Meine Frau ist eine solche Bankmissionarin. Werde auch eine/r!

Eine Idee aus den USA:

Ich besuchte die Schule meines Sohnes und sah eine hell farbige Bank im Garten. Ich habe gefragt, ob das der einzige Ort ist, an dem man sitzen kann. – Und er sagte zu mir: “Nein, das ist die Bank von Freunden. Wenn jemand einsam ist oder keinen Spielpartner findet, sitzt er da und andere laden ihn ein, mit ihm zu spielen. ” – Ich sage ihm, dass ich das großartig fand, und ich fragte ihn, ob er es selbst benutzt hat? – Er sagt: “Ja am Anfang des Jahres, als ich neu hier war. Ich saß da und ein anderer Schüler kam, um mich einzuladen, mit ihm zu spielen. Das hat mich glücklich gemacht. Und wenn ich jetzt jemanden da sitzen sehe, lade ich ihn auch zum Spielen ein. Tolle Idee zur gegenseitigen Hilfe und Freundlichkeit, die man auf allen Spielplätzen umsetzen kann

Quelle: Unbekannt

Hermann Hesse dichtete: „Leben ist Einsamsein. Kein Mensch kennt den andern, jeder ist allein.“

In den Psalmen, jenen aufgeschriebenen Gebetsliedern aus dem AT, klagen Menschen auch ihre Einsamkeit. Ps 25,16f: „Wende dich mir zu, Herr, und rechne meine Schuld nicht an, denn ich bin einsam und niedergeschlagen. Mir ist angst und bange, nimm diese Last von meinem Herzen!“ Wir begegnen hier dem Kombipack: Einsamkeit und Niedergeschlagenheit. Der Weg in die Depression führt oft über die Einsamkeit.

Ps 35,12: „Was ich ihnen Gutes getan habe, zahlen sie mir mit Bösem heim. Ich bin einsam und verzweifelt.“ In diesem Leben widerfährt vielen guten Menschen Böses. Und dann reagieren wir mit Rückzug und kapseln uns ein. Irgendwann drehen wir uns dann nur noch um uns, der Anfang der Verzweiflung.

Ps 102,8: „Ich kann nicht schlafen; ich bin verlassen und fühle mich wie ein einsamer Vogel auf dem Dach.“ Einsam, weil ich verlassen wurde, ein Schicksal das so viele trifft, weil unsere Beziehungen so flüchtig und brüchig sind.

Ps 142,5 (Elbf.): „Schau zur Rechten und sieh: ich habe ja niemanden, der etwas von mir wissen will. Verloren gegangen ist mir jede Zuflucht, niemand fragt nach meiner Seele.“

Es braucht nicht allzu viel Fantasie, um sich auszumalen wie einsam es um einen geworden ist, wenn niemand mehr etwas von uns wissen will und niemand mehr nach uns fragt. Und der Prophet Jeremia klagt über seine Isolation:Jer 15,17: „Nie saß ich fröhlich mit anderen Menschen zusammen, ich konnte nicht mit ihnen lachen. Nein, einsam war ich…“ Bis heute sagen Psychologen, dass Einsame nicht nur das sprechen verlernen, sondern auch das Lachen.

„Es ist aber in Jerusalem beim Schaftor ein Teich, der heißt auf Hebräisch Betesda. Dort sind fünf Hallen; in denen lagen viele Kranke, Blinde, Lahme, Ausgezehrte. Es war aber dort ein Mensch, der lag achtunddreißig Jahre krank. Als Jesus den liegen sah und vernahm, dass er schon so lange gelegen hatte, spricht er zu ihm: Willst du gesund werden? Der Kranke antwortete ihm: Herr, ich habe keinen Menschen.“ Joh,5,2

Jesus wurde für viele Menschen, die keinen Menschen hatten, der eine, der half und sie aus Einsamkeit und Verzweiflung riss. Wie viele Menschen in der Bibel haben diese Erfahrung gemacht! Nicht nur dieser Gelähmte am Teich Betesda. Auch der Hauptmann von Kapernaum hatte keinen Menschen, der seinen Sohn gesund machen konnte und Jesus half ihm. Zachäus der Zöllner, war ein einsamer Kerl, weil er alle Welt betrogen hatte und Jesu lud sich bei ihm ein, um seine Einsamkeit zu beenden. Petrus, der drei mal behauptete Jesus nicht zu kennen, versackte in seinem Schmerz und seiner Einsamkeit, bis Jesus am Ufer des Sees Genezareth einen langen Spaziergang mit ihm machte und seine Einsamkeit beendete. Ja, Jesus ging sehr ungewöhnliche Wege, um Menschen aus ihrer Einsamkeit herauszuholen. Dr. Stefan Jung

Kommentare

  1. Bei unserer vorigen Wohng hatten wir ein lange Friesenbank unterm Fenster auf dem superbreiten Bürgersteig stehen. Bei so manchem Frühstück dort oder Sit-In an lauen Sommerabenden gesellten sich immer ganz flott (nicht selten) fremde!) Menschen hinzu, die Sehnsucht nach Gemeinschaft hatten. Doch durften wir so manchen Menschen auch vom Glauben weiter erzählen. Ergänzend hatten wir auch noch ein Holzkästlein an der Treppe stehen, das für jedermann Flyer, NTe und Postkarten zum kostenlosen Mitnehmen bereit hielt. Auch das wurde gerne von den Menschen genutzt.

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