Im Jahr 1830 sollte ein Mann namens George Wilson gehängt werden. Doch der Präsident Andrew Jackson sandte ihm die Begnadigung. Der Gefangene wollte sie aber – zu Überraschung aller! – nicht akzeptieren. Was nun? Was sollte jetzt geschehen? Der Oberrichter Marshall urteilte, dass man eine Begnadigung auch annehmen müsse, sonst sei sie wirkungslos. Also wurde der Mann gehängt.
Gott bietet seine Gnade allen Menschen an, er will sie retten vor dem ewigen Gericht. Doch, wie überraschend, wie unfassbar, viele lehnen diese Gnade einfach ab .
„Gott hat in seiner Souveränität beschlossen, dass der Mensch die Freiheit haben soll, moralische Entscheidungen zu treffen; und der Mensch hat diesen Beschluss von Anfang an erfüllt, indem er die Wahl zwischen Gut und Böse traf. Wenn er sich für das Böse entscheidet, widersetzt er sich damit nicht dem souveränen Willen Gottes, sondern erfüllt ihn; denn der ewige Ratschluss legte nicht fest, wie sich der Mensch entscheiden sollte, sondern dass er die Freiheit haben sollte, diese Entscheidung zu treffen. Wenn Gott in seiner absoluten Freiheit beschlossen hat, dem Menschen eine begrenzte Freiheit zu gewähren, wer könnte ihn dann aufhalten oder fragen: „Was tust du da?“ Der Wille des Menschen ist frei, weil Gott souverän ist. Ein Gott, der nicht vollkommen souverän wäre, könnte seinen Geschöpfen keine moralische Freiheit verleihen. Er würde davor zurückschrecken.“ “Knowledge of the Holy” von A.W. Tozer (1897 – 1963)
