“Der Historiker Lutz Klinkhammer vom Deutschen Historischen Institut in Rom kommentiert:
Mussolini proklamiert sich in dieser Rede selbst zum Führer, zum Diktator und damit gibt er auch ein Bekenntnis ab zur faschistischen Gewalt, zu mörderischen Gewalt dieser Bewegung, die er ausdrücklich akzeptiert. Gleichzeitig war es auch ein Signal an die „fiancheggiatori“, an die Bündnispartner des Faschismus, dass Mussolini selbst die Bewegung im Griff behalten würde und auch die Kontrolle über die faschistische Gewalt würde ausüben können. Insofern eine klare Bekräftigung der Führerherrschaft, die Mussolini über diesen Mord durchgesetzt hat.
Von jetzt an stabilisiert sich die Herrschaft in einem totalitären System, das konservativen Eliten und rechtspopulistische Bewegungen auch in anderen europäischen Ländern zu faszinieren beginnt. Zum Beispiel einen gewissen Adolf Hitler und seine Nationalsozialisten in Deutschland.” Deutschlandfunk.de
Wichtig für heute zu wissen ist: Die Bezeichnung “Faschist” als unredliches Totschlagargument der Linken
Linke Politologen bezeichnen fast alle rechts gerichteten, autoritär geführten Länder als faschistisch. Sie verstehen Faschismus, wie es die kommunistische Geschichtsschreibung definierte, als aggressive Form des Kapitalismus. Diese Sicht ist schon deshalb falsch, da der Faschismus in sozialen Fragen linken Ideen viel näher steht als konservativen oder liberalen. Nach der linken Einordnung des Faschismus müsste man Spanien unter General Franco (1939-1975), Portugal unter General Carmona und später Salazar (1926-1974), Griechenland unter den Obristen (1967-74) und etliche lateinamerikanische Länder, die zeitweise unter Militärherrschaft standen, als faschistisch einordnen. Bei konsequenter Beibehaltung dieser Einordnungen müsste man aber auch die meisten bis Ende des 20. Jahrhunderts sozialistisch geführten arabischen Staaten (Syrien, Ägypten, Irak) als faschistisch bezeichnen. Dies tun die linken Politologen nicht. Oft dient die Bezeichnung “Faschismus” oder “faschistisch” als linkes Totschlagargument, um konservative Kritiker mundtot zu machen.
Faschismus ist eine zur Bewegung und zum Staatsgedanken gewordene Spielart des von Gottes Geboten gelösten menschlichen Herrschaftsanspruchs und Denkens. Er ist somit eine Konsequenz des antichristlichen Geistes der Aufklärung. Der bereits in der französischen Revolution erkennbare extreme Nationalismus ist eine Form hochmütiger, sündiger Herzenshaltung, nämlich eines volksweiten Egoismus. Die Übertragung der darwinschen Ideen von der Entstehung der Arten durch den Sieg des Stärkeren über das Schwächere gibt dem Faschismus seinen besonders brutalen Zug und offenbart den antichristlichen Geist des Darwinismus (>Evolution). Das Wiederaufkommen vorchristlicher Religion und Philosophien, wie des römischen oder germanischen Heidentums, offenbart ebenfalls den antichristlichen Charakter des Faschismus Aber auch hier sieht man Parallelen zum heidnischen Kult in der Französischen Revolution (Kult um die in Paris verehrte “Göttin der Vernunft”). Es gibt auffallende Ähnlichkeiten zwischen dem faschistischen Staats- und Gesellschaftsmodell und dem in Offenbarung 13 geschilderten Herrschaftsmodell unter dem Antichristen. Der von Paulus erwähnte charakterliche Verfall der endzeitlichen Menschheit wurde im Faschismus prägende Kraft:
“Das sollst du aber wissen, dass in den letzten Tagen schlimme Zeiten kommen werden. Denn die Menschen werden viel von sich halten, geldgierig sein, prahlerisch, hochmütig, Lästerer, den Eltern ungehorsam, undankbar, gottlos, lieblos, unversöhnlich, verleumderisch, zuchtlos, wild, dem Guten feind, Verräter, unbedacht, aufgeblasen. Sie lieben die Wollust mehr als Gott” (2. Tim 3,1-4).
Ganz gleich, in welcher Form der Faschismus auftritt, ob offen heidnisch oder klerikal, Christen müssen sich von derartigen Geisteshaltungen fern halten.
Lit. zur Beurteilung: F. Schaeffer, Wie können wir denn leben?, 1977 (Dr. Gassmann)
