Durchs Kreuz gerettet. Eine Geschichte aus der Ahrweiler-Flut.

14.07.2021, ungefähr 18 Uhr in Ahrweiler. Der Vize-Wehrführer Friedhelm Jakobs warnt mit Lautsprecherdurchsagen die Bevölkerung vor einer gefährlichen Flut. Als er später zum Gerätehaus der Feuerwehr zurückkehrt, steht er schon knietief im Wasser der Ahr. Und es steigt rasend schnell. Die Feuerwehrleute klettern darum auf eine 2,50 Meter hohe und 60 cm breite Friedhofsmauer und wähnen sich in Sicherheit.Doch die Flut sprengt nicht nur das Vorstellungsvermögen, sondern auch die Friedhofsmauer! Jakobs wird von der schäumenden Flut weggerissen. Einer seiner Kollegen schafft es, sich in eine Baumkrone zu hangeln, während Jakobs den Ast des Baumes ergreift, sich aber nicht hochziehen kann. Als ihn die Kraft verlässt, wirft er sich auf ein großes Kantholz im Wasser. Die Flut treibt ihn weiter. Sein Kollege zückt rasch eine Taschenlampe und strahlt in seine Richtung: Im Lichtkegel der Lampe sieht Jakobs ein steinernes Grabkreuz, das über 100 Jahre vorher für Albert Kreuzberg aufgerichtet worden war. Auf dieses Kreuz klettert der durchnässte Feuerwehrmann und umklammert es stundenlang – bis endlich im Morgenlicht ein Amphibienfahrzeug der Bonner Feuerwehr auftaucht und die Schreckensnacht für ihn ein glückliches Ende findet. Jakobs weiß: Das alte Kreuz hat mein Leben gerettet.Als ich Jakobs Geschichte hörte, musste ich sofort an den oben zitierten Bibelvers denken: Wer glaubt, dass Jesus Christus am Kreuz für Sünder gestorben ist, der wird gerettet von dem Zorn Gottes, dem kein Mensch standhalten kann. Das ist die beste Nachricht, die man in dieser dunklen Welt hören und glauben kann. Wer dieses Wort vom Kreuz jedoch für dummes Gerede hält, wird verloren gehen. Das ist die Botschaft der Bibel.

Das Wort vom Kreuz ist denen, die verloren gehen, Torheit; uns aber, die wir errettet werden, ist es Gottes Kraft. 1. Korinther 1,18

(Aus Kalender “Timekeeper”)

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