Seine Ideen und all diejenigen, die sich berufen gefühlt haben, sie in die Tat umzusetzen, haben unfassbares Elend verursacht und Millionen Menschen den Tod gebracht. Unter Berufung auf den Marxismus wurden einige der schlimmsten Schreckensregime der Geschichte errichtet, Terrorgruppen und Todesschwadrone verbreiteten in Marx‘ Namen Angst und Schrecken. Die Schäden, die der Marxismus angerichtet hat, wirken noch überall nach.
Nicht gerade die besten Voraussetzungen für ein rauschendes Fest. Trotzdem will Trier sich nicht beirren lassen und am 5. Mai den Geburtstag seines „berühmten Sohnes“ laut eigener Aussage „feiern“ – mit der Enthüllung einer überlebensgroßen Marx-Statue.
„Man kann die kommunistischen Massenverbrechen [–] nicht von dem loslösen, was Marx geschrieben hat“, erklärte Knabe, Direktor der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen.
Dabei gibt es noch genügend Menschen, deren Leben vom „Arbeiter- und Bauernstaat“ nachhaltig ruiniert wurden und die bis heute mit den Folgen zurechtkommen müssen.
Ihre Leidensgeschichten scheinen zweitrangig zu sein in einem Land, in dem viele Marx offenbar lieber als missverstandenes Genie sehen wollen. Anders ist kaum zu erklären, dass sogar ein Staatsminister im Auswärtigen Amt wie Niels Annen Marx im Deutschlandfunk als „aktueller denn je“ loben kann, ohne dass nennenswerter öffentlicher Widerspruch folgt.
Übrigens: Marx ist seit 1883 tot. Es bleibt zu hoffen, dass wir auch die endgültige Beerdigung seiner Ideen noch erleben.
Richard Volkmann Historiker in der Bild.
Marx ist tot – Jesus lebt.

Und unter Berufung auf die Christlichen Werte wurden mindestens genauso viele Menschen getötet und weit mehr Terrorregime aufgebaut. Und doch behauptet ihr immer das Gegenteil. Scheinheiligkeit pur statt wahrer Christen…
Was Niels gesagt hat, war nun wirklich nichts, worüber man sich groß empören müsste, wenn man sich die Aussage mal im Kontext ansieht:
“[D]er Karl Marx des Kommunistischen Manifestes mit einer kommunistischen Vision für die Gesellschaft, über den wird nicht mehr allzu viel diskutiert. Aber der Karl Marx als Analytiker, der Karl Marx, der uns die Instrumente auch für die Gesellschaftsanalyse und der Analyse der wirtschaftlichen Zusammenhänge liefert, der ist aktueller denn je.”
https://horst-koch.de/marx-und-satan-richard-wurmbrand/
Viel Text, der wenig zum Thema beiträgt.
Sind das noch zu wenig Tote?
Marx’ kommunistische Ideen haben zu Toten geführt. Das heißt nicht, dass seine Gesellschafts- und Wirtschaftsanalysen komplett wertfrei seien.
Was an dieser einfachen und sehr differenzierten Aussage Niels‘ nicht zu verstehen ist ist, verschließt sich mir.