ISRAEL WOHIN? Vergessene Eckdaten zur Palästinafrage.

DIE BESIEDLUNG PALÄSTINAS

1566 v. Chr. kehrten die Nachkommen Abrahams als ein großes Volk aus Ägypten zurück und siedelten sich innerhalb der heutigen Grenzen Israels an. Abraham, Stammvater des Volkes Israel (über seinen Sohn Isaak) und Stammvater der Araber (über seinen Sohn Ismael), stammte ursprünglich aus der Stadt Ur, die im heutigen Irak liegt. Er war bereits rund 500 Jahre zuvor in das Land gekommen (2036 v. Chr.), in dem er und seine Nachkommen zunächst als Fremde wohnten und Land, welches sie benötigten, kauften (siehe z.B. 1.Mose 25,10; 1.Mose 33,19).

Die geografischen Wurzeln der Nachkommen Abrahams über seinen Sohn Isaak, also der Juden, befanden sich innerhalb Kanaans, westlich des Jordans. Die der Araber, durch Abrahams Sohn Ismael, siedelten sich auf der arabischen Halbinsel an, südöstlich der Heimat der Juden.

Nachdem das Volk Israel aus seiner Gefangenschaft in Ägypten in das Land zurückkehrte, lebten sie über 1.500 Jahre durchgängig als Volk in Israel. Völker, wie die Assyrer, die Babylonier sowie das römische und später das osmanische Heer, fügten ihnen immer wieder große Verluste zu, doch trotz Kriegen, Besatzern, Zwangsdeportationen und Umsiedlungen, befand sich auch nach Christi, in der Zeit vom 1. bis ins 20. Jhdt., stets eine Restpopulation im Lande. Natürlich schwankte die Einwohnerzahl der Juden in Israel über all die Jahrhunderte hinweg.

DIE ISLAMISIERUNG PALÄSTINAS

Im Zuge der islamischen Expansion wurde im Jahr 638 n. Chr. Jerusalem von der Armee des zweiten Kalifen Umar ibn al-Chattab erobert und stand von da an unter muslimischer Herrschaft.

691 n.Chr. errichteten die Muslime auf dem Tempelberg den Felsendom. Von diesem Zeitpunkt an gab es auch eine muslimische Präsenz in Palästina.

1516 n. Chr. wurde das Land von osmanischen Türken erobert und für 400 Jahre dem Osmanischen Reich angegliedert.

1903-1914 kehrten in einer ersten großen Tranche rund 40.000 der weltweit verstreuten Juden zurück in das Land ihrer Väter. Wesentlich mehr Heimkehrer machten sich dann etwas später, vor allem zu Hitlers Zeiten, auf den Weg.

PALÄSTINA IM ERSTEN WELTKRIEG

Das Osmanische Reich, das sich Palästina rund 400 Jahre einverleibt hatte, stellte sich im ersten Weltkrieg auf die Seite von Deutschland und Österreich-Ungarn. Der Kampf um die Vormachtstellung im Nahen Osten spitzte sich zu, und Großbritannien erhielt am 25. April 1920 das Palästina-Mandat.

Das Osmanische Palästina umfasste damals das gesamte Gebiet vom Mittelmeer bis zur Grenze des Iraks im Nordosten und der Grenze Saudi-Arabiens im Südosten. Die in diesem Gebiet lebende arabische Bevölkerung wollte

a) aus dem gesamten Gebiet einen arabischen Staat machen

b) den Landkauf an Juden verbieten

c) die Rückwanderung der jüdischen Bevölkerung unterbinden lassen oder zumindest minimiert wissen

d) den Juden allenfalls ein Schutzbündnis gewähren (Dhimma). Ein solches Bündnisangebot gab es bereits im Rahmen der Islamischen Expansion und sah vor, dass den Juden bestimmte Kleidervorschriften auferlegt würden, sowie ein Verbot religiöse Veranstaltungen öffentlich abzuhalten, somit auch ein ausdrückliches Verbot Gotteshäuser zu errichten, und zudem etliche rechtliche Einschränkungen. Diese Position wird im Wesentlichen von der islamistischen Hamas heute noch vertreten. Die PLO hingegen gab diese Position 1993 auf.

