Gil Scott-Heron – der “Godfather of Rap und der Bluesology” ist tot.

Scott-Heron nahm in den 1970er Jahren in Harlem den legendären Song „The Revolution Will Not Be Televised“ auf – ein klassischer Protestsong, in dem Scott-Heron zu afrikanischen Trommeln Sprechgesang vortrug. Zwar lehnte der Musiker selbst die Bezeichnung „Godfather of Rap“ ab, doch sollte er mit diesem Stil maßgeblich die kommende Rap- und Hiphop-Bewegung beeinflussen – lange bevor dies Grandmaster Flash oder die Sugarhill Gang taten.Scott-Heron wurde am 1. April 1949 in Chigago geboren, in seiner Kindheit lebte er einige Jahre bei seiner Großmutter in Lincoln, Tennessee. Die aktive Bürgerrechtlerin prägte Scott-Herons künstlerische Tätigkeit maßgeblich. InNew York sollte er später mehfach offenem Rassismus ausgesetzt sein. Zunächst begann Scott-Heron zu schreiben, mit 19 Jahren veröffentlichte er sein erstes Buch. 1970 folgt dann das Debüt-Album „Small Talk At 125th And Lennox“, das er gemeinsam mti dem Musiker Brian Jackson veröffentlicht. Scott-Heron war für einen Stil bekannt, den er selbst manchmal als Bluesology bezeichnete. Er verband minimalistische Schlagzeuggeräusche mit sogenannten Spoken-Word-Performances (gesprochene Texte), die politisch angehaucht waren.In den vergangenen zwei Jahrzehnten machte er vor allem mit Drogendelikten Schlagzeilen. Insgesamt nahm er mehr als ein Dutzend Alben auf. 2010 feierte er ein Comeback mit dem Album „I’m New Here“. Im Frühjahr 2011 Vor kurzem veröffentlichte er in Kooperation mit dem Jungstar Jamie Smith das von Kritikern hochgelobte Album „We’re New Here“, auf dem Smith unter anderem Gesangsspuren von Scott-Herons Debütalbum mit dem typischen Sound von The XX vermischt. www.sueddeutsche.de/pol…ather-of-rap-ist-tot-1.1102762

Der als der “schwarzer Bob Dylan” gehandelte 61-jährige Politpoet Gil Scott-Heron aus Harlem, der in den siebziger Jahren Pate für die Geburt des Rap stand und in den vergangenen zwei Jahrzehnten vor allem wegen Drogendelikten Schlagzeilen machte ist auch nicht mehr. Weltmüde, tanzwütig verabschiedet sich der ewige Protestler mit Musik zwischen Disko und Diskurs. Einer seiner letzten Songs „Me And The Devil“ läßt nichts Gutes für seine Ewigkeit erahnen.


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