Dr. Friedrich Wilhelm Baedeker, Evangelist, Erweckungsprediger und Missionar (1823 – 1906) bereiste als Bote Gottes weite Teile Russlands. Im Winter besuchte er einmal die Bewohner eines Dorfes im Bergland von Armenien. Von dort wanderte er mit seinem Führer und Dolmetscher weiter durch die Schneewüste, Als es schon zu dunkeln anfing, erkannte der Führer, dass sie den Weg verloren hatten und in die Irre gingen. Er jammerte: „Wir sind verloren! Bis zum Morgen kommen wir um vor Kälte. Ich sehe die Heimat nicht wieder!“ Dr. Baedeker beruhigte ihn: „Dann wollen wir hier auf der Stelle niederknien und den himmlischen Vater alles sagen.“ – Er betete: „Vater, wir können nicht umkommen; denn wir sind allezeit in deiner Hand und unter dem Schatten deiner Flügel. Du kennst unseren Weg. Sende uns Hilfe in unserer Not und führe uns an einen sicheren Ort!“
Noch während er betete, hörten die beiden Hundegebell in der Ferne. „Das ist die Antwort des Vaters“, rief der Glaubensmann. Sie folgten der Richtung aus der das Gebell kam, und standen nach einiger Zeit – es war schon stockdunkel – vor einem Tatarenlager,
Andre Zuflucht hab ich keine,
hilflos schmieg ich mich an dich;
lass, o lass mich nicht alleine,
hebe, Herr, und stärke mich.
Nur zu dir steht mein Vertrauen,
dass kein Übel mich erschreckt,
mit dem Schatten deiner Flügel
sei mein wehrlos Haupt bedeckt.
(Charles Wesley)
