Gibt es ein „Schwulen-Gen“ oder „Lesben-Gen“?

Umwelt oder Erbgut? Gibt es ein „Schwulen-Gen“ oder „Lesben-Gen“? Schon lange diskutieren Wissenschaftler über die genetischen Einflüsse für Homosexualität, in Studien war dies immer wieder Gegenstand. Eine aktuelle Untersuchung kommt nun zu einem eindeutigen Ergebnis.

Das Erbgut eines Menschen gibt keine Auskunft über seine sexuelle Orientierung. Das schließt ein internationales Forscherteam aus der mit Abstand größten Studie zu genetischen Einflüssen auf Homosexualität. Zwar fanden die Wissenschaftler in der Untersuchung an fast 500.000 Menschen fünf genetische Merkmale, die bei Menschen mit homosexueller Erfahrung eher auftreten. In der Gesamtheit erkläre dies aber nur einen kleinen Bruchteil des sexuellen Verhaltens, schreibt das Team um Andrea Ganna vom Center for Genomic Medicine am Massachusetts General Hospital in Boston im Fachblatt „Science“. ….Die Soziologin Melinda Mills von der Oxford University schreibt in einem „Science“-Kommentar, aus den fünf Genvarianten könne man keinen Rückschluss auf die Sexualität ziehen: „Ganna und Kollegen haben herausgefunden, dass die von ihnen isolierten Genorte weniger als ein Prozent des gleichgeschlechtlichen Sexualverhaltens von Individuen vorhersagen.“ Es sei damit ausgeschlossen, diese Ergebnisse für Vorhersagen oder gar Interventionen zu benutzen.

Zudem schränkt Mills ein, dass die Datensätze nur von Menschen europäischer Abstammung in wohlhabenden westlichen Ländern abgeleitet seien. Darüber hinaus seien die Teilnehmer eher älter gewesen, die meisten im Alter von 40 bis 70 Jahren. Die Studie deute darauf hin, dass komplexes Verhalten kleine, wahrscheinlich poligenetische Einflüsse habe.

„Diese Studie zeigt deutlich, dass die Erblichkeit sexueller Orientierungen gering ist und man anhand des Erbguts einer Person diesbezüglich nichts ‘ablesen’ kann“, sagt Jan Korbel vom European Molecular Biology Laboratory (EMBL) in Heidelberg, der nicht an der Studie beteiligt war. „Es gibt kein einzelnes Gen, was die sexuelle Orientierung bestimmt – wie vor einiger Zeit fälschlicherweise in einigen Medien kolportiert.“ Die Studie bedeute auch, dass Menschen verschiedener sexueller Orientierung ihr Genom analysieren lassen können, „ohne dass Gefahr besteht, dass dabei ihre Orientierung aufgedeckt werden könnte“. (Focus.de)

Ex-Schwuler Michael Glatze. Früher LGBT-Aktivist, heute glücklich verheiratet und Pastor.

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Michael Glatze mit seiner Frau Rebekah„Ende 2005 sitzt Michael in seinem Büro von «Young Gay America» und schreibt drei Worte auf seinen Monitor: «Ich bin hetero». Das fühlt sich für ihn richtig an. Und so schreibt er weiter: «Homosexualität = Tod. Ich wähle das Leben.» Dann steht er auf und verlässt das Gebäude. Kurz darauf zieht er aus dem Haus aus, in dem er mit seinem Partner Ben und einem anderen Mann eine Dreiecksbeziehung geführt hat, und beendet damit die zehnjährige Beziehung zu Ben. Am Anfang kommen die homosexuellen Anziehungen und Gefühle noch ab und an wieder. Dann greift er auf Meditation zurück. «Anstatt auf die Gefühle zu reagieren, beobachtete ich sie und merkte, dass sie ein Teil meiner eigenen Gebrochenheit waren, nicht Teil meiner Identität. Je mehr ich das machte, desto weniger bekam ich diese Gefühle.» Eine Therapie macht er nicht.“ www.jesus.ch/themen/leben…rheiratet_und_pastor.html

Kommentare

  1. Christina

    Warum es Homosexualität bei Tieren gibt? Nun, ganz einfach, weil durch den Sündenfall des ersten Menschenpaares die gesamte Schöpfung in Mitleidenschaft gezogen wurde. Und zur Schöpfung gehören auch die Tiere. Und nicht nur das, die Schöpfung wurde auch der Vergänglichkeit (dem Tod) unterworfen.
    Ein sehr komplexes Thema. Um da mehr zu verstehen, müssten Sie schon ihre Vorurteile dem christlichen Glauben gegenüber erstmal ablegen. Ich zweifle aber daran (nachdem ich Ihre Kommentare hier schon seit einige Zeit mit verfolge), dass sie das in Betracht ziehen. Oder? Und so wird wohl das meiste für Sie weiterhin im Dunkel bleiben und das was Ali schreibt Böhmische Dörfer. Schade.

