Saudi-Arabien: Der Blogger Raif Badawi bleibt für zehn Jahre in Haft und wird mit 1000 Stockhieben bestraft.

Schon diesen Januar wurde er öffentlich mit 50 Peitschenhieben gefoltert. Weitere Hiebe wurden aus medizinischen Gründen bislang nicht vollzogen. Der Tag dieses ungerechten Urteils ist ein schwarzer Tag für die Meinungsfreiheit auf der Welt.
Dieser Mann ist praktisch tot und soll bestialisch gefoltert werden – für welches Verbrechen? Es ist einfach nur unfassbar, und es müsste alles menschenmögliche unternommen werden, solche „politischen“ = „religiösen“Gefangenen zu befreien. Was für eine Angst müssen diese vorvorgestrigen Machthaber haben, dass sie so ein Exempel statuieren?
„Trotz internationaler Proteste seitens der Vereinten Nationen, der Vereinigten Staaten, der Europäischen Union und Kanadas schwinden die Chancen auf eine Begnadigung Badawis.“(faz.net) Es gibt so viele Muslime auf der Welt. Wo bleiben eigentlich deren Proteste? Oder sollten die Muslime zum Beispiel in den europäischen Ländern mit dem Urteil einverstanden sein? Das aber würde bezüglich eines „europäischen Islams“ nichts Gutes bedeuten.

Und hier noch ein Beispiel für den Unterschied zwischen Jesus und Mohammed:
Die Verurteilung einer Ehebrecherin
Wie ist Mohammed damit umgegangen?

Eine Frau kam zu Mohammed und sagte: „Ich habe Ehebruch begangen, darum reinige mich.“ [Sie wollte, dass Mohammed sie bestrafte, damit Allah ihre Sünde vergeben und sie ins Paradies einlassen würde.] Mohammed sagte zu ihr: „Geh, bis du das Kind zur Welt gebracht hast.“

Nachdem sie geboren hatte, kehrte sie mit dem Kind zurück und sagte: „Hier ist das Kind, das ich geboren habe.“ Mohammed sagte: „Geh und stille ihn, bis du ihn entwöhnst.“

Nachdem sie ihn entwöhnt hatte, kam sie mit dem Kind, das ein Stück Brot in der Hand hielt, wieder zu Mohammed. [Das Kind dürfte etwa zwei Jahre alt gewesen sein, denn das war die Zeitspanne, die der Koran für das Stillen vorschrieb.] Die Frau sagte: „Allahs Gesandter, hier ist er; ich habe ihn entwöhnt, und er isst.“

Da übergab Mohammed das Kind einem der Muslime und verkündete die Strafe. Die Frau wurde bis zur Brust in einem Graben vergraben, und die Leute steinigten sie. (Aus der Hadithensammlungen „The Correct Books of Muslim“, Buch 17, Nr. 4206;). Das ist eine von Muslimen anerkannte Hadithe.

Diese Geschichte wird in der islamischen Verkündigung gern als Beispiel für die Barmherzigkeit Mohammeds erzählt!

Wie hat Jesus darauf reagiert?

Da schleppten die Schriftgelehrten und Pharisäer eine Frau heran, die beim Ehebruch ertappt worden war, stießen sie in die Mitte, damit jeder sie sehen konnte, und sagten zu Jesus: «Diese Frau wurde beim Ehebruch überrascht. Wenn wir das Gesetz des Moses befolgen wollen, müssen wir sie steinigen. Was meinst du dazu?» Das war eine Fangfrage. Sie suchten nämlich nach einem Anlass, um Jesus anklagen zu können. Aber Jesus schien gar nicht auf ihre Frage zu achten; er bückte sich und schrieb mit seinem Finger auf die Erde.  Als sie hartnäckig nach einer Erklärung verlangten, richtete er sich auf und sagte: «Nun, dann steinigt sie! Aber den ersten Stein soll der werfen, der selbst noch nie gesündigt hat!» Dann bückte er sich wieder und schrieb weiter auf die Erde. Als erstes gingen die Ankläger. Dann schlichen sich auch alle übrigen stillschweigend davon – einer nach dem andern. Schließlich war Jesus mit der Frau allein. Da stand er auf und fragte sie: «Wo sind jetzt deine Ankläger? Hat dich denn keiner verurteilt?» «Nein, Herr», antwortete sie. «Dann will ich dich auch nicht verurteilen», entgegnete ihr Jesus. «Geh, aber sündige nicht noch einmal!»

