Nach der Konzert-Tragödie beim Astroworld Festival wissen wir, dass Festivals nicht ungefährlich sind.

Acht junge Menschen starben bei der Katastrophe am Freitagabend in Houston, mehr als 300 wurden verletzt. 13 von ihnen befanden sich am Samstag weiterhin in stationärer Behandlung.

„Es war die Hölle“, sagte der 17-jährige Nick Johnson der „New York Times“. Alle hätten sich plötzlich von hinten zur Bühne gedrängt. „Der Druck war so stark, dass ich nicht mehr atmen konnte“, beschrieb Emily Munguia dem Sender CNN das Chaos. Sie habe in Todesangst um Hilfe geschrien.

Tatsächlich unterbrach Travis Scott seinen Auftritt mehrfach und bat Rettungskräfte um Hilfe, als ein Krankenwagen auf dem Gelände eintraf. Das ist auf Videomitschnitten zu sehen. Doch erst kurz nach 22 Uhr, gut eine halbe Stunde nach den ersten Zusammenbrüchen vor der Bühne, wurde die Show abgebrochen.

Scott, der das Festival 2018 ins Leben rief, äußerte sich am Samstagvormittag (Ortszeit) auf Twitter zu dem Unglück. „In bin völlig am Boden zerstört, von dem, was letzte Nacht passiert ist.“ Er werde für die Betroffenen und deren Angehörige beten. Die Polizei in Houston habe seine volle Unterstützung, den „tragischen Verlust von Leben“ aufzuklären.

Besonders tragisch: Die Opfer der Katastrophe sind sehr jung, die beiden jüngsten nur 14 bzw. 16 Jahre alt. Fünf weitere wurden nur zwischen 21 und 27 Jahre alt. Das gab der Bürgermeister von Houston, Sylvester Turner, am Samstagnachmittag (Ortszeit) bekannt. Das Alter des achten Todesopfers war zu dem Zeitpunkt noch nicht bekannt.

Unter den Verletzten im Krankenhaus sei auch ein 10 Jahre altes Kind, sagte Feuerwehrchef Samuel Peña. Hunderte suchten ein Feldhospital am Festivalgelände auf. Es gebe viele offene Fragen, wie es zu dem Unglück kommen konnte, betonte Turner.

Ernstzunehmende Hinweise legen nahe, dass einige der Opfer auch durch die Injektion von Drogen bewusstlos wurden. Augenzeugen berichteten, dass jemand in der Menge Menschen ein Mittel eingespritzt habe.

Polizei-Chef Troy Finner sagte dazu vor der Presse, dass einer der Sicherheitskräfte einen Stich im Nacken gefühlt habe und ohnmächtig geworden sei. Sanitäter hätten ihn mit einem Notfallmedikament für eine Opiatüberdosierung wiederbeleben können.  (Bild.de)

Wer solche eingepferchten Menschen erlebt hat, der versteht die Worte Jesu besser:

“Und da er das Volk sah, jammerte ihn desselben; denn sie waren verschmachtet und zerstreut wie die Schafe, die keinen Hirten haben.” Matth.9,36

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