es gibt Gott!!!!!!

   
 es gibt ihn. 
 
Statt an Gott zu glauben, kann man ihn doch auch anzweifeln, leugnen oder ausblenden. – Oder etwa nicht? Ja, kann man; und viele machen das auch. Nur wird der Freiraum, der so entsteht, im Handumdrehen von anderen Glaubenssystemen gefüllt. Deren Erfolg ist fragwürdig.

Man kann Gott anzweifeln. Ob es ihn gibt oder nicht, ist für so einen Menschen eine offene Frage. Er ist sich darüber noch nicht klar geworden und zweifelt an seiner Existenz. Auch das ist eine Glaubenshaltung, eine Einstellung Gott gegenüber. Sie nennt sich Agnostizismus, wörtlich „das Nichtwissen“. – Ist es ein Nichtwissen aus Bequemlichkeit oder aus Not? Zweifeln hat auch seine scheinbar beruhigenden Seiten. „Was ich nicht weiss, macht mich nicht heiss“, und solange Gott für einen nicht existiert, ist man ihm auch keinerlei Rechenschaft schuldig.

Agnostizismus: wenn der Zweifel nagt
Ernster zu nehmen sind dagegen diejenigen Agnostiker, die weiterkommen wollen und sich nicht mit einem Lächeln oder Achselzucken zufriedengeben. Wenn der Zweifel dazu führt, dass der Betreffende das Christentum und die Aussagen der Bibel gewissenhaft prüft, dann ist schon sehr viel gewonnen. Denn Agnostizismus ist kein Grund, den christlichen Glauben abzulehnen, sondern ihn umso genauer zu untersuchen.

Atheismus: wenn sich die Hypothese Gott erübrigt
Man kann Gott auch leugnen. Alles, wofür er bisher „zuständig“ war, lässt sich auch ganz anders erklären und regeln. „Ich brauche diese Hypothese nicht“, hat der französische Philosoph Voltaire seinem König erklärt, als dieser ihn gefragt hatte, wo in seinem System denn Gott vorkäme. Viele Zeitgenossen heute „brauchen diese Hypothese nicht“ – sagen sie jedenfalls. Sie haben für sich eine andere Glaubensentscheidung gefällt und sammeln dafür nun Gründe. Allerdings kann es anstrengender sein, Gott zu leugnen als ihn anzuerkennen.

Warum aber wird Gott geleugnet? Es kann nackte Verzweiflung sein. In einer persönlichen Not erlebt man einfach nichts von seiner Gegenwart. Gott ist zumindest abwesend. Und wenn er in der Not abwesend ist – wann ist er denn dann überhaupt da? Der Schritt, ihn ganz zu leugnen, ist in so einer Situation sehr klein.

Gott leugnen kann aber auch heissen, dass man bewusst vor ihm flieht und gegen ihn rebelliert. „Ich will mit Gott nichts zu tun haben, ich dulde keinen Herrn über mir – also suche ich mir Argumente dafür, dass es ihn auch nicht gibt.“ Einmal abgeschafft, stört er auch nicht mehr. Die Bibel beschreibt die Atheisten allerdings mit wenig schmeichelhaften Worten: „Die Toren sprechen in ihrem Herzen: Es gibt keinen Gott“ (Psalm 14,1).

Humanismus: wenn der Mittelpunkt sein Ziel verliert
Der Humanist schliesslich blendet Gott einfach aus. Ob es ihn gibt oder nicht, diese Frage interessiert ihn schon gar nicht mehr. Der Mensch ist ja in der Lage, seine eigenen Probleme selbst zu lösen. Er ist prinzipiell gut. Wo noch Böses herrscht, hat sich das Gute nur noch nicht weit genug entfaltet. Vorhanden wäre es ja. Der Mensch steht im Mittelpunkt aller Überlegungen. Es gilt, ihn zu seiner vollen Grösse und Erfüllung zu bringen.

Tatsächlich, der Humanismus nimmt den Menschen ernst und hat deshalb sehr viel Gutes hervorgebracht. Nur steht er auf äusserst wackligen Beinen. Er konnte sich nur so lange etablieren, wie er das Christentum noch voraussetzen konnte. Ohne dem Christentum im Hintergrund bricht er in sich zusammen.

Gott: wenn Worte Leben bringen
Wie ist das zu verstehen? Eine „Höherentwicklung“ ist nur dann möglich, wenn es eine Richtung nach oben überhaupt gibt. Woher sollte ich wissen, was höher und was wirklich erstrebenswert ist, wenn ich den Maßstab nur in mir selbst habe? Die Werte eines anderen Menschen weisen vielleicht in eine ganz andere Richtung. Wohin sollte ich mich also entwickeln? Was ist für eine ganze Gesellschaft erstrebenswert? Waren die Nazis im Recht oder die Juden? Zwei Wertesysteme nebeneinander. Was ist oben, was unten? Humanismus ohne Gott ist nicht Hoffnung, sondern die Auflösung der Werte, Verzweiflung.

Ja, man darf Gott anzweifeln, leugnen oder ausblenden. Er lässt es sich gefallen. Aber diese Haltungen helfen einem nicht dabei, sein Leben zu bewältigen. Dafür ist eine Einstellung nötig, die Gottes Worte annimmt und aufnimmt. „Denn es ist kein leeres Wort für euch, sondern es ist euer Leben, und durch dieses Wort werdet ihr euer Leben verlängern“ (5. Mose 32,47).
 

 
 
 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.