Springsteen-Konzert in Berlin: Der Boss wettert gegen die Banker

„Der Boss, wie Bruce Springsteen genannt wird, traf offenbar genau den Nerv der 58.000 Zuschauer im Berliner Olympiastadion – die weit verbreitete Unzufriedenheit mit Finanzmanagern und Bankern. Bei seinem Konzert am Mittwochabend wetterte der Rockmusiker gegen diese „gierigen Diebe“ und „Raubritter“…Am Mittwochabend berührte Springsteen das Publikum mit einigen Textpassagen. In „Shackled and Drawn“ heißt es: „Der Zocker würfelt, der Arbeiter bezahlt die Rechnung.“ Solche Zeilen kamen bei seinen Fans gut an. „Die Finanzwelt hat uns allen große Probleme bereitet und Springsteen war schon immer ein kritischer Geist – das mag ich an ihm“, sagte eine Zuschauerin“ www.spiegel.de/panorama/l…t-in-berlin-a-836136.html

Dennoch gilt auch für den Boss folgender Satz: „Wer einen Puff plant, baut und betreibt, darf sich nicht über die moralischen Verfehlungen in demselben beklagen“. Er verdient  ca. 750.000 € pro Konzert. Da kann sich der gute Mann vor zahlungskräftigem Publikum (Tickets so ca. 70 – 90 EUR pro Nase) schon über „gierigen Diebe“ und „Raubritter“ beklagen. Im gescholtenen Amisystem Millionen verdienen und dann über diese Verbrecher herziehen. Klingt gut. Aber es riecht nach Populismus. Aber die Massen brauchen wohl solche „Vorturner“ und Protestler. Er tourt natürlich im Privatflugzeug, schreibt seine Songs in einer Villa in Malibu Beach .Die Amis beherrschen eben das zielgruppengenaue Marketing.

Hoffentlich ist da unser Schwabinger Nachbar Konstantin Wecker ehrlicher. Er sagte in seinem Geburtstagsinterview ( hat heute Gebrtstag):

„Die Obrigkeit sind doch nun diese 500 Konzerne, Banken und Milliardäre, die zwei Drittel der Welt besitzen. Und so gerne ich jedem seinen Luxus gönne, mit dieser ungeheuren Anhäufung von Besitz und Reichtum haben sie eine gefährliche und jede Demokratie bedrohende Macht. Viele fordern ja, dass jetzt, wie in Italien, anstelle eines gewählten Vertreters ein sogenannter Finanz-Experte eingesetzt wird. Aber keiner dieser Experten konnte bis jetzt beweisen, dass er irgendetwas erreicht hat, außer ein Prozent der Bürger noch reicher zu machen. Die neoliberale, grenzenlose Freiheit der Märkte hat als Gesellschaftsmodell von Anfang an schon versagt. Man erinnere sich an Chile! Und Monti hat in Italien auch nichts verändert. “ (AZ) Empören ist gut, aber wer hat die endgültige Antwort? Auch nicht der Altlinke Konstantin Wecker.

 

Geb: https://www.youtube.com/watch?v=Qtqjqs_AuFg

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