2014, am 2.Weihnachtstag, konnte man ein Musterbeispiel von Manipulation im öffentlich-rechtlichen TV erleben.

Heute, am 2.Weihnachtstag, konnte man ein Musterbeispiel von Manipulation im öffentlich-rechtlichen TV erleben. Petra Gerster, Nachrichtenfrau von ZDF Heute – 1998 ausgezeichnet mit der Goldenen Kamera für „Glaubwürdigkeit im TV“ – verkündete 45 Minuten lang, dass Jesus nicht so war, wie wir das in der Bibel lesen. Und seine Wunder seien nur symbolisch gemeint. Dafür holte sie sich die Unterstützung einer Theologin. Und einen Historiker ließ sie verkünden, dass viele Worte von Jesus nicht von Jesus stammen könnten. Vor allem die Prophezeiungen seines Todes könnten nach menschlichem Ermessen nicht historisch sein. Nach seinem Tod hätten seine Jünger Jesus zum Religionsstifter gemacht, er “selbst hätte das wahrscheinlich nie für möglich gehalten”, beschloss Frau Gerster ihre Sendung, um uns dann gleich anschließend in den Heute-Nachrichten die Tatsachen der Welt zu verkündigen. Wer wird einer so seriösen und glaubwürdigen Person nicht glauben, dass sie die letztgültige Wahrheit über Jesus sagt – ja, sogar mit Bildern zeigt. So sieht Manipulation aus, die wir mit unseren Fernsehgebühren finanzieren. ;-( (Ulrich Parzany)

Petra Gerster

Das Leben Jesu und die Kreuzigung ist neben der Bibel auch in außerbiblischen Schriften bezeugt. Frau Petra Gerster hat das nicht gewusst:

Verschiedene Verweise auf das Leben Jesu und die Kreuzigung Jesu lassen sich auch bei außerbiblischen Autoren finden:

Cornelius Tacitus (Römischer Historiker und Senator, 55-115 n. Chr.)
Tacitus schreibt in seinen “Annalen” voller Abscheu über die Christen: Ihr Anführer sei zwar unter Tiberius hingerichtet und seine Lehre “für den Augenblick” unterdrückt worden. Doch sei der “unheilvolle Aberglaube” schon bald wieder hervorgetreten: “Nicht nur in Judäa, dem Ursprungsland dieses Übels, sondern auch in Rom, wo aus der ganzen Welt alle Gräuel und Scheußlichkeiten zusammenströmen und gefeiert werden.” “Es waren jene Leute, die das Volk wegen ihrer (angeblichen) Schandtaten haßte und mit dem Namen “Christen” belegte. Dieser Name stammt von Christus, der unter Tiberius vom Procurator Pontius Pilatus hingerichtet worden war.”
Tacitus Bericht über den Anführer der Christen gilt – gerade weil er so ablehnend ist – als wichtiger Beleg dafür, dass es Jesus wirklich gegeben haben muss. Wäre er lediglich eine Sagengestalt gewesen, dann hätte sich der Historiker nicht so aufgeregt, argumentieren Bibelwissenschaftler.

Flavius Josephus (Jüdisch-Römischer Historiker und Politiker, 37-100 n. Chr)
Er widmet dem “weisen Mann” Jesus in seinem Geschichtswerk “Jüdische Altertümer” einen Absatz. Jesus sei der “Vollbringer ganz unglaublicher Taten” gewesen. “Und obgleich ihn Pilatus auf Betreiben der Vornehmsten unseres Volkes zum Kreuzestod verurteilte, wurden doch seine früheren Anhänger ihm nicht untreu”. “Und noch bis zum heutigen Tag besteht das Volk der Christen fort.”

Lukian von Samosata (griechischsprachiger Satiriker aus Syrien)
…überlieferte: “Übrigens verehrten diese Leute den bekannten Magus, der in Palästina deswegen gekreuzigt wurde, weil er diese neuen Mysterien in die Welt eingeführt hatte.”

Ignatius, Bischof von Antiochia (um 35-ca.117 n. Chr, er lebte also kurz nach der Zeit als Jesus sein Leben hier auf Erden beendete und hatte wahrscheinlich noch Kontakt mit Augenzeugen der Kreuzigung Jesu):
…bezeugt ebenfalls, dass Jesus unter Pontius Pilatus gekreuzigt wurde: “Jesus Christus, der aus dem Geschlecht Davids stammt, der Sohn der Maria war, der wirklich Mensch wurde, der aß und trank, wirklich verfolgt wurde unter Pontius Pilatus, wirklich gekreuzigt wurde und angesichts aller starb … der auch wirklich von den Toten erweckt wurde, da sein Vater ihn auferstehen ließ. Erkannte ich euch doch als … restlos überzeugt von unserem Herrn, der dem Fleisch nach wirklich aus Davids Geschlecht stammt, nach Gottes Willen und Macht der Sohn Gottes ist, wirklich geboren von der Jungfrau, getauft durch Johannes, auf dass jegliche Gerechtigkeit an ihm erfüllt werde, wirklich unter Pontius Pilatus und dem Vierfürsten [Tetrarch] Herodes [Antipas] um unseretwillen angenagelt im Fleisch.”

