Terroropfer hat keinen Hass.

Terroropfer denkt nicht an Rache

Ein schwerverletztes Opfer der Londoner Terroranschläge weist jeden Gedanken an Vergeltung weit von sich. "Was die Welt braucht, ist mehr Liebe", sagt der Buchhalter David Gardner, der als Folge der Bombenexplosion in einer U-Bahn nahe der Station Edgware Road sein linkes Bein verloren hat.

Insgesamt wurden bei den vier Anschlägen am 7. Juli, die wahrscheinlich von einer mit El Kaida verbundenen Gruppe von islamischen Extremisten verübt wurden, 56 Personen getötet und zahlreiche schwer verletzt, so auch David Gardner. Wie sein Bruder Charles dem Informationsdienst Assist mitteilte, danken David und seine Frau Angela, die einen 20 Monate alten Sohn haben, Gott für die Bewahrung vor dem Tod.

Glücklicherweise habe der 50jährige am Unglückstag einen Sitzplatz gehabt; die stehenden Passagiere hätten die sitzenden wie ein Schild vor der Wucht der Detonation und herumfliegenden Trümmern geschützt. Mitreisende hätten sich als "Barmherzige Samariter" erwiesen und mit ihm über Fußball und Shakespeare geredet, während sie sein blutendes Bein abgebunden hätten.

David Gardner wollte als Brutus in einer Laienaufführung von "Julius Cäsar" auftreten und hatte während der Bahnfahrt seine Rolle halblaut memoriert. David Gardner ist Mitarbeiter der anglikanischen Johanneskirche im Londoner Stadtteil Hampstead. Obwohl er ein Bein verloren hat und erst nach 72 Stunden wieder das Bewusstsein erlangte, hegt er keine Gedanken des Hasses gegen die Täter.

Es irritiere ihn, in manchen Presseberichten Forderungen nach Vergeltung zu lesen, so sein Bruder Charles. Vielmehr gelte es, von Jesus zu lernen. Als dieser am Kreuz von Golgatha gehangen habe, bis zur Unkenntlichkeit entstellt durch die Sünde der Menschen, habe er zu Gott gebetet: "Vater vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun."

Quelle: idea

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