“Martin wurde um 316 als Sohn eines römischen Tribuns in der römischen Provinz Pannonien (heutiges Ungarn) geboren und wuchs in Italien auf. Mit 15 ging er zum Heer, wo er bald Offizier wurde. Bereits zu dieser Epoche soll er wegen seiner Mildtätigkeit und Hilfsbereitschaft aufgefallen sein. Aus dieser Zeit stammt auch die berühmte Legende, nach der Martin mitten im Winter vor den Toren Amiens (Frankreich) auf einen frierenden Bettler gestoßen sein soll und ihm die Hälfte seines Mantels schenkte, indem er diesen mit seinem Schwert teilte. Anschließend soll ihm der Bettler im Traum erschienen sein und sich als Jesus Christus zu erkennen gegeben haben.” Kalender.org
Peter Hahne entrüstet sich über den oft veränderten oder übersehenen Martinstag:
“Heute wäre doch die Gelegenheit, Leben, Wirken und Botschaft von Sankt Martin hervorzuheben und dem kapitalistischen Allotria um den Singles Day eine klare Absage zu erteilen. Doch selbst protestantische Bischöfe haben keinerlei Interesse, den Reformationstag zu „retten“, erst vor elf Tagen sang- und klanglos begangen. Dabei ist die Botschaft Martin(!) Luthers doch selbst im politischen Raum heute wichtiger denn je: Dem Volks aufs Maul schauen…. Dieser ganze Corona-Irrsinn zum Beispiel , wie ihn die heutige BILD-Zeitung exakt mit medizinischen Daten belegt, wäre nach Luthers Motto so nicht möglich.
Das Witzige: diese Singles Day-„Tradition“ kommt aus dem China der 1990er Jahre! China! Die Online-Shops lassen grüßen. Auch der Nikolaus ist weithin verschwunden in unseren Breiten. Selbst das liebliche Christkind hat ausgedient. Die heutzutage bekannte Figur des Santa Claus gibt es seit 1931, zum Leben erweckt vom Künstler Haddon Sundblom. Er gab dem Weihnachtsmann seinen freundlichen Gesichtsausdruck, den weißen Bart, und kleidete ihn in Coca-Cola-Rot. Pure Werbung für die inzwischen meist getrunkene Limonade des Globus. Was der Kommunismus nicht schaffte, besorgt der Kapitalismus: die totale Ausrottung und Kommerzialisierung ehemals christlicher Traditionen. Die Jahresendflügelfiguren von Margot und Erich brachten es nicht fertig, in die deutsche Sprache (und Kultur) einzudringen, geschweige denn nachhaltig zu wirken. Dafür bedurfte es erst sogenannter Demokratien (Herrschaft des Volkes, und nicht: über das Volk), meist regiert von zwei Parteien mit dem „C“ im Namen, um Holloween, Singles Day oder Lichtermärkte in deutsche Hirne zu implantieren. Armes Deutschland.
Peter Hahne/kath.net
