Im Ulmer Münster sollen in diesem Jahr in der Krippe keine „Heiligen Drei Könige“ aufgestellt werden, weil die Darstellung des Königs „Melchior“ Diskriminierung sein soll.

Eigentlich verkörpert Balthasar und nicht Melchior den Mohren und die Menschen des afrikanischen Erdteils, die zur Krippe kommen, um Jesus als Gottes Sohn anzubeten und zu verehren. Der Name Balthasar bedeutet übersetzt ” schütze mein Leben”. In Zeiten von Corona ist diese Bitte wirklich nicht fehl am Platz.
In manchen Fällen wirkt das Streben nach political correctness mit Verlaub gesagt einfach dumm. Die Cancel Culture ist eben auch in der evangelischen Kirche angekommen. Was sind das für Christen, die nicht den Mut haben, ihre Geschichte und ihren Glauben zu verteidigen.
Vorauseilender Gehorsam war schon immer des Deutschen liebste Sportart. Diesen vorauseilenden Gehorsam hat man doch auch schon bei den beiden Vertretern der evangelischen und der katholischen Kirche gesehen, als sie in Israel ihre Kreuze abgelegt haben.

Seit vielen, vielen von Jahren existieren diese Figuren, jetzt machen wir uns zum generellen Bildersturm auf. Kann doch alles nicht mehr angehen. Langsam erinnert es einen an die Bilderstürmer! Wann kommt die Bücherverbrennung? Über dieses Land kann man nur noch den Kopf schütteln. Wegen dieser Aktion wird niemand in die evangelische Kirche neu eintreten. Aber mancher wird sie kopfschüttelnd verlassen.

Das Wichtigste im Leben ist Dein Leben JESUS anzuvertrauen und nicht einer Kirche. Die Kirche ist nicht für Dich gestorben!

Kommentare

  1. Herr S.

    .
    Die betreffende Figur im Ulmer Münster sieht wirklich abstoßend-hässlich aus und sollte durch eine bessere Darstellung eines schwarzen Königs ersetzt werden.
    Was ist übrigens mit den immer noch in bzw. an einigen Kirchen existierenden schädlichen Darstellungen der so. “Judensau”?

    Eine immer noch geradezu unerträgliche Verächtlichmachung einer anderen monotheistischen Religion, aus der das Christentum ja Wurzeln hat.

    Und das in unserem Land mit seiner unseligen jüngeren Vergangenheit…

      • Herr S.

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        Die Judensau-Darstellungen sind sogar noch einige hundert Jahre älter.

        Schlimm genug, dass sich in all den Jahren offenbar niemand daran störte.

        Wird höchste Zeit, das zu ändern.

        • Marc

          Ich finde es absolut richtig, dass diese Darstellungen weiterhin als sichtbares Zeichen für antisemitisches Gebaren erhalten bleiben. Die RKK betrieb jahrhundertelang übelsten Antisemitismus, der beileibe nicht durch die bloße Entfernung dieser Darstellungen unter den Teppich gekehrt werden kann.

          • Herr S.

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            Interessanterweise sind die bekanntesten Judensau-Darstellungen in bzw. an mittel-ostdeutschen evangelischen Kirchen.

            Ich kann diese judentumsfeindlichen Darstellungen an diesen ja demselben Gott zugedachten Gotteshäuser nicht verstehen.

            Ein Skandal.

            Meinetwegen könnte man sie – wissenschaftlich erklärt – in Museen als abschreckende Beispiele der Diskriminierung anderer religiöser Minderheiten ausstellen.

  2. Thomas

    Wer keine Probleme hat, der macht sich welche.
    Wer große Probleme nicht lösen kann, schafft sich
    kleine, um von den großen abzulenken. Vieleicht
    sollte Melchior, auch vom römischen Landsknecht
    vor 2000 Jahren verhaftet werden ,wegen seiner
    illegalen Einreise ,auf römisches Staatsgebiet. Somit
    könnte es ein Aufruf gegen rechte Polizeigewalt sein.
    Da konnte er vieleicht auch nicht mehr richtig atmen,
    der Melchior , so wie heute jeden Tag in Afrika, bei den
    vielen Opfern der Polizeigewalt vor Ort. Den Römer war
    das jedenfalls völlig Latte, so erzählt man sich seit Jahrtausenden.

  3. Olaf

    Da reflektieren Menschen über eine Darstellung, die sie aufgrund überzeichneter Darstellung aus Zeiten des Kolonialismus als rassistisch erkannt haben, und plötzlich halten Leute diese eine Figur stellvertretend für ihren Glauben und ihre Geschichte? Wenn man einen pfleglicheren Umgang mit seinen Mitmenschen anstrengt, indem man nochmal über beleidigende Darstellungen nachdenkt und diese eventuell überarbeitet, dann finde ich den Vergleich mit Bücherverbrennungen sehr geschmacklos.

    Man kann darüber streiten, wie man genau damit umgeht, aber dieses grundsätzliche Gemecker finde ich beschämend.

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