Der arabische Staat wurde 1923, unter dem britischen Mandat in Verbindung mit dem Völkerbund, realisiert.

77% dieses großen Gebiets wurden für die Palästinenser abgetrennt und unter der Bezeichnung Transjordanien arabisch. Später wurde dieser Teil umbenannt in Jordanien.

Von den restlichen 23 % des Landes, erhielten die Juden gerade mal die Hälfte, 12,6 % Fläche des Landes. Das heißt, dass den Palästinensern insgesamt 87,4 % des gesamten Gebiets zufiel und den Juden lediglich 12,6 %.

Was wir auch nicht vergessen sollten: Die nationalsozialistische Propaganda im gesamten arabischen Raum hat ihren Ursprung in Palästina. Der von Großbritannien eingesetzte Mufti von Jerusalem, Mohammed Amin al-Husseini, wurde 1921 zum Führer der Palästinenser. Er vertrat eine Kombination von Islamismus und verschwörungstheoretischem Antizionismus, den er nachhaltig unter Arabern vertrat. Von 1936-1939 führte er den arabischen Aufstand gegen jüdische Einwanderer an, die in das ihnen zugeteilte Land heimkehrten.

Ab 1937 arbeitete er mit dem Nazi-Regime zusammen, das er seit 1933 unterstützt hatte.

Vom Oktober 1940 bis zum Ende des zweiten Weltkriegs lebte er in Deutschland und verbreitete nationalsozialistische Propaganda im arabischen Raum.

Er unterstütze den Holocaust und wirkte aktiv daran mit, indem er Fluchtwege der Juden aus Osteuropa blockieren ließ, und so tausende Juden dem NS-Regime auslieferte.

Außerdem war der Palästinenserführer Mohammed Amin al-Husseini Mitglied der SS und Verwandter, Lehrer und Förderer von Jassir Arafat.

PALÄSTINA HEUTE

Das Feuer zwischen Palästinensern und Israelis wird hauptsächlich von einer Splittergruppe der Palästinenser geschürt: Der Hamas. Sie entstand 1988 aus den palästinensischen Muslimbrüdern, einer traditionsreichen, islamistischen Bewegung, die ursprünglich in Ägypten gegründet worden war. Es handelt sich dabei um eine stark religiös geprägte Bewegung, die einen islamistischen Kurs verfolgt. Sie erlebte umso regeren Zuwachs, je mehr sich die PLO den Friedensprozessen zuwandte. Auf diese Weise entstand eine neue palästinensische Organisation. PLO und Hamas stehen sich in ihrer jeweiligen ideologischen Ausrichtung gegenüber, wobei sie sich zeitweise sogar bekämpfen und auch innerhalb der palästinensischen Gesellschaft für Zwietracht und Uneinigkeit in politischen Fragen sorgen.

Während die meisten historischen Fakten in Vergessenheit geraten sind, und Berichte über den Nahostkonflikt oft sehr einseitig, sprich propalästinensisch dargestellt werden, erfahren wir in der Schrift die näheren Zusammenhänge der Geschehnisse. Die Bibel hat nicht nur all diese Entwicklungen sehr detailliert prophezeit, sondern zeigt auch die Hintergründe auf. Darüber hinaus enthält sie eine Menge Aussagen darüber, welchen Kurs dieser weltpolitische Konflikt noch nehmen wird und wie er letztlich endet.

All das hat viele von uns überzeugt, dem Wort Gottes auch in den Aussagen zu glauben, die uns alle betreffen, und unser Leben dem anzuvertrauen, der da spricht: Ich habe keinen Gefallen am Tod des Sterbenden, so kehrt um und lebt! (Hesekiel 18,32) Kurt Becker

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