Johannesevangelium 8, 3-11

Das ist ein kurzer Auszug aus dem Buch „Jesus und Mohammed – erstaunliche Unterschiede und überraschende Ähnlichkeiten“ von Mark A. Gabriel, Resch-Verlag

Kommentare

  1. ali

    Deutschland und die USA sind keine christlichen Länder, deshalb arbeiten sie mit diesem klerikalfaschistischen Terrorregime zusammen. Die dort herrschende Religion des Friedens ist in Wirklichkeit der Faschismus des 21. Jahrhunderts. In fast allen islamischen Staaten mit Sharia geprägter Rechtssprechung sind Menschenrechte und Minderheitenschutz Fremdwörter und toleriert von vielen Muslimen. Du lebst dort gefährlich als: Christ, Ex-Muslim, liberaler Muslim.
    Ein echter Christ würde dorthin keine Waffen verkaufen. Warum? Weil er gar keine hat.

  2. Julia

    Vielen Dank für diesen Artikel, weil es wirklich interessant ist.

    Aber was hier Martin doch sagen wollte, ist, das hier einiges nicht stimmt. Leider wurde seine kritische Sichtweise auch hier übersehen.

    Als Antwort gab man Martin die Antwort: “Menschenunwürdige, brutale Strafen wie Hexenverbrennung, Enthauptung, Häutung, Kreuzigung u.ä. sind heutzutage in vielen Ländern nicht mehr denkbar. Der christlich geprägte Westen hat solche Strafen ab dem Mittelalter nach und nach abgeschafft. Ähnlich verhielt es sich in vielen anderen Ländern, in de-nen demokratische Systeme herrschen.” (Soulsaver)

    Und genau das hatte eben auch Martin erwähnt, als er die Herausgabe des US-Senats über der CIA-Folterverhöre erwähnte.

    Meine Frage ist nun: ist die USA etwa kein christliches Land?

    Und wenn die Scharia in Saudi Arabien so schlimm ist, warum verkauft dann die BRD deutsche Panzer an diese korrupten und menschenverachtenden islamischen Regime?

    Ist Deutschland etwa kein christliches Land?

    Hier nochmals eure Aussagen: “Der christlich geprägte Westen hat solche Strafen ab dem Mittelalter nach und nach abgeschafft.” (Soulsaver)

    Meine Frage ist, wie kann und soll man hier die Muslime vom Christentum überzeugen, wenn man behauptet, der Westen sei friedlich und menschlich, wo doch selbst heute in den regulären Nachrichten die Wahrheit über die Brutalität des Westens ebenso bekannt ist wie über den Osten.

    Müßte nicht ein Muslim sich verhöhnt vorkommen, wenn er einerseits für Raif Badawi ist, aber in dem gleichen Moment sieht wie der Westen diese Länder militärisch aufrüstet?

  3. ali

    CIA?, das hat mit Jesus nichts zu tun.
    Du kennst die islamische Überlieferung, sie nennt folgende Personen, an denen die Steinigung vollzogen werden soll:

    • Verheiratete (Mann oder Frau), die Ehebruch begangen haben.
    • Homosexuelle.
    • Diejenigen, die Verkehr mit einer Person haben, mit denen es ungesetzlich wäre, einen Ehevertrag zu schließen (arab. mahram), denn dies würde als Inzest bewertet.
    • Diejenigen, die geschlechtlichen Umgang mit Tieren haben. Sie müssen zusammen mit den Tieren getötet werden .
    • Ein Muslim, der im Krieg desertiert.

    Geschichtlich gesehen ist die Steinigung viel älter als der Islam. Schon im alttestamentlichen Gesetz war die Steinigung für bestimmte Delikte vorgesehen: Für Gotteslästerung (3. Mose 24,16), Götzendienst (5. Mose 17,5), Ehebruch (5. Mose 21,21). Allerdings war der Ablauf der Steinigung nach dem alttestament-lichen Gesetz anders als er später im Islam praktiziert wurde: „Man stürzte den Verurteilten von einer Mauer oder einem Felsen herab und ließ, wenn er nicht auf der Stelle tot war oder im Sterben lag, schwere Steine auf ihn niederfallen“.

    Im Neuen Testament gibt es keine Berechtigung zur Steinigung mehr, noch zu irgendeiner anderen Hinrichtungsart. Jesus selbst verwarf die Steinigung (Johannes 8,7), als er einer Gruppe von Juden verbot, eine Ehebrecherin zu steinigen, um sie zu lehren, dass das Böse nicht nur in der zu bestrafenden Ehefrau lag, sondern auch in ihnen selbst. Das war eine Wende in der Einstellung Schuldigen gegenüber. Es war ein Ruf zur Gnade und zur Selbsterkenntnis.

