Viele haben jetzt Angst. Was ist das?

Sie sitzt versteckt in den Ecken, hinter den lächelnden Gesichtern der Leute. Sie türmt sich vor mir auf, nimmt Besitz von mir. Eiskalt und mächtig frisst sie sich in mich hinein, kriecht bis in meine Fingerspitzen. Plötzlich, qualvoller als körperlicher Schmerz, überfällt sie mich, plagt mich bis in die Träume hinein. Durchdringt mich, zwingt mich, bestimmt mich zum ständigen Kreisen um sich selbst. Ich bin wie eine kleine Maus, die der Blick der Schlange magisch gefangen hält. Es kommt aus meinem Innern, aus meiner eigenen Existenz. Und schlimmer noch: sie ist unabhängig von mir und unbeeinflussbar meinem Zugriff entzogen. Man kann ihr nur Hoffnung entgegensetzen. Aber Hoffnung habe ich nicht. Und so bleibe ich ihr Gefangener (Angst.) Gibt es ein Entrinnen? Ja!

“In der Welt habt ihr Angst; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden.” Jesus

(Konrad Eissler)

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