Warum wird Jesus gehasst?

Niemand wird wütend über Märchen. Wir sehen keine Proteste gegen Kobolde oder hitzige Diskussionen über die Existenz von Einhörnern. Warum? Weil die Menschen instinktiv wissen, dass sie nicht real sind. Mythen picken nicht ins Gewissen. Doch der Name Gottes – insbesondere der Name Jesu Christi – erschüttert immer noch die Welt und zieht nicht nur Glauben und Hingabe, sondern auch Feindseligkeit und Verachtung.

Genau diese Reaktion beweist, dass Gott kein Mythos ist. Tief im Inneren trägt die Menschheit sein Bild (Genesis 1:27) und trägt ein Gewissen, das von seinem moralischen Gesetz bezeugt (Römer 2:14–15). Wenn sie mit seiner Wahrheit konfrontiert werden, fühlen sich viele entlarvt. Wut steigt oft als Verteidigung gegen Verurteilung. Jesus selbst erklärte: “Die Welt hasst mich, weil ich bezeuge, dass ihre Werke böse sind” (Johannes 7:7).

Wenn Gott wirklich nicht existiert, wäre Gleichgültigkeit die natürliche Antwort. Aber Gleichgültigkeit wird selten gesehen. Stattdessen finden wir starke Opposition, Spott und sogar Verfolgung. Die Feindseligkeit gegenüber Gottes Namen ist selbst Zeuge: Menschen kämpfen nicht gegen eine Fantasie, sondern gegen eine Realität, der sie nicht entkommen können.

Die Tatsache, dass seine Erwähnung solche Wut provoziert, ist kein Beweis für seine Abwesenheit – sondern dafür, dass seine unbestreitbare Anwesenheit auf jedes menschliche Herz drückt.

Erika Schuh

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