Joshua Harris “christlicher Beziehungsberater” hat sich nicht nur scheiden lassen, er hat sich auch von “seinem” Glauben abgewandt.

“In seinen Büchern gibt er Empfehlungen für eine gelingende Ehe, unter anderem empfahl er, mit dem Sex bis zur Hochzeit zu warten. Am bekanntesten wurde sein 1997 veröffentlichtes Buch „I Kissed Dating Goodbye“ („Ungeküsst und doch kein Frosch“), das sich weltweit eine Million Mal verkaufte….Heute würde er den Rat, mit dem Sex bis zu Ehe zu warten, so nicht mehr geben, sagt Harris in dem Film mit dem Titel „I survived ‚I Kissed Dating Goodbye‘“. (pro)

Es ist wirklich zu befürchten, dass Harris zu einem weiteren Beweis für ein wachsendes Segment von Ex-Evangelikalen wird. Evangelikal sein bedeutet schon lange nicht mehr, dass man ein wiedergeborener Christ ist. Er füllt sich hier der warnende Inhalt des Judasbriefes:

“Der Judasbrief ist ein Endzeitbrief. Er spricht viel von Menschen, die als Christen bekannt sind und sich unter Gläubigen bewegen, ohne jedoch errettet zu sein. Ihr schlechtes Verhalten ist erschreckend und ihr böser Einfluss deutlich spürbar. Judas zeigt aber auch, wie wahre Christen sich in einer bösen Zeit bewähren und ein Leben zur Ehre Gottes führen können.

Der Schreiber des Judasbriefes war sehr wahrscheinlich einer der Brüder des Herrn. Judas nennt sich jedoch nicht Bruder Christi, sondern Knecht Jesu Christi und Bruder des Jakobus (Jud 1; vgl. Gal 1,19). Judas hatte den Wunsch, etwas über das gemeinsame Heil der Christen zu schreiben, aber er sah die Notwendigkeit, Christen zum Kampf für die Glaubenswahrheit aufzufordern (Jud 3). Sein kurzer Brief ist ein deutlicher Appell, unbeirrt für die göttliche Wahrheit einzutreten.

Judas zeigt, dass es in der Christenheit zwei große Gruppen gibt: falsche (unechte) Christen und wahre (echte) Christen. Der Judasbrief stellt einerseits vor, wie falsche Christen leben, und ermahnt uns andererseits, wie wir als wahre Christen leben sollen. Sehen wir uns an, was Judas über diese beiden Gruppen zu sagen hat.

Die falschen Christen 

Schon lange ist festgelegt, dass Menschen, die so gottlos wie diese falsche Christen leben, einmal gerichtet werden (Jud 4). Aber dieses Gericht, von dem bereits Henoch vor mehr als 3000 Jahren gesprochen hatte, wird erst ausgeführt, wenn der Herr in Macht und Herrlichkeit mit seinen Heiligen erscheinen wird (Jud 14.15). Bis dahin wird also das Böse inmitten der Christenheit bleiben und durch keine Erweckung oder Reformation wirklich beseitigt werden. Der Herr selbst wird jedoch bald mit den gottlosen Gottesbekennern im Gericht handeln.

Judas beschreibt die schlechten Eigenschaften und bösen Aktivitäten der falschen Christen mit unmissverständlichen, eindrucksvollen Worten:

