Dieses kleine Buch und seine Gedanken haben einem Widerstandskämpfer des 20. Juli Kraft und Mut gegeben.

Auszug aus Gedanken sind Kräfte
Auszug aus „Gedanken sind Kräfte“

Quelle: Wallstein Verlag

„Am 1. August, dem Tag seiner Verhaftung, hat er das Bibelwort aus 2. Timotheus 4, Vers 7 kräftig angestrichen. Es lautet: „Ich habe einen guten Kampf gekämpft, ich habe den Lauf beendet, ich habe Glauben gehalten.“ Dazu merkt Günther Smend an: „Der Spruch des 1.8. schien mir so gut zu passen für mich.“ An anderer Stelle hat er den Satz unterstrichen: „Nur ein Übel ist unheilbar, wenn der Mensch sich selbst aufgibt“ und kommentiert: „Das habe ich gewiss nicht getan.“

Auch für die Kinder hinterlässt Smend eine Nachricht. Im Studium dieses Büchleins „in seelisch höchster Not“ habe er den Weg zu Gott gefunden. Auch seine Kinder sollen in diesem Glauben aufwachsen „und wissen, dass ihr Vater seinen Trost in ihm fand“.

Seine Frau hat diesen Wunsch ganz wörtlich genommen. Die Tauf- und Konfirmationssprüche der Kinder wie auch die der Enkel stammen aus „Gedanken sind Kräfte“. Sie hat auch für ihre drei Kinder drei identische Exemplare des Buches gekauft, dieselben Stellen unterstrichen wie ihr Mann und seine Bemerkungen aus Sütterlin in die moderne Schrift übertragen – per Hand wie er.

Deshalb ist das Buch für Axel Smend mehr als nur eine Erinnerung an den Vater. Es ist eine Hinterlassenschaft. Nicht nur Taten, auch Gedanken würden der Nachwelt Rückhalt geben, „um in ihnen selber Trost und Zuversicht zu finden“, sagt er.“ /www.welt.de/geschichte/a…-in-der-Gestapo-Haft.html

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