    Ich frage mich wirklich, woher bloß ihr großer Zorn auf das Christentum und ihre Verachtung kommt? Hat ihnen irgend ein Christ mal etwas Schlimmes angetan? Oder was gibt es sonst für einen Grund???

  2. Eva

    Stichwort “Pinguine”
    Allen, die an einer sachlichen und ernsthafen Debatte interessiert sind, empfehle ich das Interview mit dem Verhaltensforscher Paul Vasay in der Zeit: “Schwule Tiere – Missbrauch durch Politik” von Bastian Dornbach (https://www.zeit.de/online/2008/22/homosexualitaet-tiere-interview/komplettansicht).

    Vasay erforscht homosexuelle Verhaltensweisen freilebender japanischer Makaken-Weibchen und schrieb das Buch “Homosexual Behaviour in Animals: An Evolutionary Perspective”. (Also kein Verdächtiger, der bibeltreuen Christen nach dem Mund redet.)

    Er mahnt, dass wir mit Tier-Mensch-Vergleichen vorsichtig sein müssen. Als Antwort auf die Frage, ob das nicht recht häufig gemacht werden würde, sagt Vasey: “Ja, wenn jemand ein männliches Pinguinpärchen sieht, wird es vielleicht bei einer Konferenz erwähnt oder als Anekdote in einer Zeitung. Und dann springen die Medien auf dieses Thema an. Die Schlagzeile ist dann: ‘Schwule Pinguine adoptieren Nachwuchs’. Aber das Problem ist, dass es nur eine einzelne Beobachtung ist. Es gibt nur wenige wirklich wissenschaftliche Studien, die über Jahre gehen und einen tiefen Einblick erlauben. Wenn Sie mich also über Pinguine fragen, kann ich nur sagen: Es gibt einfach keine Forschung darüber. Es wird nur viel geredet. Anscheinend weil es das Bedürfnis der Öffentlichkeit erfüllt, zu sagen, dass Homosexualität natürlich ist. Ich denke, die Gemeinschaft braucht das, weil es ihr hilft.”

    Auf die lange Liste von Tierarten gleichgeschlechtlichen Verhaltens angesprochen stellt Vasay fest: ” Das Potenzial für homosexuelles Verhalten ist wohl weit verbreitet. Deswegen ist es aber nicht gleich alltäglich oder üblich. Wenn man diese Liste mit homosexuellen Tieren genau anschaut, stellt man nämlich fest, dass es bei einigen Arten nur einen einzigen beobachteten Fall gibt. Wenn jemand etwa einen Elch sieht, der gerade einen homosexuellen Kontakt hat, dann kommt der mit auf die Liste. Aber das ist nur eine Beobachtung in Tausenden von Stunden.”

    Außerdem sei auch bei einer solchen Beobachtung noch nichts über den Grund für eine solche Verhaltensweise ausgesagt, betont der Verhaltensforscher. Beispielsweise können gleichgeschlechtliche Allianzen helfen, an Futter zu kommen oder Zugang zu Weibchen zu haben.

    Deshalb kritisiert Vasey, dass Homosexuellen-Verbände die Beobachtungen von homosexuellen Verhaltensweisen im Tierreich für ihre politischen Zwecke missbrauchen würden.*

    Und daher kann man auch den Pinguin-Hinweis von Andreas Heinrich als zu oberflächlich und zu kurz gegriffen einordnen, selbst wenn man nicht der Bibel als Gottes Wort vertraut.

    @Andreas Heinrich
    Als Christen, die wir auf die Bibel als Wort Gottes vertrauen, sind wir davon überzeugt, dass Menschen keine evolvierten Tiere sind, sondern im Bilde Gottes geschaffen – als Mann und Frau. Daher haben wir eine besondere Würde von Gott und eine besondere Verantwortung unserem Schöpfer gegenüber. Tiere haben diese Verantwortung nicht.

    Außerdem ist alles, was wir heute in der Schöpfung beobachten, die Beobachtung einer gefallenen Schöpfung – sie ist aufgrund des Sündenfalls des Menschen der Vergänglichkeit und der Sterblichkeit unterworfen. Paulus schreibt im Brief an die Römer, dass “die ganze Schöpfung mitseufzt und mit in Wehen liegt bis jetzt”.

    Als bibeltreue Christen geht es uns also um Gottes Wort. Es geht um Seine Gedanken, die höher sind als unsere menschlichen Gedanken. Und diese Gedanken Gottes möchten wir weitergeben, damit Menschen umkehren zu IHM. Das ist unser Anliegen.

    Und das war der Ausgangspunkt der Debatte:

    Die Frage nach dem gentischen Einfluss auf Homosexualität und die Ergebnisse der aktuellen Studie von Ganna und Team, die zu dem Schluss kommt, dass die Gene nur einen kleinen Bruchteil des sexuellen Verhaltens erklären.

    Als Christen nehmen wir diese Studie zur Kenntnis. Sie deutet darauf hin, dass man nicht homosexuell geboren wird. Punkt.

