Nicht nur an Weihnachten stellt Jesus alles in den Schatten.

„Hier der armselige Stall, dort die imperialen Bauten, die von der Größe des römischen Weltreiches kündigen. Hier die Ohnmacht eines Kindes, dort die Zusammenballung politischer und militärischer Macht in der Person eines Kaisers, dem die Zeitgenossen mit göttlichen Attributen huldigen, indem sie ihn als Friedensbringer verehren. Das Lächerliche dieses Kontrastes stört Lukas jedoch in keiner Weise, denn er durchschaut im Licht des verborgenen Glanzes, der von der Krippe ausstrahlt, das rhetorische Blendwerk der politischen Theologie des römischen Kaiserreiches. Denn während die Freudenbotschaften, die vom römischen Kaiser Augustus ausgingen, bereits nach wenigen Jahrzehnten als leere Worthülsen politischer Propaganda verhallten, schrieb sich die Geschichte von der Geburt Jesu so tief in das Gedächtnis der Menschheit ein, dass mit ihr tatsächlich eine neue Zeitrechnung begann.“ Eberhard Schockenhoff, „Frieden auf Erden?“,

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