Sei kein Adler auf der Hühnerfarm.

Da war ein Hühnerfarmer, der fand auf einem hohen Berg, das Nest eines Adlers. Und etwas, was er eigentlich nicht hätte tun sollen, tat er, er nahm ein Ei aus dem Nest und nahm es mit auf seinen Bauernhof.

Und dort, auf dieser Hühnerfarm legte er das Adlerei unter die Flügel einer Glucke. Die Glucke hat es gleich angenommen, weil die ja nicht zählen kann, alle Eier willkommen, und hat gebrütet und zuerst schlüpften die Küken. Küken! Oh, mit diesem schönen Flaum, die können gleich laufen, die können alles gleich.

Der Adler brauchte etwas länger, sagte der Bauer, und eines Tages schlüpfte auch dieser kleine Adler. Ein Adler kann natürlich nicht von Hühnerfutter leben. Ein Huhn kann von allem leben. So hat sich der Bauer ganz besonders um dieses Adlerküken gekümmert und es wuchs und wuchs und wuchs. Die Federn wuchsen, es wurde stark und dieser kleine Adler lief hinter der Henne her, weil er meinte, die Henne sei seine Mutter.

Er hatte all die Hühnermanieren angenommen, nur immer nach unten gucken und im Staub wühlen, nach Würmern suchen, das waren die Leckerbissen. Und der Adler wuchs und wuchs und wuchs. Dieser schwarze Adler unter diesen  Hühnern, ein seltsames Bild.

 Aber dann, erzählte der Farmer, passierte etwas. An einem Tag erschien die Adlermutter über dem Hühnerhof. Einen Kreis flog sie und noch einen Kreis und mit einem Mal muß sie mit ihrem sprichwörtlichen Adlerauge ihren Sohn da unten entdeckt haben. Ich glaube, das muß das stolze Herz der Adlermutter fast gebrochen haben. Wie sie sah, wie ihr eigener Sohn hinter diesen Hühnern hinterher lief und dann im Staub wühlte und nach Würmern suchte.

Und der Farmer beobachtete das vom Haus aus und er sah, wie die Adlermutter Kreise drehte und mit einem Mal geschah etwas. Mit einem Mal kam von oben ein Schrei. Die Adlermutter schrie. In demselben Augenblick passierte etwas im Hühnerhof. Der junge Adler erstarrte. Zum ersten Mal hob er seinen Kopf. Zum ersten Mal hob er seinen Kopf, war wie gelähmt, und schaute nach oben. Da war ein Signal gekommen, das er noch nie gehört hatte und das ging ihm durch Mark und durch Bein.

Der Farmer sagte, wie mit einem Mal etwas anderes passierte. Der Adler wurde nervös da unten. Und er streckte seine Flügel aus. Und er begann zu zittern und zu schütteln und da – mit einem Mal bemerkte er, dass er ja die Flügel noch für andere Zwecke hatte. Und langsam, langsam hob er sich.

Warum? Weil er mit einem Mal wußte, ich gehöre ja gar nicht hier unten hin. Dies ist ja gar nicht mein zu Hause. Meine Heimat ist da droben. Ich gehöre nach da oben hin. Dahin gehöre ich.” ——–

Und hört des Herrn Wort, wer Ihr auch seid. Ich bin davon fest überzeugt, dass einem jeden Menschen irgendwann einmal solche Gedanken kommen und zwar ganz besonders dann, wenn man das Wort Gottes hört, welches das Wort unseres Schöpfers, unseres Erlösers vom Himmel ist.

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