HOPE Gefängnisarbeit

Nach vielen Jahren Haft bereitet sich M. auf die Haftentlassung vor. Er ist optimistisch und voller Hoffnung auf ein Leben „draußen“, wo er in eine Übergangs WG zieht, einen Job in Aussicht hat und auch so „mit anpacken“ will. Doch er geht nicht blauäugig in die Freiheit, sondern als wichtigsten Punkt seiner Vorbereitung hat er selbstständig und auf eigene Initiative in einem Ent-Tätowierstudio schon mal einen Termin klar gemacht.
M. ist ganzkörpertätowiert. Mehr ging nicht als was sich auf seinem Körper an Tattoos befindet. Der gut 30 Jährige hat sich all das in vielen Jahren Haft im Knast stechen lassen. – Doch es geht ihm beim Entfernen der Tattoos hauptsächlich um eins: Die Hakenkreuze und SS Runen müssen weg. Komplett! Und letzte Woche war es soweit, die Nazi Symbole wurden übertätowiert.
Dabei geht es ihm nicht um soziale Akzeptanz sondern darum seinem Gesinnungswandel Ausdruck zu geben. – Seit einigen Jahren kam M. regelmäßig in unsere christliche Gesprächsgruppe und hat sich (mit Handschellen) taufen lassen. Bei der Taufe hat er seine Hinwendung zu rechtsradikalen Ideen widerrufen und somit ist für ihn jetzt das Entfernen der Hakenkreuze und Runen eine logische Konsequenz dieses Schrittes. Die Kosten für das Entfernen hat er sich von seinem Knast-Taschengeld zusammen gespart.
M. möchte wie gesagt in Zukunft „mit anpacken“ andere zu ermutigen und von seiner Hoffnung erzählen, wie er den Glauben an Jesus gefunden hat. Wir finden das super und glauben: M., ist eine ganz eigene Art von Held!

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