Justin (Kirchenvater und Märtyrer, 100-166 n. Chr.)
…verweist in seiner Apologie interessanterweise auf Prozessakten, die unter Pontius Pilatus angefertigt wurden und zu seiner Zeit um 150 n.Chr., als er sein Werk verfasste, noch existiert haben müssen. Leider sind diese Prozessakten heute verloren. Er schreibt folgendes: “Die Worte aber: “Sie haben meine Hände und Füße durchbohrt” (Ps 22.16) deuten auf Nägel hin, die ihm am Kreuz durch Hände und Füße getrieben wurden. “Und nachdem sie ihn gekreuzigt hatten, warfen die, welche ihn gekreuzigt hatten, über seine Kleidung das Los und teilten sie untereinander. Daß das so geschehen ist, könnt ihr aus den unter Pontius Pilatus angefertigten Akten ersehen.”

Tertullian (Kirchenvater, Jurist und Presbyter (Ältester) von Karathago, 155/160 – ca. 220 n.Chr)
… bemerkt zu der Kreuzigung Jesu: “Gekreuzigt wurde Gottes Sohn! Dessen muss man sich nicht schämen, weil es (für die Welt) zum Schämen ist. Und gestorben ist der Sohn Gottes! Es ist glaubhaft weil es töricht ist (niemand hätte sich solch etwas Törichtes ausdenken können). Und nachdem er begraben ward, stand er wieder auf! Das ist sicher, weil es (menschlich gesehen) unmöglich ist.”


Gaius Suetonius Tranquillus (Römischer Schriftsteller und Verwaltungsbeamter, 70 – 122 n. Chr.)
… schrieb um 120 in seiner Biografie des Kaisers Claudius, dieser habe „die Juden, welche, von einem gewissen Chrestos aufgehetzt, fortwährend Unruhe stifteten“, aus Rom vertrieben.


Fazit laut Dr. theol. Heinzpeter Hempelmann:
“Er (der Kreuzestod Jesu) ist eines der bestbezeugten Ereignisse der Antike. Es gibt keinerlei Anhaltspunkte für einen wissenschaftlich begründeten Zweifel. Wiederum gilt, dass die Zeugen für diesen Sachverhalt nicht nur aus dem Jüngerkreis stammen. Auch die jüdische Kultusbehörde, die im Übrigen jedes Interesse an dem tatsächlichen und ordnungsgemäßen Vollzug der Hinrichtung haben musste, hat sich bezeichnenderweise den – doch so nahe liegenden – Einwand eines bloßen Scheintodes nicht zu Eigen gemacht.”
Die jüdische Kultusbehörde hatte lediglich behauptet, dass die Jünger den Leichnam gestohlen hätten. Nicht, dass er nicht ordnungsgemäß gekreuzigt worden und dass es nur ein Scheintod gewesen wäre, sie bestätigte damit zweierlei:
1. Jesus wurde gekreuzigt und starb
2. Das Grab, in das Jesus bestattet wurde, war leer

Kommentare

  1. Hans Hauber

    [1. Pet 5,8-9] Seid nüchtern, wacht; euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlinge. Dem widersteht standhaft im Glauben, da ihr wisst, dass dieselben Leiden sich an eurer Brüderschaft in der Welt vollziehen.

    • Herr S.

      Man muss als Christ auch mal gegen allzu offensichtliche und öffentlich verbreitete Unverschämtheiten protestieren:

      Vor rund 30 Jahren brachte der DLF abends am 1. Weihnachtstag ein Feature, in dem die Arbeit der damals noch lebenden Friedensnobelpreis Trägerin Mutter Teresa von Kalkutta und ihrer Ordensschwestern an dort Sterbenden auf übelste Weise diffamiert und schlecht gemacht wurde.

      Es gab da noch kein Internet, aber ich habe mich schriftlich beim Intendanten beschwert und ihm geschrieben, dass ich sowohl den Inhalt als auch den Sendezeitpunkt als ungeheure Provokation und geradezu als Unverschämtheit gegen gläubige Christen wie mich empfunden hätte und man mir den Weihnachtsfesttagsabend damit gründlich verdorben hätte.
      Ich wüsste mir nicht anders dagegen zu helfen, als schriftlich dagegen zu protestieren und künftig seinen Sender DLF konsequent zu boykottieren, obwohl ich den Deutschlandfunk bis dahin sehr geschätzt hätte.

      Den Boykott des DLF habe ich dann auch jahrelang für mich durchgehalten und auch anderen davon und von dem Grund meines Handelns erzählt.

      Was ich damals nicht erwartet hatte:

      Ich erhielt ein paar Wochen später einen Brief des DLF-Intendanten mit einer Entschuldigung dafür, dass man mich da mit dieser Sendung offensichtlich so verletzt habe.

      Kurz darauf schrieb mir dann auch der für die Sendung verantwortliche Redakteur, der sich allerdings NICHT entschuldigte sondern relativ trotzig sich zu rechtfertigen suchte und mir das Manuskript seiner Sendung zusandte, das ich allerdings ungelesen wegwarf. Sein Statement gipfelte in dem Satz, sie würden kritisch informieren aber eben keine Heiligenverehrung betreiben.

      Auch dieses ließ ich unbeantwortet, aber mit einer gewissen Befriedigung stelle ich fest, dass, nachdem ich nach Jahren wieder DLF höre, ich solches und in so plump-primitiver Form und zu solch einem Zeitpunkt wie damals zumindest von diesem Sender nicht mehr vernommen habe.

      Mutter Teresa ist ja mittlerweile verstorben und übrigens inzwischen von der römisch-katholischen Kirche selig- und auch heiliggesprochen worden!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.