“Unter den insgesamt 4716 zerstörten Büchern sind auch berühmte Comics, wie
- „Tim in Amerika“ aus der Reihe Tim & Struppi.
- Drei Lucky-Luke-Werke
- „Asterix in Amerika“
- Pocahontas
Der Vorwurf: Die Bücher stellten indigene Völker stereotyp und falsch als primitiv, gefährlich, übersexualisiert und dumm dar. Beispiele dafür sind: eine unverständliche und primitive Lautsprache, übertriebe Zeichnungen, häufig gezeigte Nacktheit, Brutalität und eine Abwendung von eurozentrischen Normen und Werten.
Zudem sei die in den Comics genutzte Bezeichnung „Indianer“ falsch.
Hintergrund: In der „Reinigungszeremonie durch Flammen“ wurden zunächst rund dreißig nicht-geduldete Bücher verbrannt und die Asche als Dünger genutzt, um aus dem Negativen etwas Positives zu machen.
„Wir begraben die Asche von Rassismus, Diskriminierung und Stereotypen in der Hoffnung, in einem integrativen Land aufzuwachsen, in dem alle in Wohlstand und Sicherheit leben können“, teilte der Schulrat damals in einem Video mit.
Die Autorin des Videos ist Suzy Kies, die als „Bewahrerin des Wissens der Ureinwohner“ auftritt. Sie verteidigte die Verbrennungen, bezeichnete die Darstellung indigener Charaktere in den Kinderbüchern als „unzuverlässig, faul, besoffen, dumm“. Sollte sich „diese Art von Bild in den Köpfen der jungen Leute verewigen, ist es schwer, es loszuwerden.“
► Beispiel „Asterix in Amerika“: Hier sieht Kies eine Übersexualisierung einer jungen Frau, die sich in Obelix verliebt. Sie werde mit tiefem Ausschnitt und Minirock dargestellt. Kies zu „Radio Canada“: „Würdest du in einem Minirock durch den Wald laufen?“
Die Aufforderung lautete: Jede Schule solle eine solche Zeremonie abhalten – dann kam die Corona-Pandemie. Immerhin: Die abscheuliche Idee weiterer Bücherverbrennungen wurde aus Angst vor einem Aufschrei verworfen.
Von der Entscheidung sollen knapp 10 000 Schüler an 30 französischsprachigen Schulen betroffen sein.” Bild.de
Die Redefreiheit ist meines Erachtens eines der höchsten Güter der Demokratie, da sie für die Meinungsbildung – und damit die Meinungsfreiheit selbst – unerlässlich ist. Verpflichtende organisierte Zensur durch private Institutionen darf es nicht geben – wenn es strafbar ist, muss das ein Gericht entscheiden, sonst muss es erlaubt sein. Ich bin empört über die Zensur der Internets in China. Ich bin empört über die Zensur der Internets in Russland. Ich bin empört über die Zensur der Internets in der Türkei.
Die Beschränkung der Meinungsfreiheit ist normalerweise ein klassisches Erkennungsmerkmal von Diktaturen. „Wo man Bücher verbrennt, verbrennt man am Ende auch Menschen“, warnte einst schon Heinrich Heine. Viele Fälle von Bibelverbrennungen geschahen in Deutschland. In Berlin haben Linksradikale 2009 am Rande einer Demonstration gegen Abtreibung eine Bibel angezündet und sie den Lebensrechtlern entgegengeworfen. In 2007 wurde vom Hessischen Rundfunk im Rahmen einer kirchenkritischen Sendung eine Bibel verbrannt.
Jeden 10. Mai jährt sich der Tag der großen öffentlichen Bücherverbrennungen in Deutschland. Die Nazis hatten damals Bücher von jüdischen oder regimekritischen Autoren, wie Erich Kästner oder Heinrich Mann, auf offener Straße zu Scheiterhaufen aufgetürmt und verbrannt. Dies sollte die NS-Ideologie stärken und Kritiker vertreiben. Viele der „verbrannten Dichter“ gingen ins Ausland, manche in die „innere“ Emigration – sie hörten auf, zu schreiben. Mit dieser drastischen Maßnahme machten die Nazis ihre Gegner mundtot. Ein Zitat aus einem Stück von Heinrich Heine, das 1820 erschien, bewahrheitete sich wenig später auf erschreckende Weise: „Das war ein Vorspiel nur, wo man Bücher verbrennt, verbrennt man auch am Ende Menschen.“ Die Bücherverbrennung der Nationalsozialisten war in der Tat nur ein Vorspiel – Auschwitz seine logische Folge.Heute kann man sich in Deutschland keine Bücherverbrennung mehr vorstellen. Selbst überflüssige Schwachsinnsliteratur von z.B. Dieter Bohlen würden die meisten Deutschen aus den Flammen reißen, käme jemand auf die Idee, Dieters Bücher öffentlich zu verbrennen. Das Bücherverbrennen ist ein Tabu, niemals soll uns wieder die eigene Meinung verboten werden! Niemals? Viele Jugendliche haben von diesen Dingen keine Ahnung mehr. Die neue Woke-Bewegung“ zeigt immer mehr ihr finsteres Gesicht.

Wann wird man wohl auch die Bibel den Flammen übergeben, weil man ihre Wahrheit nicht mehr hören/lesen möchte? In den USA gab es schon ein Klageverfahren gegen eine bekannte Bibelverlagsanstalt, weil eine Person sich geschädigt fühlte, da Predigten auf Basis das Wortes Gottes (in der betreffenden Bibelversion!) sie in ihrer Lebensentfaltung und in ihrer Persönlichkeit beschädigt und gestört habe. Noch dürfen wir unzensierte Versione von Gottes Wort lesen! Wann wird wohl dies als erster Schritt nicht mehr möglich sein? Die Geschichte wiederholt sich und es scheint nnicht wirklich etwas Neues unter der Sonne zu geben!