Schon ab unserem ersten Herzschlag ist die Existenz des Menschen bedroht: Die Eltern überlegen eine Abtreibung- oder doch nicht… Dann geht der Leistungsstreß los oder man wir in ein Heim abgeschoben. Versucht durch Leistung, Leistung und noch mehr Leistung endlich geliebt oder anerkannt zu werden. Erst bei den Eltern, dann in der Schule, später im Beruf und bei Freunden. Nie sind wir gut genug, immer mehr Ergebnisse musst du bringen. Die Verhältnisse und Beziehungen dieser Generation sind unsicher und befristet. Sicherheit gibts nirgens, nicht mal finanzielle Sicherheit. Ruhe, Muse , Entspannung sind Fremdwörter geworden. Vom ersten Herzschlag an. Und dann biste plötzlich weg. Sebastian starb am Arbeitsplatz. Wer kann das verstehen? Immer wenn ich diesen Dudelduschenradiofreaks zuhöre, denke ich an Psalm 90. In einer Übersetzung steht dort: „Wir bringen unsere Tage zu wie ein Geschwätz!“
„Mitten im Leben sind wir mit dem Tod umfangen.“ Martin Luther
„Durch seinen Tod wird der Tod getötet“, sagt auch Luther. Den Tod Christi versteht Luther als den „Tod des Todes“.
In Deutschland sterben in jedem Jahr ungefähr 900.000 Menschen. Irgendwann und ungefragt sind wir auch dabei. Jemand wurde gefragt, was ihn an Beerdigungen so stören würde. Er hat spontan geantwortet: „Der Tod.“
Woody Allen hat diese Antwort gegeben: „Ich habe keine Angst vor dem Sterben. Ich möchte bloß nicht dabei sein, wenn es passiert.“
Der historisch verbürgte Satz Bonhoeffers: “ Dies ist das Ende, für mich der Beginn des Lebens. Ich glaube an die universale christliche Brüderlichkeit über alle nationalen Interessen hinweg und ich glaube, dass uns der Sieg sicher ist“. Dieser Mann hat an das ewige Leben geglaubt. Das gibt Ruhe ins Herz. Wer Gottes Leben hat, der kann sein Leben nicht mehr verlieren. Er hat das ewige Leben.
