Die beiden Bibelschülerinnen Anita und Rita versuchten am 12. Juni 2009 ein letztes Mal, Menschen mit gebrochenen Armen, schmerzenden Zähnen oder akutem Darmverschluss zu behandeln. Mit Medizinern und anderen Krankenhausmitarbeitern fuhren sie hinaus in die Wüstenregion Nordjemens, um in abgelegenen Dörfern erste Hilfe anzubieten. Irgendwo dort versperrte ihnen plötzlich ein Geländewagen die Durchfahrt. Bewaffnete Männer drängten sie, in das Auto einzusteigen. Am nächsten Tag wurden die Leichen von Rita, Anita und einer koreanischen Kollegin entdeckt. Die Augen verbunden, die Hände gefesselt, erschossen.Die Lebensgeschichten der Ermordeten aber „trägt Frucht”: Da sind der bekehrte Vater und andere Bekannte, die erst durch Ritas und Anitas Schicksal zum Glauben fanden. Vor allem aber ist aus dem Sterben der beiden ein Kinderheim für 100 Waisen in Malawi erwachsen. Dort ein Heim zu gründen, hatten Rita und Anita stets als ihren großen Traum. HMK