    Strafen ohne Begnadigung

    In einer ähnlichen Situation entschied Muhammad sich anders als Jesus. Er empfahl einer Gruppe von Juden, eine Ehebrecherin nach Moses Gesetz zu steinigen (angedeutet in Sure 5,43). Die islamische Überlieferung berichtet, dass sich diese Koranstelle auf folgendes Ereignis bezieht: Eine Jüdin war des Ehebruchs verdächtigt worden. Ihr Volk wollte sie bestrafen und bat Muhammad um ein Gottesurteil in diesem Fall. Da Muhammad Teilkenntnisse des Alten Testaments besaß, empfahl er den Juden, die Ehebrecherin nach dem alttestamentlichen Gesetz zu steinigen. Die Juden folgten seiner Empfehlung jedoch nicht. Das beschreibt der Koran: „Wie aber wollen sie ( die Juden) Dich (Muhammad) zum Richter beru-fen, während sie doch die Thora in ihrem Besitz haben, worin Allahs Richtspruch ist? Hierauf, und trotz alledem, kehren sie (Muhammad) den Rücken; und sie sind nicht als Gläubige zu bezeichnen“ (5,43).

    Menschenunwürdige, brutale Strafen wie Hexenverbrennung, Enthauptung, Häutung, Kreuzigung u.ä. sind heutzutage in vielen Ländern nicht mehr denkbar. Der christlich geprägte Westen hat solche Strafen ab dem Mittelalter nach und nach abgeschafft. Ähnlich verhielt es sich in vielen anderen Ländern, in de-nen demokratische Systeme herrschen. Selbst in kommunistischen und vielen islamischen Ländern hört man Rufe zur Abschaffung der Folter und brutalen Hinrichtungsarten. So haben z.B. elf weibliche Abgeordnete im Dezember 2002 im iranischen Parlament eine Kampagne gestartet, um auf eine Abschaffung der Todesstrafe durch Steinigung im Iran hinzuwirken.

    Eines der größten Hindernisse, die solche Initiativen überwinden müssen, ist das buchstabengetreue Fest-halten an der Scharia als dem ewiggültigen Gesetz Gottes. Während das Christentum Staat und Religion trennt (und schon im Alten Testament getrennt hat), verbindet der Islam beides miteinander (arab. Din ua Dunia). Ein Muslim lebt nach den Vorschriften des Korans und den Anweisungen der Überlieferungen, die sein geistliches, soziales und juristisches Denken und Leben prägen. Hand- und Fußamputation sieht der Koran z.B. für „Krieg gegen den Gesandten Gottes (Muhammads)“ und „Verderben im Land“ vor, sowie für Diebstahl: „Der Lohn derer, die gegen Allah und seinen Gesandten Krieg führen und Verder-ben im Lande zu erregen trachten, soll sein, dass sie getötet oder gekreuzigt werden oder dass ihnen Hände und Füße wechselweise abgeschlagen werden oder dass sie aus dem Lande vertrieben werden“ (5,33). Und: „Dem Dieb und der Diebin schneidet Ihr die Hände ab, als Vergeltung für das, was sie begangen haben und als abschreckende Strafe von Allah“ (5,38).
    Jesus hat das Gesetz erfüllt und hat alle Sünden stafe auf sich genommen. Darum folge ich Jesus.
    https://www.youtube.com/watch?t=269&v=9pD6tZ6dzM8

  4. Martin

    Auch Muslime werden von christlichen Nationen gefoltert.

    Das US-Senat unter Dianne Feinstein hat sogar ein sehr dickes Buch herausgebracht wo die ganzen CIA-Methoden aufgelistet sind.

    Wo ist hier die Barmherzigkeit?

    Kein Mensch würde, wenn er Christen und ihre Glaubenslehre kritisiert auf den Gedanken kommen aus den christlichen Apokryphen oder christlichen Legendensammlungen zu zitieren – vielmehr würde er auf die Bibel zurückgreifen.

    Warum werden hier also die Hadithe herangezogen um die Muslime und ihre Glauben zu kritisieren?

    Der Koran ist der Maßstab.

    Außerdem sollte man wissen, daß den Saudis nicht wirklich um den Islam geht, sondern allein um ihre eigen Machtstellung wenn sie einen Raif Badawi foltern und ihn einsperren lassen.

    Es gibt genug Muslime die das saudische Königshaus als abtrünnige des Islams ansehen.

    Die Saudis repräsentieren nicht den Islam, so wie Pädophile christliche Pfarrer ebenso nicht das Christentum präsentieren. Oder bist du etwa einer anderen Meinung?

    Steht im Alten Testament nichts von Steinigung?

    Hat sich etwa Gott geirrt als er Mose das Gesetz gab?

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