arme Witwe zwei Scherflein daselbst einlegen. Und er sprach: In Wahrheit sage ich euch, dass diese arme Witwe mehr eingelegt hat als alle. Denn alle diese haben von ihrem Überfluss eingelegt zu den Gaben [Gottes]; diese aber hat von ihrem Mangel den ganzen Lebensunterhalt, den sie hatte, eingelegt.“ (Lk 21,1-4)

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