  • Sie haben sich unter die Gläubigen geschlichen (Jud 4).
  • Sie legitimieren ihre Ausschweifungen mit dem völlig verfehlten Verweis auf die Gnade Gottes (Jud 4).
  • Sie ignorieren den Gebieter Jesus Christus (Jud 4).
  • Sie leben in schrecklicher Unmoral (Jud 7).
  • Sie praktizieren unnatürliche Sexualität (Jud 7).
  • Sie leben in ihren Einbildungen und verunreinigen sich (Jud 7).
  • Sie verachten Autorität (Jud 8).
  • Sie lästern Würden und Gewalten (Jud 8).
  • Sie lästern über Dinge, die sie nicht verstehen (Jud 10).
  • Sie leben ihre Triebe ungehemmt aus (Jud 10).
  • Sie sind in ihrem ganzen Wesen gottlos (Jud 15).
  • Sie tun Werke, die gottlos sind (Jud 15).
  • Sie handeln auf eine gottlose Art und Weise (Jud 15).
  • Sie reden als gottlose Sünder harte Worte gegen Gott (Jud 15).
  • Sie murren viel (Jud 16).
  • Sie sind unzufrieden mit ihrer Lebenssituation (Jud 16).
  • Sie richten ihr Leben nach ihren bösen Wünschen aus (Jud 16).
  • Sie reden stolz (Jud 16).
  • Sie bewundern andere Menschen, wenn es ihnen Vorteile bringt (Jud 16).
  • Sie spotten über göttliche Dinge (Jud 18).
  • Sie trennen sich vom Guten (Jud 19).
  • Sie sind „natürliche“ Menschen, die den Geist Gottes nicht haben (Jud 19).

Judas vergleicht die falschen Christen mit verschiedenen Dingen aus der Natur, was ihre Charakterisierung sehr anschaulich macht. In der von ihm benutzten Bildersprache greift er dabei ein sehr breites Spektrum ab: Er spricht von Menschen, Tieren, Pflanzen, vom Meer und dem, was vom Meer verdeckt wird; sogar Vorgänge im Weltall werden zum Vergleich herangezogen:

  • Sie sind wie Klippen (Jud 12; siehe Fußnote). Ihr gefährlicher Charakter wird nur schwer erkannt. Sie pflegen mit den Gläubigen unverblümt Gemeinschaft, aber in Wahrheit sind sie dafür verantwortlich, dass andere im Glauben Schiffbruch erleiden (vgl. 1. Tim 1,19).
  • Sie sind wie selbstsüchtige Hirten, die sich selbst und nicht die Schafe weiden (Jud 12; vgl. Hes 34,2.8.10).
  • Sie sind wie Wolken, die keinen erfrischenden Regen bringen, sondern vom Wind übers Land getrieben werden (Jud 12). Ihre Worte klingen zwar verheißungsvoll, aber sie bringen keinen Segen, weil sie von jedem Wind der Lehre hin und her geworfen werden (vgl. Eph 4,14).
  • Sie sind wie spätherbstliche Bäume, von denen man Frucht erwartet (Jud 12), die jedoch keine Frucht tragen, weil sowohl das Geäst als auch die aus dem Boden herausgerissenen Wurzeln verdorrt sind. Es hat sich erwiesen, dass solche Menschen keine Frucht des Geistes bringen und nicht in Christus gegründet sind. Sie sind tot für Gott, und es bleibt für sie nur das Feuer des göttlichen Gerichts.
  • Sie sind wie wilde Meereswogen, die Schlamm und Schmutz aufwühlen (Jud 13). Ihre unruhige Aktivität bringt nur Schändlichkeiten zum Vorschein.
  • Sie sind wie Kometen, an denen man sich nicht orientieren kann und die in Finsternis erlöschen.” (Jud 13). Bibelstudium.de

