Pfarrer begeht Selbstjustiz

In einem Erfurter Kloster hat sich ein evangelischer Geistlicher selbst
verbrannt. In Abschiedsbriefen an seine Frau gibt er als Motiv Sorge
vor der Ausbreitung des Islam an.

Wir müssen unsere Wurzeln wieder ernst nehmen und uns zum Gott der Bibel und seinem Sohn Jesus Christus, dem christlichen Glauben also, bekennen.

Andernfalls sind wir tatsächlich jeglicher sekularen oder religiösen Übernahme durch Dritte hilflos ausgeliefert!

Erfurt – Der Mann übergoss sich gestern am Reformationstag gegen
10.45 Uhr auf dem Gelände des Erfurter Augustinerklosters mit Benzin
und zündete sich an. Damit habe der 73-Jährige, der heute Mittag seinen
Verletzungen erlag, seine große Sorge über die Ausbreitung des Islams
zum Ausdruck bringen wollen, teilte Pröpstin Elfriede Begrich mit.

In
einem Brief habe er dazu aufgefordert, das Problem ernster zu nehmen,
sagte Begrich. In den letzten drei, vier Jahren habe er immer wieder
gesagt, dass sich die evangelische Kirche stärker mit dem Islam
befassen müsse. Bevor sich der Pfarrer im Ruhestand mit Benzin
übergoss, soll er "Jesus und Oskar!" gerufen haben. Am 18. August 1976
hatte sich der Pfarrer Oskar Brüsewitz auf dem Marktplatz in Zeitz
selbst verbrannt, was als Fanal gegen das DDR-Regime verstanden worden
war.

Fortsetzung auf: https://www.spiegel.de/panorama/0,1518,445991,00.html

Der Pfarrer hat wohl nur die Konsequenzen aus einem möglichen zukünftigen Szenario gezogen, in dem das Christentum in unseren Breiten vollkommen seine Bedeutung verloren hat und somit jeglicher anderen Strömung und Weltanschauung Tor und Tür geöffnet ist.

Kommentare

  1. michi

    Gott allein kennt das Herz des Pfarrers. Wir maßen uns nicht an, darüber zu urteilen. Seine Tat heiße ich nicht gut, aber ich kann nicht wissen, ob er ein Kind Gottes war oder nicht. Das weiß Gott allein und darauf allein kommt es an! Denn es ist dem Menschen gesetzt einmal zu sterben, danach aber das Gericht! ( Hebr.9) Und weiter: Kein Mensch kann den anderen erlösen! Auch nicht durch Gebet nach dessen Tod. Das ist nicht unsere Willkür, sondern Gottes Wort und Realität! (s. Psalm 49!)
    michi

  2. Carl

    Zitat Keine Sorge, es wird unserem Herrn nichts entgleiten. Zitat ende
    Das hat also keiner gesagt?
    Ist ja auch egal
    Es ist nicht christlich von mir, in so einem Fall nur das letzte Wort haben zu wollen, aber ich würde das Problem mit dem Verurteilen mal gerne verallgemeinisieren. Diese Seite ist voll mit Urteilsprüchen über die Welt, über die Welt die der Herr so sehr geliebt hat, dass er seinen einzigen Sohn hingab. Geht mal auf eine katholische jugendseite, also auf eine ECHTE! Da seht ihr so etwas nicht. Nicht, weil wir die Welt ja so toll finden, sondern weil wir das dem Herrn überlassen.
    Jetzt hat dieser nette Pfarrer erstens eine Sache gemacht, worüber in der Bibel Eindeutiges steht.
    Und zweitens aus so trivialen Gründen, dass er entweder Wahnvorstellungen hatte, oder weil es noch einen anderen Grund gab. Wo ist da das Gottvertrauen? Es ist lächerlich. Der Islam in unserer Situation ist IN KEINSTER WEISE mit der ehemaligen DDR zu vergleichen, der Pfarrer hat höchstens die Dialogsbestrebungen zwischen Menschen blockiert.
    Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber es wäre doch toll, wenn es eine Islam-Weltherrschaft gäbe, dann würde sich die Kirche Christi reinigen und intensiver werden. Wenn die Herrschaft so wäre wie von dem Pfarrer befürchtet, dann könnten wir alle den Herrn wie Paulus verkünden. Ihr versteht sicher, was ich meine, das muss ich nicht so breit treten.

