Gott schämt sich der Niedrigkeit der Menschen nicht, er geht mitten hinein, er wählt einen Menschen zu seinem Werkzeug und tut seine Wunder dort, wo man sie am wenigsten erwartet. Gott ist nahe der Niedrigkeit, er liebt das Verlorene, das Unbeachtete, Unansehnliche, das Ausgestoßene, das Schwache und Zerbrochene. Wo die Menschen sagen „verloren“ – da sagt er „gefunden“; wo die Menschen sagen „gerichtet“ – da sagt er „gerettet“; wo die Menschen sagen „nein“ – da sagt er „ja“. Wo die Menschen ihre Blicke gleichgültig oder hochmütig wegwenden, da ist sein Blick von einer Glut der Liebe wie nirgend sonst. Dietrich Bonhoeffer
