“Die Autoren der Resolution behaupten, die sexuelle Orientierung eines Menschen sei nicht veränderbar. Auf der Grundlage der Heiligen Schrift bezeugen wir, dass der dreieinige Gott Menschen dazu befähigen kann, Wege der Veränderung einzuschlagen, auch auf dem Gebiet der sexuellen Orientierung (1. Kor 6,9–11). Diese biblische Erkenntnis wird durch wissenschaftliche Untersuchungen bestätigt[1] und von vielen Männern und Frauen bezeugt, die eine solche Veränderung erlebt haben. Selbst im Rahmen der Genderwissenschaft wird von der Fluidität sexueller Anziehung und Identität ausgegangen, was Veränderbarkeit voraussetzt. Auffällig ist auch, dass im Rahmen dieser Resolution eine Veränderbarkeit ausdrücklich nur dann ausgeschlossen wird, wenn die Veränderung in Richtung Heterosexualität geschieht (practices promoting heterosexual attraction). Maßnahmen, die eine Veränderung in Richtung Homosexualität anstreben, werden gar nicht erwähnt, sollen also offenbar nicht verboten werden.
Wenn Menschen ihre homosexuelle Orientierung als unerwünscht erleben, z.B. auch auf Grund biblischer Erkenntnisse und christlicher Überzeugungen, darf es ihnen nicht verwehrt werden, freiwillige Maßnahmen zu ergreifen und anzustreben, diese unerwünschte Anziehung zu mindern und wenn möglich zu überwinden.
2. Die Geschlechtsidentität ist eine Gabe Gottes
Die Autoren der Resolution verlangen, dass solche Maßnahmen verboten werden sollen, die einem Menschen helfen, die empfundene Geschlechtsidentität an die biologische Geschlechtsidentität anzugleichen. Dabei bezeichnen sie die biologische Geschlechtsidentität des Menschen als das „bei der Geburt zugewiesene Geschlecht“ (sex assigned at birth). Wir weisen die implizite Behauptung zurück, dass Eltern, Ärzte oder Hebammen das Geschlecht eines Kindes bei dessen Geburt willkürlich bestimmen.
Die Heilige Schrift bezeugt klar, dass der dreieinige Gott ein Menschenpaar zu seinem Ebenbild erschaffen hat, einen Mann und eine Frau (1. Mose 1,27). Das biologische Geschlecht war, ist und bleibt eine Gabe, ja eine bestimmende Vorgabe Gottes an jeden Menschen. Das ist der Grund, warum Kinder entweder als männlich oder weiblich geboren werden. Das Geburtsgeschlecht eines Neugeborenen wird nicht von Menschen „zugewiesen“, sondern anhand äußerer (primäre Geschlechtsmerkmale) oder innerer (genetischer) Merkmale erkannt. Selbst dort, wo es aus genetisch-medizinischen Gründen zu einer Anomalie oder einer „Störung der Geschlechtsentwicklung“ (Intersexualität) kommt, entsteht kein drittes Geschlecht, sondern ein komplexer medizinischer Befund, der eine eindeutige Zuordnung zu männlich oder weiblich erschwert, aber nicht unmöglich macht.
Wenn die empfundene Geschlechtsidentität von der biologisch vorgegebenen Geschlechtsidentität abweicht, sind soziale Transition, Hormontherapien und sog. geschlechtsangleichende Operationen der falsche Weg, weil sie u.a. irreversible Schädigungen hervorrufen (Amputationen, Verlust der Fruchtbarkeit, Abhängigkeit von dauerhaften Hormongaben, Verlust von Knochendichte etc.). Wenn Menschen den Wunsch haben, die empfundene an die biologische Geschlechtsidentität anzugleichen, z.B. auch auf Grund biblischer Erkenntnisse und christlicher Überzeugungen, dürfen ihnen professionelle psychologische, psychotherapeutische und seelsorgerliche Hilfsangebote nicht vorenthalten werden.
Wir fordern, dass entsprechende Angebote nicht mit Verboten belegt und bereits bestehende Verbote umgehend aufgehoben werden.
Wir fordern, dass sich politisch Verantwortliche auf EU- und Bundesebene mit den Berichten und Zeugnissen der sog. Detransitioner beschäftigen. Detransitioner sind Menschen, die auf Grund der Inkongruenz von gefühlter und biologischer Geschlechtsidentität (Geschlechtsdysphorie) eine Transition angestrebt und durchgemacht haben und eine Zeit lang versuchten, im anderen Geschlecht zu leben, dann aber wieder in ihr Ursprungsgeschlecht zurückgekehrt sind. Sie führen ihr Leben wieder in Übereinstimmung mit ihrem biologischen Geschlecht und einige warnen gut begründet und aus eigener schmerzhafter Erfahrung vor den destruktiven Folgen einer Transition.” www.gemeindehilfsbund.de
