Das Übel der Neuzeit ist, dass der Mensch nicht mehr Wahrheit und Lüge,
Gut und Böse unterscheiden kann, weil er einen absoluten Gott mit einer
absoluten Offenbarung ablehnt. Der Mensch befindet sich daher heute
"unterhalb der Linie der Verzweiflung", von wo aus ihm entweder nur der
Sprung in den Mystizismus, Irrationalismus und die Anarchie bleibt –
oder die Umkehr zum lebendigen Gott mit seinen guten Ordnungen. Zwar
befindet sich der Mensch immer in einem Erkenntnisprozess und sein
Wissen bleibt Stückwerk (1. Kor 13,9), aber Gott will ihm doch das
Heilsnotwendige und das, was für ein geheiligtes (durch die
Gemeinschaft mit Gott erneuertes) Leben unabdingbar ist, eindeutig zu
erkennen geben.