Kommentare

    • ali

      Das Neue Testament warnt davor, den Glauben nicht aufzugeben und spricht von denen, die dies getan haben. Der Begriff dafür ist “Glaubensabfall”. Zum Beispiel: “er Geist aber sagt ausdrücklich, dass in späteren Zeiten etliche vom Glauben abfallen und sich irreführenden Geistern und Lehren der Dämonen zuwenden werden ” (1. Timotheus 4,1).
      Einige mögen mit ihrer christlichen Identität kämpfen, kommen aber wieder zurück und folgen Christus von ganzem Herzen. Das heißt, sie mögen als Abtrünnige angesehen werden, sind es aber nicht. Harris scheint nicht in diese Kategorie zu gehören, wenn man die sorgfältige Formulierung seiner Aufgabe des Christentums bedenkt. Jesus sagte, dass wir durch unsere Worte gerechtfertigt und durch unsere Worte verdammt sind. Es scheint, dass Harris sich selbst verurteilt hat.
      Wahre Christen werden sich nicht lossagen. Da die Gläubigen nichts getan haben, um ihren Glauben zu verdienen, können sie nichts tun, um ihn zu verlieren (Epheser 1-2; Römer 8). Johannes sagt, dass einige die christliche Gemeinschaft verlassen haben, weil sie von Anfang an nicht wirklich zur Gemeinschaft gehörten (1. Johannes 2,19). Einige scheinen wahre Christen zu sein und erhalten dadurch einige der Vorteile von Christen, obwohl sie es nicht sind. Dies ist die beste Art, Hebräer 6 zu interpretieren. Nachdem der Autor diejenigen beschrieben hat, die in die Irre gehen, sagt er, dass er erwartet, dass seine Leser etwas Besseres zeigten, nämlich die Werke der Erlösung. Also sprach er vorhin nicht von Erlösung.
      Wenn jemand den Glauben wirklich geleugnet hat, dann gibt es keine Hoffnung auf seine Erlösung. Er ist dem Untergang geweiht. “Denn wenn wir mutwillig sündigen, nachdem wir die Erkenntnis der Wahrheit empfangen haben, so bleibt für die Sünden kein Opfer mehr übrig” (Hebräer 10,26). (von Philosoph und Apologet Douglas Groothuis)

  1. T.

    Lieber Ali,

    ein wenig mehr Barmherzigkeit hätte man in diesem Fall schon von den Christen erwarten können. Ich kann nicht über Josua Harris urteilen, ich kenne seine Lebensgeschichte nicht, auch außer seinem bekannten Buch nichts über seine Theologie, aber ich denke, dass er an sich selber gescheitert ist. Das tut in der Regel weh, es ist schmerzhaft! Und wenn wir ehrlich sind, scheitern wir alle an uns selber! Wie ein bekannter Prediger einmal sagte: “Es gibt wohl keine größere Enttäuschung als die Enttäuschung über sich selber.” Vielleicht hatte er einfach zu große Ansprüche an sich selber, vielleicht hat er gedacht, dass Gott ähnlich wie er denken würde. Ich weiß es nicht… Aber eins weiß ich: Gott wusste bereits, dass wir versagen würden, als er uns berufen hat —> Siehe Petrus! Bitte nicht zu schnell urteilen in diesem Fall!
    Es wird sich zeigen, ob Josua Harris echt ist! Gott lässt seine Leute nicht fallen, auch wenn sie auf gut deutsch gesagt SCH%&/& bauen. Beten wir lieber, dass Gott ihn zurückholt.

    • ali

      Du kennst seine Geschichte nicht, dennoch schreibst du. Informieren und dann schreiben.Kleiner gnädiger Rat.
      Francis Schaeffer :
      Gottes Wort wird nie vergehen, aber wenn wir auf die Zeiten des Alten Testaments und auf die Zeit nach Christus zurückblicken, dann müssen wir unter Tränen sagen, daß Gottes Wort aufgrund fehlender Standhaftigkeit und Treue des Volkes Gottes vielfach herabgewürdigt wurde, um es der gerade aktuellen, aber vergänglichen und sich verändernden Kultur der jeweiligen Zeit anzupassen, statt die Bibel als das unfehlbare Wort Gottes fest gegründet stehenzulassen, um den Zeitgeist und die kulturelle Umwelt der jeweiligen Epoche zu beurteilen. Im Namen des Herrn Jesus Christus: mögen unsere Kinder und Enkelkinder nicht sagen, daß man dies auch von uns behaupten kann.

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