    So, aber ernsthaft, in so einem Fall spürt man die Leere ohne die katholische Lehre. Wir beten für diesen Pfarrer und ich hoffe, Jesus erhört uns. Für euch ist der Pfarrer weg vom Fenster, oder?

    godbless an euch alle, die ihr mit mir Gott sucht!
    Carl

  3. LovingAngel

    War er verzweifelt oder was?
    Ich verstehe nur nicht ganz, was sich das bringen soll. Denn ich finde es besser, auf *dieser Welt* den christlichen Glauben zu verbreiten und für die Verbreitung des christlichen Glaubens zu beten bis man dann von Gott gerufen wird.

  4. freebooter

    Auch wenn dieser Freitod nicht nach zu ahmen ist – so glaube ich, dass wir kein Recht haben den Pfarrer zu verurteilen. Wir sollten lieber für diejenigen beten, die genauso einen Religionsgeist haben wie er. Den dieser Religionsgeist führt zu fanatischen und übertriebenen Taten, welche – wie wir hier sehen – bis zur Selbstverbrennung führen können. Dies aber ist keine Freiheit, welche wir durch Christus geschenkt bekamen, sondern Sklaverei in Form von Zwang, welcher uns von Satan afgezwängt versucht wird. Wenn wir uns alle aus Protest selbst verbrennen, wer soll dann noch von der Liebe Gottes in Jesus Christus zeugen.

    Lasset uns für die Islamische Welt beten und sie segnen, damit Gottes Heiliger Geist über sie ausgegossen wird und die Menschen in ihr Jesus Christus den einzigen Weg zum Vater, finden.

  5. michi

    Es hat überhaupt niemand davon gesprochen, ob der Pfarrer in den Himmel kommt oder nicht. Der einzige, der darüber spricht, bist Du. Und er einzige, der urteilt, bist auch Du. Aber Gott allein hat das Recht, zu sagen, wer einmal im Himmel bei ihm sein wird und wer nicht.

  6. Carl

    ein Mörder kommt nicht in den Himmel.
    Der Pfarrer hat sein leben nicht zu nehmen, nicht zu morden sondern Gott ist der einzige der das darf!
    Ihr lügt euch gegenseitig an, wenn ihr gleubt, er komme in den Himmel

