
Was hältst du von Christus? Steh still und betrachte ihn noch einmal! Er wird das A und O genannt, der Erste und der Letzte, der König der Könige und Herr der Herren, der mächtige Gott, der Vater der Ewigkeit, der Herr der Herrlichkeit, der Fürst und Urheber des Lebens, der Herr über alles. Betrachte ihn, wie er beim Vater war, ehe die Zeit begann, der Ausdruck seiner Herrlichkeit, das Ebenbild
seines Wesens! In ihm wohnt die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig.
Betrachte ihn, der der Schöpfer des Weltalls ist, ohne den nichts gemacht ist, was gemacht ist; ihn, den Erhalter aller Dinge, der die Herzen erforscht, Sünden vergibt, ihn, der für die Menschen bittet und sie erlöst, der ewiges Leben verleiht, der den Heiligen Geist ausgießt, der die Toten zu neuem Leben erweckt, ihn, der die Schlüssel des Todes und des Totenreiches hat, den Richter des Weltalls. Denk daran, dass er den Anspruch erhebt, allein Kenntnis vom Vater zu haben und allein die Macht, ihn den Menschen zu offenbaren; dass er auf ewig die Ehre, die dem Vater gebührt, mit dem Vater teilt und wie der Vater erwartet, dass das Geschöpf Mensch ihm vertraut, mit seinen Bitten zu ihm kommt, ihn anbetet.
Wolltest du es wagen zu behaupten, dass er nur ein Geschöpf sei, von seinem eigenen Schöpfer durch eine unendliche Kluft getrennt?
Wolltest du ihn nur als einen guten Menschen achten? Oder willst du ihn als den Menschen, der zugleich Gott ist, lieben und anbeten?
Sei es, dass du zum ersten Mal erkannt hast, wer Jesus ist; oder sei es, dass dir nie in den Sinn gekommen ist, daran zu zweifeln, dass er der göttliche Christus ist – wo immer auch dein geistlicher Standort sein mag, prüfe, ob du im Glauben stehst! Es könnte sein, dass du ihm und seiner Lehre wohl verstandesmäßig zustimmst, dass dein Glaube aber nicht der Glaube des Herzens ist, der Glaube, der rettet und verwandelt, der dich in die Gemeinschaft bringt mit dem, an den du glaubst, der Glaube, der dich hinführt zu Gott. Der neue Herrschaftsbereich, in dem der lebt, der glaubt, ist: „in Christus“
(2Kor. 5,17). Bist du „in Christus“? „Daher, wenn jemand in Christus ist, da ist eine neue Schöpfung.“ – Bist du eine neue Schöpfung?
„Das Alte ist vergangen, siehe, alles ist neu geworden.“ Ist das bei dir Erfahrung geworden? Du kannst es dir nicht leisten, dieser Frage auf Leben und Tod auszuweichen, in dieser Angelegenheit anders als kristallklar zu sein. Deine Herzenshaltung Christus gegenüber entscheidet über dein ewiges Schicksal!
Vor dir steht Christus, wie er vor langer Zeit seinen ersten Jüngern als der Gekreuzigte und Auferstandene erschien. Er ist kein Hirngespinst, keine Illusion, nicht ein Geist. Er sagt: „Betastet mich und seht, denn ein Geist hat nicht Fleisch und Bein, wie ihr seht, dass ich habe“ (Lk 24,39). Ja, er ist es wirklich, und er kommt zu uns mit den Malen seines Leidens an seinem Auferstehungsleib. Dieser göttliche Retter wurde um deiner Übertretungen willen verwundet, um deiner Bosheit willen geschlagen. Die Strafe – der Preis für deinen Frieden – wurde auf ihn gelegt, und durch seine Wunden bist du geheilt
(Jes 53,5). Die Liebe, die ihn um deinetwillen vom Thron der Ehre ans Kreuz der Schande brachte, ist in den vergangenen Jahrhunderten nicht geringer geworden. Er sagt: „Komm zu mir!“ Willst du nicht vor seinen durchbohrten Füßen niederfallen in wahrer Reue, in lebendigem Glauben, in freudiger Unterwerfung, und mit Thomas sagen: „Mein Herr und mein Gott!“ (Joh 20,28)? A. Wallis