    Maßgebend ist für uns als bibeltreue Christen die Schrift, die besagt, dass jeder Mensch vor Gott verantwortlich ist – auch für das Ausleben der Sexualtität. (Und in diesem Bereich fehlen wir alle mehr oder weniger.)

    Denn tatsächlich sieht Gott Homosexualität als Sünde an. Genauso ist Unzucht Sünde. Prostitution ist Sünde. Pornografie ist Sünde. Ehebruch ist Sünde. (Und so ist vor den Augen des heiligen, treuen, gerechten Gottes der Gedanke an Ehebruch schon Ehebruch und daher Sünde. Denn Gott sieht das Herz an, nicht nur das, was vor Augen ist. Er kennt uns durch und durch.)

    Und ja: Gott hasst die Sünde. Aber er liebt den Sünder.

    Es gilt die gute Botschaft: Gott rettet Sünder! Jesus nimmt die Sünder an. “Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat.”

    Diese Botschaft gilt den 95% heterosexuellen Menschen, den 4% homosexuellen Menschen und den 1% der Menschen, deren Geschlechtsmerkmale nicht eindeutig ausgeprägt sind. (Diese Zahlen stammen auch nicht gerade von einem Fan der christlichen Botschaft, von Ulrich Kutschera, einem Evolutionsbiologen und missionarischen Atheisten.) Diese Botschaft gilt den vielen Ehebrechern und Unzüchtigen – allen also, die außerhalb der Ehe ihre Sexualtiät leben inklusive der Homosexuellen. Sie gilt allen Stolzen und Hochmütigen, allen Geizigen, allen Habgierigen, allen Betrügern, allen Lügnern, allen Feigen, allen Lästerern, allen Dieben, allen Ungerechten, allen Sündern:

    Jesus nimmt die Sünder an. Jesus vergibt. Er vergibt allen, die von ihrer Sünde umkehren und an IHN und sein Werk glauben.

    Keiner ist ohne Sünde. (Nein, im Gegenteil. Der Mensch sündigt, weil er von Natur aus Sünder ist.) Und die Ehebrecherin, der Ehebrecher, der Unzüchtige und die Unzüchtige – sie gehen nicht verloren, weil sie Sünder sind. Sie gehen verloren, weil sie die Sünde lieben. Weil sie nicht umkehren wollen und die Erlösung in Jesus Christus nicht annehmen wollen. Weil sie ihre Sünde nicht aufgeben wollen, weil sie an der Sünde festhalten. Weil sie Gott nicht Recht geben wollen, nicht einsehen wollen, dass sie auf die Vergebung des gnädigen Gottes angewiesen sind.

    Wer allerdings in Demut umkehrt zu Gott und an Jesus glaubt, wie die Schrift sagt, dem wird vergeben. Egal, was er getan hat und wie er gelebt hat. Er wird in dem Moment vom Tod zum Leben durchdringen.

    Und das hat Michael Glatze offensichtlich erlebt. Das meint er, wenn er sagt: Ich wähle das Leben.

    Denn wer Jesus hat, der hat das Leben. Wer Jesus nicht hat, hat das Leben nicht.

    * Anmerkung:
    Der Vollständigkeit und der Redlichkeit halber möchte ich nicht verschweigen, dass Paul Vasay den Vorwurf des Missbrauchs verhaltensbiologischer Beobachtungen auch gegenüber “Anti-Homosexuellen-Bewegungen” gegenüber erhebt, wozu er auch bibeltreue Christen zählt.

    So möchte ich mich übrigens nicht verstanden wissen. Ich bin nicht gegen homosexuelle Menschen. Jesus ruft seine Nachfolger auf, alle Mitmenschen zu lieben – unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung.

    Es geht also nicht darum, sich als Mensch über andere Menschen zu erheben, so nach dem Motto: Heterosexuelle sind die besseren Menschen. Auch nicht in dem Sinn, Christen sind die besseren Menschen. Nein. Aber es geht darum, für Gottes Schöpfungsordnung einzustehen und dem Zeitgeist die biblische Wahrheit entgegenzuhalten.

    Und letztendlich geht es darum, als erlöste Menschen allen die gute Botschaft weiter zu geben:

    “Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Schöpfung; das Alte ist vergangen; siehe, es ist alles neu geworden! Das alles aber kommt von Gott, der uns mit sich selbst versöhnt hat durch Jesus Christus und uns den Dienst der Versöhnung gegeben hat; weil nämlich Gott in Christus war und die Welt mit sich selbst versöhnte, indem er ihnen ihre Sünden nicht anrechnete und das Wort der Versöhnung in uns legte.

    So sind wir nun Botschafter für Christus, und zwar so, dass Gott selbst durch uns ermahnt; so bitten wir nun stellvertretend für Christus: Lasst euch versöhnen mit Gott!” (2. Korintherbrief 5,14-20)

    Die Liebe des Christus drängt uns dazu.

  3. Marc

    Nicht bekannte Sünde im Allgemeinen und Unzucht im Besonderen, haben schwerwiegende Folgen für die Nachkommen über mehrere Generationen. Homosexualität findet sich somit oft generationenübergreifend wieder.

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