  7. michi

    Danke für Deine Nachfrage, Andi.
    Wir haben es hier in Deutschland mit einer sehr starken “Freiheitsliebe” zu tun. Man verwirft heute sein eigenes kulturelles und religiöses Erbe. Glaube und Kirche wird nur noch als eine Last empfunden. Oder man strikt sich seine Religion selbst, indem man eine Patchwork-Religion erstellt, die ein wenig aus christlichen, atheistischen und pantheistischen Elementen besteht. “Hauptsache, meine Religion und mein Glaube schränken mich nicht in meiner Freiheit ein.”
    Ich führe viele Gespräche mit allen möglichen Leuten über dieses Thema und es ist sehr auffallend, dass bei 90% aller Leuten die Meinung vorzufinden ist, dass sie zwar einen Glauben haben, aber dieser Glaube im prinzip selbstgestrickt ist. “Ein wenig hiervon, ein wenig davon,…”
    Das Traurige ist, dass wir unser einstiges Erbe vergessen haben. Das Christentum wird mit Füßen getreten. “Es ist nicht mehr zeitgemäß!” heißt es überall.
    Die natürliche Konsequenz aus dieser Gleichgültigkeit, diesem Individualismus und dem Pluralismus der Meinungen ist, dass auch evtl. gefährlichen Einflüssen von außen Tor und Tür geöffnet ist. Wie soll es auch anders sein. Die Menschen sind offen für alles und haben auch selbst keine Überzeugungen mehr, aufgrund derer sie andere Dinge bewerten, also ablehnen oder annehmen.
    Und genau an diesem Punkt stehen wir momentan in unserer Gesellschaft. Der Islam verbreitets ich immer weiter hier in Deutschland, während unser christliches Erbe immer mehr vergessen und verdrängt wird. “Man muss ja tolerant sein!” Dabei möchte ich Peter Hahne zitieren, der sagte, dass das, was heute oft als “Toleranz” bezeichnen, eigentlich nichts anderes als “Standpunktlosigkeit” ist. Und damit hat er meiner Meinung nach sehr recht.
    Nun, um zum Punkt zu kommen, der Pfarrer hat einfach Angst bekommen vor dem Islam, der immer weiter auf dem Vormarsch Richtung Europa ist. Er hat gesehen, dass er nicht aufgehalten werden kann, da wir selbst keine religiöse Grundlage und Überzeugung mehr haben. Und daher hat er seiner Angst und seinem Leben einfach ein Ende und damit ein Zeichen setzen wollen.

    Deswegen sagte ich, dass diese Tat einmal bildlich für die Konsequenz unserer “Freiheitsliebe” steht (d.h. unsere Kultur stirbt) und zweitens symptomatisch, weil solche Dinge in Zukunft immer öfter passieren werden (muss ja nicht gleich Selbstjustiz sein).

    Ich hoffe, ich konnte es verständlich machen, was ich meinte.

    michi

  8. Andi

    Deine Antwort verstehe ich nicht Michi!
    Könntest Du das bitte einmal ausführen, wie Du das gerade meintest, dass diese Tat symptomatisch und bildich für die Folgen unserer “Freiheitsliebe” gegenüber unserer christlichen Kultur und Werte steht?
    Kann Dir nicht ganz folgen.
    Danke

  9. michi

    Ich habe die Tat des Pfarrers nicht für gut geheißen. Ganz im Gegenteil.
    Aber symptomatisch und bildich steht diese Tat für Folgen unserer “Freiheitsliebe” gegenüber unserer christlichen Kultur und Werte
    michi

  10. bartimaeus

    also michi, da würde ich doch etwas zurückhaltender urteilen. Warum der Pfarrer das wohl getan hat!!
    Keine Sorge, es wird unserem Herrn nichts entgleiten. Wir müßen schon mal auf die k…. hauen als Christen, damit uns jemand hört – klar. Aber niemand sollte sich mit Benzin übergießen und anzünden – das ist richtig krank!!
    Es steht uns die Waffenrüstung Gottes zur verfügung um alle Schwierigkeiten in dieser Welt zu meistern. Wir haben das Schwert des Geistes und mit dem können wir kämpfen. Wir können beten und dadurch echt was bewirken, aber wir brauchen uns nicht anzünden – ja wo samma denn?
    Wir sollten uns keine Sorgen machen über ein mögliches zukünftiges Szenario und sollten auch den Islam nicht fürchten – lieber dafür beten, daß wir Leute da herauslösen können und zum Glauben an Jesus führen können nach der Gnade des Herrn. Auch ist es nicht so wichtig, was in der Zukunft ablaufen könnte, wenn ich meine Beziehung zum Herrn Jesus nicht in Ordnung habe – “trachtet zu erst nach dem Reich Gottes und seiner Gerechtigkeit….”
    Es wird schlimm werden in der Zukunft – keine Frage, aber es muss so geschehen sagt der Herr und daß wir wachen sollen daß uns jenerTag nicht überrasche sagt er auch. Sollen doch um mich herum alle Mauern einstürzen – ich vertraue auf den Herrn und werde nicht zuschanden werden, weil der Herr das gesagt hat.
    Bartimäus

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